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Mir Rad und Schiff von Korfu nach Athen

Radtour mit SChiff und Rad von Korfu nach Athen

Wir sind gerade unterwegs .....

Onlinetagebuch Korfu nach Athen vom 3.5. bis 14.5.2011

 

 

Karte Jakobsradweg

Die Tour beginnt auf der italienisch anmutenden Insel Korfu. Die österreichische Kaiserin Sissy war auch schon dort und hat dort das Achillion - einen Palast - hinterlassen.

Die Fahrt nach Athen passiert geschichtsträchtige Stätten: die Insel Meganisi, die Insel Kefallonia, die Insel Ithaka, dann Delphi.
Ein besonderes Highlight ist der Kanal von Korinth, der die Fahrt um den Peloponnes abkürzt.
Schon Griechen und Römer hatten den Kanal angedacht. Aber erst 1882 wagte man den Bau, der über 80 Meter tief durch puren Fels geschaffen wurde.
Dadurch wurde der griechische Peloponnes zur Insel.
Dann folgt eine Schifffahrt nach Ägina und die Radtour zum Aphaia-Heiligtum.
Athen liegt nun zum Greifen nah.

Veranstalter der Reise
Alle Veranstalter

Literatur dazu:
Karten
Reiseführer Korfu

Reiseführer Athen

Griechische Inseln
Marco Polo Griech. Inseln
Korfu - Ionische Inseln

 

Dienstag 3. Mai 2011: Anreise Korfu

Die Altstadt von Korfu hat erheblichen Einfluss von den Venezianern erhalten.
Enge romantische Gassen, hohe Häuser und zahlreiche Kirchen.


Alte Festung von Korfu


Einkaufsstraße

Einer der typischen Plätze


Mittwoch 4. Mai 2011: Achilleon - und mit dem Auto nach Süden

Das Achilleon ist für alle Fans der Sissi-Film-Fans und Elisabeth-Musical-Fans Pflicht.
Auf einem Hügel oberhalb von Korfu mit gigantischer Aussicht auf Land und Meer ließ Königin Elisabeth eine sehr schöne Villa erbauen.

Im Innern finden sich viele Kunstwerke, die die Kaiserin Elisabeth zu Ehren der griechischen Mythologie kopieren oder sogar anfertigen ließ.


Achill im Todeskampf - der Namensgeber der Villa stirbt

Nach dem Tod der Kaiserin ging die Villa an den deutschen Kaiser Wilhelm über, der - Sissi zu Ehren - noch ein Standbild der Kaiserin beauftragte; es steht heute am Eingang zur Villa.

Mit dem Auto fahren wir an der Ostküste von Korfu weiter und durchqueren die Badeorte Benitses und Moraitika, fahren dann über die Hügel in ein Bergdorf und genießen den sagenhaften Ausblick auf das Meer.
Über die Berge passieren wir zahlreiche Olivenhaine und Zitronenbaum-Anlagen und erreichen dann wieder die Straße nach Süden in der Höhe der "Lagune Korission".


Blick auf das Meer und den See Korission


Alles blüht

Danach fahren wir nach Süden bis unterhalb von "Kavos", dem Ballermann von Korfu.
Hier ist noch Nebensaison und eigentlich noch alles fürchterlich verwahrlost.
Eine wahre Geisterstadt - zumindest in dieser Jahreszeit!
Einzelne Etablissements beginnen jetzt Anfang Mai, alles in Ordnung zu bringen, aber dazwischen liegen noch zahlreiche Bars und Kneipen, die noch überhaupt nichts angefasst haben.


Kanal bei Lefkimmi

Über Lefkimmi fahren wir weiter. Hier ist die Zeit noch stehen geblieben. Zahlreiche alte Häuser und Kirchen liegen an der lang gezogenen Durchgangsstraße.

Auf der Hauptstraße fahren wir entlang der Ostküste nach Norden und halten am "Korission Lake", der nahe am Meer liegt.

Ein ausgedehnter Spaziergang vom See zur Küste führt an Wachholderheiden vorbei bis zum Meer.



Felsen am Meer

Das Wasser ist noch eiskalt, trotzdem baden Einzelne im kalten Mittelmeer.


