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Dartmoor



Stand: 21.11.2017

Das Dartmoor ist ein wilde, fast unberührte Landschaft im Südwesten Englands. Charakteristisch sind seine ungewöhnlichen Steinformationen, die auf den ersten Blick fast wie von Riesenhand geschaffene Festungen wirken. Tatsächlich bestehen sie aus harten Granitsteinen.
Sehr schön sind die naturbelassenen Täler mit ihren whiskeyfarbenen Flüssen.

Wer es wagen will, muss wissen: Hier regnet es laut Statistik an zweihundertachtzehn Tagen im Jahr.
Man behauptet, an den restlichen Tagen habe es Nebel.
Ab und zu nur scheine die Sonne.
Wir glauben zu wissen: Es ist nicht so!

Freilich schauert es über den Tag oft mehrmals, aber so schnell der Regenguss kommt, so schnell ist er auch wieder verschwunden.
Dafür ist die Landschaft einzigartig!

Das Dartmoor ist Englands größtes Granitmassiv. Die durchschnittliche Höhe liegt bei ca. 500 m.
Große südwestenglische Flüsse entspringen hier und geben den Küstenstädten ihre Namen: Plym und Dart (Plymouth und Dartmouth).

Herrliche Radtouren lassen sich auf den allerdings nur wenigen kleinen Straßen planen. Viele Wege sind für den öffentlichen Verkehr gesperrt oder enden als Sackgasse in kleinen Gehöften.
Für Autofahrer gilt das Tempolimit 40 MPH, das leidlich eingehalten wird.
Als Geschwindigkeitsbremse agieren biologische Wächter: zahlreiche still vor sich hin fressende Rinder, neugierige Ponys und unzählige, direkt am Straßenrand grasende Schafe.

Uns Radfahrer hemmt eher die Topologie der Gegend. Durchschnittlich fast 500 m hoch liegt das Dartmoor. Es gilt so manchen Hügel hochzustrampeln.
Dafür lohnt die Aussicht und das traumhafte Naturerlebnis mit den ständig wechselnden Wolkenbildern.
Die Regenjacke sollte stets griffbereit sein.

Übernachtungen bitte nur in größeren Orten planen. Viele Orte erscheinen auf der Landkarte größer und entpuppen sich oft nur als kleiner Weiler mit wenigen Gehöften. B&B, no sorry!

Länge der Tour: 99,0 km
Höhenmeter: 490 m

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Karte

 

Launceston

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Sehenswert: Schliersee, Bergbaumuseum im Rathaus

Info: Unsere Strecke begann in Launceston.
Bis zum 19. Jahrhundert war die kleine Stadt Hauptstadt Cornwalls. Ein alter Bergfried - der Rest einer stolzen normannischen Burg - und die noch gut erhaltene Kirche St. Mary Magdalene zeigen dies noch deutlich.
Bemerkenswert ist die Kirche wegen ihrer aus Granit bestehenden Reliefmauern. Ornamente wie Lilien, Rosen und cornischer Farn schmücken auf einzigartige Weise die Ornamentmauern.
Die Stadt selbst wirkt aufgeschlossen und hat alle geeigneten Möglichkeiten zur Übernachtung.

Launceston Der alte Bergfried (Bild laden)

Route: Durch Hügelland geht die Tour weiter auf das Dartmoor zu.

 

Tavistock


Info: Der nächst größere Ort heißt Tavistock und liegt wieder in einem Tal.
Der Fluss Tavy fließt von den unwirtlichsten Gebieten des Dartmoor kommend durch Tavistock in den Mündungstrichter des Tamar bei Plymouth.

Route: Die schmale Landstraße zweigt nach rechts in Richtung Yelverton ab.
In einer leichten Steigung erklimmen Sie in einer schönen Aussichtslage die ersten Hügel des richtigen Dartmoors.
Die Landschaft wird öder, behält aber durch die zahlreichen Regenfälle ihr Grün.
Was fehlt, sind vor allem Bäume und Sträucher.

Einsam Einsam aber faszinierend (Bild laden)

Route: Eine Landschaft, die man auf den ersten Blick lieben muss: Einsam und weit. Eine Landschaft für Enthusiasten.
Über die Zeiten unterlag sie wechselnder Beliebtheit.
Den Urvölkern imponierte sie durch viel Wasser, viele Steine zum Häuserbau und wenig Wald. Zahlreiche Reste (Ganggräber, Wälle, Steinkreise und Menhire) sind noch vorhanden.
Einige Hügelfestungen aus keltischer Zeit sind auch noch vorhanden. Nur die Römer liesen diese unwirtliche Gegend aus.

Rinder Tiere pflegen das Dartmoor (Bild laden)

 Yelverton


Route: Nach Yelverton wird die Landschaft noch interessanter. Die Straßen werden dafür einsamer und weniger Autos befahren.
Heidelandschaft und Felder von Farn wechseln sich mit kleinen Ansätzen von Wald.

Auf der B3212 radeln wir nun auf Princetown zu.

 

Princetown




Info: So edel der Ort auch klingen mag, er beheimatet das einst größte Gefängnis Großbritanniens.
Noch ist es von hohen Stacheldrähten umgeben, doch soll es schon bald aufgelöst werden.
Rund um das Gefängnis hat sich zwischenzeitlich ein recht großer Ort entwickelt.

Zahlreiche Mythen entwickelten sich um das einst ausbruchsichere Gefängnis, von dem es hies, die ausbrechenden Insassen würden einmal ausgebüchst in der kargen Gegend verhungern.

Princetown Bei Princetown (Bild laden)

Route: Kaum zwei Kilometer nach dem vergitterten Unterkünften passieren wir den Ort "Two Bridges".
Tatsächlich überqueren hier zwei Brücken den "West Dart River".
Hier entwickelt sich schon ein touristisches Zentrum mit Hotel und großen Parkplätzen. Ein großer Kontrast!

