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Fahrradtour im Killarney Nationalpark - Gap of Dunoe

Killarney Nationalpark

Rundtour im Nationalpark über zwei Traumpässe


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Kurzbeschreibung:



Die Krönung der irischen Tagestouren: Die Tour startet in Beaufort am River Laune und überquert entlang von Seen zuerst das landschaftlich traumhafte Gap of Dunloe. Nach dem Pass geht's steil bergab ins Black Valley.
Entlang des Owenreagh-River führt die Tour nach Westen und steigt dann kräftig zum Molls Gap hoch. In Aussichtslage folgt die Tour der N71 mit sagenhaften Ausblicken auf den Nationalpark.
Nach Killarney geht es am Lough Leane-See entlang nach Beaufort zurück.

Streckenlänge: 65 km, Tagestour

Höhenunterschied: über 700 Höhenmeter verteilt auf zwei Pässe (Gap of Dunloe, Molls Gap) und viele kleine, teils heftige Steigungen.

 

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Karte:


Karte Killarey Nationalpark

 

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Karten 1:50.000
Bücher und Karten 83 KERRY (CAHERCIVEEN)
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Streckenverlauf:


Wir fahren von unserem Ausgangspunkt in Killorglin mit dem Auto eine kurze Strecke bis Beaufort und satteln dann auf die Räder um.


Eine gewaltige Kulisse aus den teils über 1000 m hohen Bergen des Macgillycuddy's Reeks liegt vor uns. Dazwischen ein Einschnitt, der niedriger scheint und wie eine Hohlgasse das Massiv durchschneidet. Das muss es sein!

Wir radeln auf der unbenannten Zufahrtsstraße zum Gap of Dunloe gen Süden. Immer näher rückt das sagenhafte Bergmassiv.

Blick aufs Gap of Dunloe Blick auf's Gap of Dunloe (Bild laden)

Es ist noch früh am Morgen. Bis jetzt sind uns noch keine Touristen begegnet, aber ab und zu überholen uns Pferdekutschen, was uns befürchten lässt, dass es gegen später zumindest in der Talregion die Spezies "Touristo germanico" geben wird.

Blühende Rhododendronbüsche säumen die Straße. Oft sind ganze Koppeln mit der schönen Strauchpflanze natürlich eingezäunt.

Rhododendren Rhododendron am Weg (Bild laden)

Zahlreiche Pferdekutschen und ein großer Parkplatz kündigen uns den Anfang der Passstrecke an. Nach der früheren Poststation, die heute Anlaufstelle der Touristen ist, schlängelt sich der Weg langsam nach oben und erreicht - mitten zwischen Felsen gelegen - den Coosan Lough.
Whiskeyfarbenes Wasser spiegelt sich in der Sonne in einem tiefen Blau.
Während wir diesen ersten beeindruckenden Ausblick genießen, hören wir ein monotones "Walk,walk,walk", das sich als Motivationsgesang eines Paddys zu seinem Pony entpuppt.
Zwei dicke bleiche Gesichter mit Sonnenbrillen schauen uns erstaunt aus der sicheren Sitzposition aus der Kutsche an. "Wie kann man nur mit dem Rad .." denken die, wir dagegen sind erbost, dass ein einziges Pferd Kutsche und drei Personen den Berg hochziehen soll.

Nach zwei weiteren Serpentinen erreichen wir den recht großen "Black Lake", von dessen Ufer aus wir schon fast das richtige Gap erblicken können.

Black Lake Der Black Lake (Bild laden)


Die geschotterte Straße führt am Seeufer entlang traumhaft weiter. Saftige Wiesen oder zumindest grüne Schilfflächen liegen im Tal. An den Berghängen findet man ausschließlich karge Felsen .

Nach den Häuserresten einer früheren Kupfermine liegt eingebettet in Rhododendren der Auger Lake.

Augerlake Der Augerlake (Bild laden)

Ab hier wird es richtig steil und wir sind froh über unsere Mountainbikes. Die breiten Reifen bieten wenigstens Halt zwischen den Schottersteinen der Passstraße.

Auf alten Steinbrücken, die uns an die Viamala erinnern, überqueren wir den kleinen River Loe, der die Seen verbindet. Am höchsten See, dem Black Lough - er macht seinem Namen durch das fast schwarze Wasser alle Ehre - machen wir eine kurze Pause und bestaunen die Felsformationen und den Blick ins Tal.
Trotz großer Steigung begegnen wir auch hier immer wieder den kurzen Rufen "Walk,walk,walk" und man sieht hier die Paddys, die ihre Tiere lieben: Sie steigen ab und laufen neben den Ponys bergauf.