Auf der Fahrt nach Norden

Wieder auf der Heimfahrt passieren wir das "Kloster Vlacherna" mit der Mäuseinsel, die in der Nähe der Startbahn des Flughafens liegen.


Kloster Vlacherna

Ein Abendessen in der Flaniermeile der Altstadt in Korfu beendet den Abend.


Donnerstag 5. Mai 2011: Der Norden von Korfu - Berge, Klöster und Burgen

Mit dem Auto erkundeten wir heute den Norden Korfus. Da die Ost- und Nordküste voll in der Hand des Pauschaltourismus ist und wir nicht ständig durch verkehrsberuhigte Hotel - und Campingbereiche fahren wollten, wählten wir den Weg über die Berge.
Der Hausberg der Insel, der 906 Meter hohe Pantokrator sollte auch dabei sein.
Entlang der Küste fuhren wir bis "Pyrgi" und hatten einen schönen Blick auf die Küste.


Meist ist der höchste Berg der Insel wolkenverhangen

Hier zweigten wir ins Gebirge ab und besichtigten noch ein wohl ausgeschildertes Kloster, von dem aber nur noch wenig vorhanden war.
Aber der Geruch von blühenden Zitronenbäumen begeisterte uns dort.

Weiter ging es auf Serpentinenstraßen, auf denen kaum zwei Autos aneinander vorbeikamen, über "Spartilas".
Von dort führt ein meist asphaltierter Weg in Richtung des verlassenen Klosters, das auf der höchsten Spitze des "Pantokrator" liegt.
Durch Wolken, mit wenig Sicht, ging es die letzten Meter hoch.


Kloster auf dem Pantokrator

Wie auf Bestellung verzogen sich für einen Moment die Wolken und gaben die Sicht auf das über 900 Meter tiefer liegende Meer frei.


Blick auf's Meer, das über 900 Meter tiefer liegt



Olivenhaine finden sich überall

Auf einer kleinen Landstraße fahren wir nun nach Westen und müssen auf zahlreichen Serpentinen hinunter auf Meereshöhe fahren.



Bergab auf Serpentinen

An der Küste erreichen wir den Ort Paleokastritsa, der traumhafte Buchten mit smaragdgrünem Wasser und schöne Sandstrände hat.


Smaragdgrünes Wasser

Auf einem Berg liegt das Kloster Panagia Theotokos, das auch zu Fuß erreichbar ist.


Ziegen und Schafe auf dem Weg zum Kloster


Ausblick auf das Meer

Auf schmalen Bergstraßen fahren wir weiter bis Krini.


Überhängende Felsen

Weiter nördlich liegt eine ehemalige Schutzburg aus der byzantinischen Zeit. Die Reste der Burg wurden mit EU-Mitteln restauriert.

Angelokastro - ehemalige byzantinische Schutzburg

Landschaftlich beeindruckend geht es über den Trumbeta-Pass wieder zurück nach Korfu-Stadt.

Abendstimmung in Korfu

Ein romantischer Sonnenuntergang und hohe Wellen am Ufer begleiten unser Abendessen am Strand.


Freitag 6. Mai 2011: Flaschenpfand und die Kultur

Einen Euro sollten die Geschäfte in Korfu für eine Kunststoffflasche an Pfand verlangen, dann wäre die Landschaft frei von den üblen Kunststoffflaschen.
Denn so viele, wie hier auf Korfu, haben wir noch nirgends in der Landschaft liegen sehen.
Und es sind nicht nur die Touristen...

So braucht es nicht auszusehen!

Heute war unser letzter Tag mit Mietwagen, deshalb gestalteten wir unseren Tagesablauf lokaler.

Erst besichtigten wir eine byzantinische Kirche, die auf den Grundmauern der früheren Agora erbaut wurde. Die Kirche "Agios Spyridnas" wurde 1590 mit Resten der früheren Siedler erbaut und wurde teilweise mit EU-Mitteln wieder begehbar gemacht. Aber das ist schon lange her.

Kirche "Agios Spyridnas"

Die "Villa Mon Repos" im Stadtteil Kanonis war unser zweiter Anlaufpunkt. Hier wurde der Prinzgemahl Phillip, der Mann der englischen Königin Elisabeth geboren.