TwoBridges Zwei Brücken geben den Namen (Bild laden)

Info: Aus Neugier hielten wir beim Hotel und genossen auf einer kleinen Wanderung die herrliche Natur.
Kurz vor der neueren Brücke entdeckte man historische alte Brückenreste. Wahrscheinlich aus der Zeit, als die Zinnminen (13. Jahrhundert) des Dartmoors eine gute Einnahmequelle waren.

West Dart River Der "West Dart River" (Bild laden)

Route: Auf der Weiterfahrt begegnen uns richtige Ponyherden, die wild durch die Gegend streunen, aber neugierig jedes andere lebende Wesen bestaunen.
Besonders natürlich die seltsam zappelnden Radfahrer.

Dartmeet


Route: Wir wählen bei der kommenden Abzweigung die Straße nach Dartmeet und treffen bald auf ein Heer netter Gesellen.
Richtige Ponyherden grasen selbstvergessen auf den weiten Flächen.
Ein kurzer Pfiff genügt schon um die munteren, neugierigen Minipferde anzulocken.

Ponyherde Ganze Ponyherden (Bild laden

Info: Vollkommen natürlich wachsen die Ponys im Freiland auf. Nur das Brandzeichen markiert den Besitzer.
Der zugehörige Hengst lebt in der Herde und wacht achtsam auf seine "Schafe".

Die Jährlinge sehen in ihrem zottigen Teddyfell zum Kuscheln aus.

Fohlen Ein süßer Fratz im Babykleid (Bild laden)

Route: Um auch das abgelegene Innere des Dartmoors kennenzulernen zweigen wir auf kleinere Straßen ab und strampeln recht bergig über Ponsworthy nach Widecome-in-the-Moor.
Hier gibt es einige keltische Reste und einige Reste der früheren Schmelzofenhäuser.


Route: Über eine sehr, sehr schmale Straße fahren wir an in dieser Gegend seltenen Gehöften vorbei. Kaum kommt die Zivilisation näher, sind prompt schon alle fruchtbar erscheinenden Flächen mit Hecken umgeben und so als Eigentum gekennzeichnet.
Zwischen diesen Strauchalleen erreichen wir den schön im Tal gelegenen Ort.
Auffallend ist die schöne Kirche des Dorfes mit seinem mächtigen Turm. Sie wird als die Kathedrale des Dartmoors bezeichnet.

Info: Was uns noch mehr freut sind die zahlreichen Pubs und Cafes. Spontan ergreifen wir die Möglichkeit einen "Creme Tea" einzufahren.

Alter Pub Alter Pub in Widecombe (Bild laden)


Route: Richtig kernig (15% bis 18%) steigt von hier aus die Straße nach Bovey Tracey auf die kommende Bergkette.
Die Stimmung fällt mit jedem Meter, nur die Aussicht, oben die bekannten Felsformationen bewundern zu können, hält uns bei der Stange.

Die Erwartung wird auch nicht enttäuscht. Riesige natürliche Felsburgen krönen die Bergspitzen.

Formationen Faszinierende Aussicht (Bild laden)

Route: Die kleine Straße folgt dem Bergkamm und passiert den gigantischen "Haytor Rock".
Ströme von "Omala und Opala", sprich britischen Senioren, erklimmen die Felsformationen.
Natürlich sind auch jüngere dabei. Selbst Freeclimber versuchen sich an den teils überhängenden Felsen.

Haytor Vale


Haytor Rock "Haytor Rock" (Bild laden)

Route: Auf einer schönen langen Abfahrt mit teils sehr steilen Abwärtspassagen erreichen wir Bovey-Tracy.
Hier kann getrost übernachtet werden.

Die Straße nach Moretonhampstead (A382) führt teils hügelig durch schon wieder bewaldete Gebiete. Der Verkehr nimmt hier zu, bitte Vorsicht!

 


Info: Moretonhampstead liegt auf einer Anhöhe. Im Vergleich zu den umliegenden kleinen Orten scheint es der Nabel der Welt zu sein. Zahlreiche Geschäfte, Pubs und Cafès finden sich in dem lebendigen Ort.

Sehenswert ist die Kirche und sein typisch englischer Friedhof.

Bovey-Tracy Friedhof in Moretonhampstead (Bild laden)

Route: Auf der B3212 verlassen wir das Dartmoor in Richtung Exeter. Die Landschaft wird wieder ebener und lieblicher.


Exeter Die bekannte Kathedrale Exeter (Bild laden)

Info: Die Kelten siedelten hier und wurden im Jahre 50 n. Chr. von den Römern vertrieben. Diese gründeten hier die Stadt "Isca Dumnoniorum". Nach dem Abzug der Römer gründete man im 7. Jahrhundert ein Kloster, in dem der Mönch Bonifatius, der spätere Heilige, unterrichtet wurde.
Die Kathedrale St. Peter wurde im 12. Jahrhundert erbaut.
Wahrscheinlich nutzte man die römische Stadt mit wenig Änderungen.
Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Exeter stark durch den Export von Tuch und Zinn.

Ein absolutes Muss ist die Besichtigung der über 850 Jahre alten Kathedrale St. Peter in Exeter. Zahlreiche steinerne Figuren schmücken die Front der riesigen Kirche.
In Richtung der Innenstadt finden Sie den feudalen, früheren Bischofssitz.
Der Rest der Stadt ist fast ländlich familiär: Kleine Läden, freundliche Pubs und gute Restaurants.
Am historischen früheren Kai finden Sie viele Läden mit Kunstgewerbe, Nippes und Antikem.

 

 

Ansclusstour



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