|
Am Rande der schwäbischen Alb und zu Beginn des oberschwäbischen
Moränengebietes, liegt die altehrwürdige Stadt Scheer
an einer engen Donauschleife.
Bedingt durch die taktisch vorteilhafte Lage, war Scheer schon
von Kelten, Römern und Alemannen besiedelt. Historische
Funde, zum Beispiel ein Altarstein, der dem Donaugott Danuvius
geweiht war, belegen dies in anschaulicher Weise.
Der Ortsname leitet sich aus dem lateinischen "scerrae",
den "Felszacken" ab und schafft so die Verbindung zu
der felsigen Landschaft der von Osten her beginnenden Schwäbischen
Alb.
Im zehnten Jahrhundert tritt der Ort erstmals in den Annalen
auf. Ab 1289 ist Scheer habsburgische Stadt mit mächtigen
Befestigungsanlagen.
Von 1454 bis 1785 gehört es zum Besitz der Truchsessen von
Waldburg, die auch die Anfänge des weithin sichtbaren Schlosses
erbauten. Die Dynastie Thurn und Taxis nennt es bis 1806 sein
eigen, anschließend wird Scheer württembergisch.
Noch heute kann man an den gut erhaltenen mittelalterlichen
Kulturdenkmälern erkennen, daß die Geschichte Scheers
auch mit Wohlstand verbunden war.
Dominierend steht auf einem Bergrücken das weiß glänzende
Schloß. Es ist in privater Hand und liebevoll restauriert.
Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus stammt in ihren Anfängen
aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber im 18. Jahrhundert in den
Barockstil umgebaut. Ein Erdbeben in den 40er Jahren beschädigte
die Fresken im Langhaus der Kirche, sie wurden im selben Stil
erneuert.
Ein besonderer Augenschmaus ist auch das Schlößchen
Bartelstein auf der linken Donauseite. Es stammt aus dem 17.ten
Jahrhundert.
Die Stadt Scheer wuchs in den 60er Jahren aus der verträumten
Idylle in eine angesehene Kleinstadt.
Brauchtum und Kultur haben trotzdem ihren Platz behalten, so
wird auch die über 300 Jahre alte oberschwäbische Fasnet
in Scheer rege gepflegt.
|