Villa "Mon Repos"

Die Villa liegt traumhaft direkt am Meer mit Blick ins benachbarte Albanien.

Blick von der Villa "Mon Repos" nach Osten.

Um die Villa liegt ein riesiger Park, in dem teilweise die Ausgrabungen des antiken Korfu liegen.

Griechische Reste von den ersten Siedlern Korfus

Wir besichtigten eine "Dorische Säulenhalle", einen Tempel der Hera und weitere antike Stätten im wunderschönen Park der "Villa Mon Repos".

Danach erreichten wir auf touristischen Pfaden die Halbinsel "Kanoni" und hatten einen Traumblick auf das Kloster "Vlacherna" und die "Mäuseinsel".
Da wir lange vor den Massen ankamen, hatten wir beide Attraktionen noch für uns alleine.

So nah fliegen die Flugzeuge am Kloster vorbei - es liegt nur zweihundert Meter von der Landebahn entfernt

Mit einem Boot für 2,50 Euro gelangt man zur Mäuseinsel, auf der eine kleine byzantinische Kapelle aus dem 16. Jhr. liegt. Sie diente wohl als Vorlage für das Bild von Böcklin "die Toteninsel".
Wir wunderten uns schon, weshalb drei Boote auf Touristen warten und ausser uns nur noch zwei Gäste den Service in Anspruch nahmen.

Blick auf Kloster und Mäuseinsel (hinten)

Auf der Rückfahrt erfuhren wir warum. Plötzlich kamen Busse mit Kreuzfahrttouristen an und besetzten die Insel wahrlich.
Aber wir waren schon auf dem Weg zum Flughafen und gaben das Auto zurück.

Auf dem Heimweg zu Fuß ging es an der Uferpromenade zurück. Korfu bildet mit seinen Festungen einen echten Hingucker.

Die alte Festung liegt als Insel vor Korfu

Und im Hintergrund lag heute der wolkenlose "Pantokrator", der mit seinen 905 Metern das ganze Land überragt.

Dass nicht immer Kirchen die höchsten Gebäude sein müssen, beweist dieses Bild. Ein siebenstöckiges Haus überragt die blumengeschmückte Kirche.

Ein Altstadtrundgang durch noch nicht erkundete Gassen beendete den Tag.


Samstag 7. Mai 2011: Tansfer nach Nitri und erste Radtour

Morgens besichtigen wir noch die letzten Gassen der Altstadt von Korfu, finden wieder neue Plätze und Häuser, die wir noch nicht gesehen haben.

Ehemaliges britisches Regierungsgebäude - heute ist es Museum für asiatische Kunst

Durch die venezianisch anmutende Gassen

Auch eine sehr nette Nonne treffen wir in einem alten Kloster mit Ikonen von 1600. Sie spricht gut englisch und wünscht uns eine schöne Radtour.

Letzter Blick von der Hotelterrasse im 6. Stock

Dann holt uns das Taxi von Inselhüpfen ab und bringt uns zur Fähre nach Igoumenitsa auf dem Festland von Griechenland.

Blick von der Fähre auf Korfu

Von dort geht der Transfer weiter mit einem kleinen Bus nach Nidri auf der Insel Lefkas. Der Hafen und die Lage sind wunderschön, das Wetter super und wir checken auf der "Panagiota" ein, die für die nächste Woche unser Zuhause sein wird. Den Schlafsack für die Übernachtungen an Deck hat Heike schon bereit...

Die Reiseleiter Reka und Lars erklären uns alles Wichtige und dann radeln wir gleich los zur ersten Schnuppertour auf Lefkas. Durch Olivenhaine und Zitronen-Anlagen geht es zu einer kleinen Schlucht; die letzten 1000 mtr gehen wir zu Fuß zu dem Wasserfall am Ende. Sehr beeindruckend.

Wasserfall in der Schlucht

Zurück durch Olivenhaine in der Abendsonne zum Schiff.

Jeder Olivenbaum hat seine Charakteristik

Dann gibt es gegenüber im Lokal vom Kapitän ein super leckeres Abendessen für die ganze Gruppe von 12 Personen; es kommen Teller mit allen griechischen Spezialitäten auf den Tisch, jeder kann nehmen, was er mag und wie viel:

Griech. Salat, Tzatziki, Knobloch-Kartoffelpüree, fritierte Zuccini und Auberginen; panierter Feta, gebackene Shrimps, Pommes, Schweinefleisch, Rindfleisch, Fleischbällchen, versch. frische Fische und danach Obst.

Kaffee und der obligatorische Ouzo runden das tolle Festmahl ab.

Abendstimmung in Lefkas


Sonntag 8. Mai 2011: Rundtour auf Meganisi und Radtour auf Lefkas

Nach dem ausgiebigen Frühstück starten wir mit Lars und Reka zur ersten Fahrradtour des Tages. Gleich davon zwei soll es heute geben.

Zur ersten Tour nehmen wir die Fähre nach Meganisi und passieren die Privatinsel von Onassis. Die Fähre legt in "Vathi" an.

Fähre nach Meganisi

Von dort geht es durch den alten Hafenort und dann zweigen wir nach rechts auf eine sehr steile Fahrstraße ab und radeln entlang von Olivenhainen auf die Hügel.

Ausblicke aufs Meer

Natürlich geht es bald wieder bergab und wir fahren auf Meeresebene weiter bis es wieder bergauf nach "Katomerie" geht.

Wir passieren das Bronzestandbild eines Freiheitskämpfers und Lars und Reka informieren uns über die Geschichte Griechenlands.

Lars und Reka erklären die Geschichte Griechenlands

Über einen Aussichtspunkt mit tollen Blicken auf Buchten radeln wir weiter und erreichen schließlich den Ort "Spartochori".
Freundliche Einheimische grüßen uns hier und wundern sich, dass man auf Fahrrädern gerne und freiwillig fährt.

Gruppenbild unseres Teams

Bergab geht es nun hinunter zum Meer und wir folgen der Küstenstraße bis zum Hafen "Vathi".

Ausblick auf die Bucht

Hier wartet schon unser Schiff "Panagiota" und bringt uns zu einem Schwimm-zwischenstopp an der Privatinsel "Skorpios" von Onassis.
Hier gibt es von unserem Koch ein leckeres Mittagessen mit viel Gemüse, Salaten, Fischen und gefüllten Gemüsen, danach Obst.

Bei "Skorpios", der Privatinsel von Onassis

Weiter geht es mit dem Boot nach "Nidri".

Hier startet die zweite Radtour über "Steno", "Vlicho" nach "Katochori".
Sieben Kilometer geht es auf einer schön asphaltierten Straße mit wenig Verkehr bergauf.
Die Straße umrundet dann mit herrlicher Aussicht auf die Buchten und das Meer einen Berg und führt auf großer Höhe in Richtung "Sivros".

Blick von der Höhenstraße

Eine traumhafte Straße führt oberhalb der Olivenbaumgrenze durch Ginsterfelder.

Ginster beherrscht hier die Fauna

Kurz vor "Sivros" geht es wieder bergab und wir passieren traumhafte Olivenbaumhänge bis "Sivros".

Minikapellen als Wegzeichen

Über Serpentinen radeln wir mit schönem Blick auf Berge und Meer wieder ins Tal und erreichen die Hafenstadt "Vasiliki".

Von hier aus bringt uns das Schiff "Panagiota" zur Insel "Ithaka".

Gemeinsames Abendessen

Der Kapitän empfiehlt ein Lokal, das wir alle besuchen, und wir essen sehr gut, mit Knoblauchbrot als Vorspeise, allerlei griechischen Spezialitäten, Rotwein und Weißwein aus der Region, als Absacker einen Grappa und danach wandeln wir alle satt und zufrieden zum Schiff.


Montag 9. Mai 2011: Radtour auf Ithaka

Die heutige Radtour startet in "Vathy" auf Ithaka am Hafen.

Start am Hafen von Vathy

Sie führt erst eben, dann über einen Bergsporn wieder hinunter in eine sehenswerte Bucht.

Blick in die Bucht von Vathy

Dann beginnt der Aufstieg, der an der engsten Stelle der Insel gut 200 Höhenmeter nach oben führt.
Traumblicke nach links auf Keffalonia und nach rechts in die Bucht von Vathy begeistern alle.

Blick auf Keffalonia

Hier trennt sich die Gruppe in die anspruchsvollere Strecke auf den Berg (rund 700 Höhenmeter), vorbei an einem Kloster mit prächtiger Ausstattung, nach "Anogi" und dann bergab bis "Stavros".

Blick von der höchsten Stelle auf die Bucht von Vathly

Gigantische Ausblicke sind hier auf die Insel Ithaka mit der Bucht bei Vathly möglich:

Wahre Kletterkünstler sind die Ziegen auf dem Berg in der Nähe des Klosters

Bergziegen, die nur hier oben weiden, begeistern die Radfahrer durch ihre Kletterkünste.

Die leichtere Tour (aber auch 350 Höhenmeter) führt nach einem gemeinsamen Anstieg über die Engstelle bis zur Abzweigung am Hang der Insel mit Sicht auf Keffalonia weiter.

Nach dem gemeinsamen Anstieg führt die Strecke am Hang weiter

Auf dieser Tour hat man sehr schöne Ausblicke auf Keffalonia und passiert den Ort "Lefki".

Wunderschöne Bucht vor Stavros

In "Stavros" vereinigen sich beide Varianten wieder.

In Stavros gibt es ein Museum, in dem das vermeintliche Beweisstück, dass Odysseus gelebt hat, aufbewahrt wird.
Leider hat das Museum geschlossen.

Kirche in Stavros

Die Schule des Homer ist dort ebenfalls beheimatet.
Unsere Tour geht weiter und passiert einige kleine Orte, bis wir schließlich in "Frikes" ankommen.
Historische Wachtürme behüten den Ort noch symbolisch.

Ankunft in Frikes

Am Hafen ist zwischenzeitlich die "Pangiota" eingetroffen. Wir gehen an Bord und haben die Möglichkeit zu baden.
Dann gibt unser Koch mit seinem Team wieder sein Bestes und das Essen startet mit den Vorspeisen. Als Hauptgang gibt es einen leckeren gegrillten Fisch.
Zum Nachtisch eine griechische Spezialität, vergleichbar mit dem "kalten Hund" in Deutschland.

Dann setzt das Boot auf einer einstündigen Fahrt zur Insel Keffalonia über.

Ankunft in Fiskardo

Abends wandern wir gemeinsam zu einer ehemaligen, venezianischen Festungsruine und genießen den Ausblick aus Meer.

Alte venezianische Festung

Lars erklärt uns in schönen Geschichten Storys von den alten Göttern und ihren "Lastern".
Es geht weiter zum alten Leuchtturm.
Hier überrascht uns Reka mit einer Kollegin vom Küchenteam, die hier beide "rosenbekränzt" warten und uns vom bekannten örtlichen Weißwein "Robiola" probieren lassen.

Weinprobe mit Reka und Joanna

Dazu gibt es Sesamstangen mit Olivenkrem (Oliven mit Frischkäse und Öl vermischt) - ganz lecker!

Bei der Weinprobe

Eine sehr nette Geste unserer Reiseleiter, bei denen man merkt, dass sie ihre Aufgabe als Berufung ansehen.

Das Abendessen ist heute individuell und die "deutsche" Gruppe isst direkt am Hafen wieder ganz fein mit versch. griechischen Spezialitäten, Wein und Ouzo. Die Kanadier und Tasmanier haben sich separat zum Essen verabredet. Die Gruppe harmoniert aber sehr gut. Das ist nicht selbstverständlich auf so engem Raum.


Dienstag 10. Mai 2011: Radtour auf Keffalonia

Die heutige Radtour startet in"Fiskardo" und führt zunächst an der Promenade und danach an einer traumhaften, türkisgrünen Badebucht vorbei.
Dann beginnt ein Anstieg, der sich durch die Orte Mazoukata und Manganos fortsetzt. Vorbei an Häusern mit herrlichem Blumenschmuck, Olivenhainen, Kräuterwiesen geht es hinauf zur Höhenstraße.

Es geht zunächst gut 200 Höhenmeter bergauf

Diese führt mit herrlichen Ausblicken auf die andere Inselseite, wir haben also Fernsicht auf beide Seiten der Insel.

Blick auf Ithaka

Bis Vasilikates geht es noch leicht bergauf, dann beginnt eine sehr, sehr schöne Abfahrt am Rande der Berge.

Venezianische Burg Asos

Höhepunkte sind der Blick auf die ehemalige venezianische Burg Asos, danach der Blick auf den "schönsten" Strand Griechenlands, den "Myrtos Beach". Das Wasser ist dort von dunkelblau bis helltürkis.

Der schönste Strand Griechenlands

Durch kleine Orte geht es quer über die Insel nach Agh Efimia, das auf der Ostseite der Insel liegt.

Im Tal liegt Agh Efimea

Nach einer Kaffeepause im Hafen geht es an der Uferstraße weiter zur Höhle in Melissani, die Grotte der Nymphen. Dort haben einst die Nymphen alle Männer "zu Tode geliebt", die sich in die Grotte gewagt haben. (Schöner Tod, oder???) Das Wasser in der Höhle ist Brackwasser, obwohl es mehrere Meter über dem Meeresspiegel liegt. Es ist glasklar und hat Spiegelungen an der Oberfläche, weil dort durch eine Öffnung die Sonne auf das Wasser scheint.

Grotte der Nymphen

Mit einem kleinen Boot werden wir durch die Höhle mit Stalaktiten gefahren.

Rundfahrt durch die Grotte

Anschließend geht es die restlichen 3 km weiter bis zum Hafen von Sami, wo unser Kapitän auf uns wartet.

43 km, rund 600 Höhenmeter.

Eine richtige Kreuzfahrt von rund 7 Stunden beginnt nun Richtung Peloponnes.

Das späte Mittagessen ist an Bord - wieder ganz lecker mit griech. Lauchrisotto, Vorspeisen und Joghurtcreme.

Abends passieren wir die geniale Brücke "Rion Antirio", die das Festland mit dem Peloponnes verbindet. Eine architektonische Meisterleistung!

Auch das Abendessen ist an Bord - passend mit Sonnenuntergang, weil wir ankern, der Hafen am Ziel ist zu klein für unser Schiff.


Mittwoch 11. Mai 2011: Kulturtag in Delphi

Da wir letzte Nacht nicht im Hafen angelegt hatten, sondern vor dem Hafen am Anker lagen, wurden wir heute morgen mit dem Beiboot "ausgeschifft".

Die Panagotia liegt in Sichtweite der Brücke "Rion Antirio" vor Anker

Die Stadt heißt heute "Nafpaktos". Im 16. Jahrhundert fand hier die entscheidende Schlacht (Schlacht bei Lepanto im Jahr 1571) gegen die Osmanen statt.

Der Hafen hat noch seine historische Mauern und ist bis zur Burg auf dem Hang ummauert.

Im Hafen von Nafpaktos

Unser Bus kam superpünktlich. Die Fahrt nach Delphi führte am felsigen Ufer über verschiedene Landzungen entlang, dann kam die Abzweigung ins Landesinnere, vorbei am größten zusammenhängenden Oliven-Anbaugebiet Griechenlands. Die Straße windet sich über Serpentinen hinauf in die Berge.

Das alte Delphi liegt auf großer Höhe am Rande des Berges "Parnaß".
Es galt als bekanntestes Orakel der Antike. Jede große Entscheidung wurde dort getroffen.

Der Wagenlenker von Delphi

Durch den Mund von Jungfrauen deuteten Priester den Willen des Gottes Apollon, die Sprüche waren jedoch unterschiedlich zu deuten. (Die Politik 500 Jahre vor Christus unterscheidet sich also nicht wirklich von der heutigen...).
Die Ruinen wurden zufällig Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Französische Archäologen gruben das Heiligtum aus und verlegten das dort bestehende Dorf, das auf den Ruinen errichtet worden war.

Modell des antiken Delphi

Heute steht in Delphi ein modernes Museum, in dem die wichtigsten Funde, die noch erhalten sind - vieles wurde zerstört oder entwendet - vor Ort ausgestellt sind.

Die Sphinx von Delphi

Hinter dem Museum beginnt die Ausgrabungsstätte.

Der Blick auf das Theater

Ein ausgeschilderter Weg berührt die verschiedenen Highlights: den Apollontempel, die verschiedenen Tempel der Städte, das Theater und das Stadion.

Der Apollontempel

Der Bus bringt uns anschließend nach "Galaxidi", Lorenzo holt uns wieder mit dem Beiboot ab und wir nehmen auf dem Schiff das Mittagessen ein.

Mit dem Beiboot zurück

Besonders begeistern uns der scharfe Maissalat und die gefüllten Weinblätter.
Als Hauptgang gibt es Souflaki, das mit eingelegtem Schweinefleisch besonders zart zubereitet wurde.

Unser Koch kredenzt uns wieder Köstlichkeiten

Währenddessen hat der Kapitän schon abgelegt und wir fahren wieder rund 5 Stunden in Richtung Korinth.

Übernachtet wird heute im Hafen von Kiato, wo wir noch einen Strandrunde mit dem Fahrrad drehen und danach mit Reka in einem feinen Lokal essen gehen.


Donnerstag 12. Mai 2011: Kanal von Korinth - Radtour nach Epidauros

Die Nacht hatten wir in "Kiato" verbracht.

Schon um halb Sieben fährt der Kapitän für die eineinhalb Stunden Fahrt los und die Mannschaft richtet das Frühstück auf acht Uhr. Da wird kurz vor dem Kanal angelegt.

Morgenstimmung vor dem Kanal von Korinth

Bis 8.45 Uhr konnten wir frühstücken (unter anderem wieder griech. Joghurt mit Honig), dann dürfen wir in den Kanal, in dem Einbahnverkehr herrscht.
Am westlichen Ende beginnt die Landschaft recht flach.
Bald begannen die bis zu 80 Meter hohen Felswände des 6343 Meter langen Kanales.

Durch den Kanal von Korinth

Es ist schon beeindruckend, wenn man durch den nur 24 Meter breiten Kanal fährt und beidseits die Wände so hoch sind, ein Gefühl wie in einem Canyon. Es ist auch ganz imposant, wenn hinter unserem Segelboot ein großes Transportschiff fährt, das fast die ganze Breite des Kanals beansprucht.

Größeres Schiff

Am östlichen Ende des Kanals müssen wir anhalten und die Gebühr für die Durchfahrt (10 Euro pro Meter Schiffslänge) bezahlen.

Dann geht es im Saronischen Golf weiter.
In den Orten längs des Ufers sieht man erstmals vereinzelte Gebäude, die auf Industrie schließen lassen.
Noch eineinhalb Stunden verläuft die Schifffahrt an der fast unbewohnten Küste entlang.

Wir fahren in den Hafen von "Palea Epidauros" auf der Halbinsel Argolis ein und starten bald darauf zu unserer Radtour ins antike Epidaurus.

Bergauf ins antike Zentrum

Die Etappe führt entlang von Orangenplantagen, in denen die Bäume voller Früchte hängen und gleichzeitig in voller Blüte stehen.

Orangenblüten

Ein betörender Duft durch die Zitrusblüten liegt in der Luft.
Die alte Straße nach "Epidauros" führt ohne großen Verkehr durch ein Tal rund 13 km bergauf nach Ligurio.
Von dort geht es noch etwa 5 km weiter bis zur Ausgrabungsstätte.

Unsere Guides überraschen uns dort mit einem Picknick mit griechischen Spezialitäten. Auch das gute, vom Schiffskoch gemachte Tzatsiki ist dabei.

Picknick am Asklepion

Der Ort war das bedeutendste Heiligtum des Asklepion. Zugleich Heilstätte als auch kulturelles Zentrum. So gab es ausser den medizinischen Therapiegebäuden auch ein Theater und ein Stadion.

Das große antike Theater, das 14.000 Zuschauern Platz bietet

Das Theater ist in weiten Teilen erhalten geblieben. Dort können sage und schreibe 14.000 Personen Platz nehmen. Die Akustik ist so gut, dass man eine Münze auch in den oberen Rängen fallen hört.
Eine junge Musikstudentin singt ein ergreifendes Lied, das stürmischen Beifall findet.


Reste des Tempels

Die Rückfahrt folgt der neuen Straße, die zwar am Anfang nochmals ansteigt, dann aber konstant den Berg hinunter führt. Eine landschaftlich wieder wunderschöne Fahrt zurück zum Schiff in "Palea Epidauros".


Die Blüten und Früchte sind gleichzeitig an einem Baum

Nach der Radtour, rund 30 km und knapp 500 Höhenmeter machen wir noch eine kleine Wanderung vom Hafen aus.


Fischerboote am Hafen

Dort finden wir noch Ausgrabungen des antiken Ortes. Auch hier ist das Theater noch gut erhalten.


Theater in der antiken Hafenstadt

Der Abend klingt mit einem tollen Abendessen auf dem Schiff aus. (Vorspeisen: Griech. Salat, Frischkäsedipp, Tzatsiki, geröstete Paprika, gegrillte Zuccini, dann Hähnchen mit Reisnudeln und Tomatensauce und zum Dessert was Quarkstrudel-Ähnliches.

Ein Teil der Gruppe beim Abendessen

Unser Koch gibt wieder alles - ganz klasse.

Die beiden Jungs - Lorenzo und Leonidas - tanzen für uns anschließend erst Sirtaki und dann machen alle mit - erst Sirtaki, dann einfach Polonaise und Tanz.

Lorenzo und Leonidas beim Sirtakilehrgang

Die Crew besteht wirklich aus Tausendsassas.


Freitag 13. Mai 2011: Letzte Radtour auf Ägina zum Aphaiatempel

Das Schiff legt heute morgen schon um sieben Uhr ab. Das Frühstück gibt es während der Fahrt.

Wir erreichen die Insel Ägina gegen 9 Uhr und machen gleich ein Gruppenbild.


Gruppenbild mit der ganzen Crew

Dann starten wir zur letzten Fahrradtour und fahren von Hafen aus nach links um die Insel. Auf einer traumhaften Küstenstraße durchqueren wir Plakakia, Kazatzaki und Kamara.


Ausblick aufs Meer am antiken Hafen

Die Tour geht weiter bis nach Vagia, dort zweigen wir nach rechts ab und fahren in Richtung der Hügel.
Durch Pistazienplantagen und Pinienwälder erreichen wir die Straße zum Aphaiatempel.


Fruchtstände am Pistazienbaum

Ägina ist die Pistazieninsel. Obwohl sie nicht gerade groß ist, werden hier 3% der Weltproduktion an Pistazien erzeugt.


Olivenhaine mit Blütenmeer

Es geht nochmals in Serpentinen bergauf und wir können die sagenhafte Aussicht bis zur Akropolis genießen.

Das Aphaiaheiligtum wurde im 5. Jahrhundert vor Christus auf den Resten eines früheren Tempels neu erbaut.


Aphaiatempel

Im angegliederten Museum kann man noch Details des Tempels besichtigen.


Figuren am Fries des Tempels im Museum

Die Tour führt zurück in ein Strandbad und dann von Meereshöhe über Hügel zum Kloster Nektarios.
Am Berg beim Kloster sollen einmal 365 Kapellen gestanden haben.
Fünfunddreißig davon kann man noch heute sehen.


Im Hintergrund sieht man den Hügel mit den Kapellen

Die Straße zum Kloster passiert wieder Pistazienhaine.


Kloster Nektarios

Danach verläuft der Radweg am Hang entlang bis zum Hafen. Zahlreiche Kapellen liegen am Weg bis zum Hafen in Ägina.


Kapelle am Weg

Die Abfahrt zum Hafen hat viele schöne Ausblicke.

Das Mittagessen findet während der Überfahrt nach Athen statt.


Mittagessen an Bord

Gegen 17 Uhr kommen wir im Segelhafen von Piräus an und können noch die Gegend erkunden. Beeindruckend sind die Promi-Yachten, die wahrscheinlich Millionen kosten.

Letztes Abendessen an Bord ist um 20.30 Uhr. Ein schöner Abschluss der gelungenen, von vielen landschaftlichen und kulturellen Eindrücken geprägten Tour.
Es gab: Griechischen Salat, eine Creme aus geröstetem Auberginen, dann Moussaka und als Abschluss ein gigantisches Obstteller.


Der Nachtisch



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