Noch drei Serpentinen und wir sind auf dem Pass.
Gewaltig ist der Ausblick auf beide Seiten: Nach Süden zeigt sich schon hoch über dem unter uns liegenden "Black Valley" das "Molls Gap". Hinter uns das durch seine treppenartig angelegten Seen interessante Gap of Dunloe.
Ein Königreich für eine Panoramakamera! Aber leider ist der Akku leer!
Das heißt aber, wir müssen nochmals hierher!

Die Abfahrt ins Black Valley wird durch zahlreiche Halts unterbrochen, kaum hundert Meter gefahren bietet sich ein noch schönerer Blick.

Black Valley Blick ins Black Valley (Bild laden)

Hier holen wir auch wieder unseren tierliebenden Paddy ein, der selbst bergab seine Kutsche verließ und neben seinem Tier ging.
Etwas ungehalten wurde er, als drei Fahrzeuge (alles Touristen in Mietwagen) meinten, auf der kleinen Passstraße fahren und vor allem ihn selbst überholen zu müssen. Er belegte mit seinem Fuhrwerk demonstrativ die ganze Straße.

Ponys haben Vorfahrt Ponys haben Vorfahrt (Bild laden)

Fahrräder dürfen natürlich passieren. Ein Fahrer der Touristenautos spricht uns an. Er ist völlig verzweifelt! Laut seiner "Karte" ist hier eine Straße, aber er weiß nicht mehr, wo er sich befindet.

Wir helfen ihm weiter, denn die Karte entpuppte sich als vergriffenes A5-Blatt, auf dem nichts richtig zu erkennen war. So was nennt sich Urlaubsvorbereitung!

Für uns geht es nun traumhaft weiter. Unterhalb des Molls Gap folgen wir den whiskeyfarbenen Flüssen.

Blick zurück Blick zurück zum Gap of Dunloe (Bild laden)


Whiskeyfarbene Flüsse (Bild laden)

Die Natur wechselt vom Dschungel zur fruchtbaren Ebene. Der Radweg folgt dem langen Einschnitt zwischen den hohen Bergen.

Idylle Idylle neben Idylle (Bild laden)

So langsam nähern wir uns der Abzweigung zum Molls Gap.
Schon aus der Ferne hatten wir mit den Augen den gefürchteten Anstieg gesucht, der uns wieder auf Passhöhe bringen soll, aber die kleine Straße verläuft so in der Landschaft integriert, dass sie nicht auffiel.

Bald sind wir oben Bald sind wir oben (Bild laden)

Kaum sind wir fünfzig Höhenmeter über der Talsohle, wechselt die Vegetation schon in Hochland: Kein Baum, kein Strauch! Wir fühlen uns, als ob wir in 1500 m Höhe wären.
Die Skyline mit den gewaltigen Bergen unterstreicht dies noch mehr.

Nach einem letzten, heftigen Anstieg sind wir am nächsten Etappenziel, dem Molls Gap.

Herrliche Blicke nach allen Seiten tun sich auf! Wie kann ein Land alles auf so kurzer Distanz unterbringen. Irland ist halt doch super.
Zur Belohnung gönnen wir uns - dass wir nicht vom Fleisch fallen - im Pass-Cafe eine Tagessuppe.

Am Berghang entlang radeln wir mit Sicht auf das bewältigte Gap of Dunloe auf der Straße N71 weiter. Leider gibt es hier keinen Alternativweg.
Bald erreichen wir den romantischen Bergsee "Looscaunagh Lough" der traumhaft am Berghang liegt.

Lough Looscaunagh Lough Looscaunagh (Bild laden)

Jetzt beginnt die langersehnte Abfahrt längs der Berge des Killarney Nationalparks. Doch kaum eine Kurve in der wir nicht hielten. Ein Ausblick schöner als der andere.
Die Krönung folgt am "Ladies View". Wenn nicht gerade ein Bus mit Touristen hält, hört man sein eigenes "Aaah!".
Von einem Bergsporn aus sieht man auf das sich unten weit öffnende Tal, links vom Black Valley, über die Seen "Upper Lake", "Muckross Lake", "Lough Leane" bis nach rechts zu den Bergen Torc und Mangerton (835m). Dieser Blick heißt übrigens tatsächlich so, weil Königin Viktoria und ihre Hofdamen bei einem Besuch hier "ihr Entzücken zum Ausdruck brachten".

Ladies View Ladies View ein Muss (Bild laden)

Die weitere Abfahrt führt in einen zusammenhängenden Wald, der nur von blühenden Rhododendren unterbrochen wird. Nach einer Steinbrücke mit passender Kapelle geht es in Serpentinen durch einen Zauberwald bergab.

Am Upperlake entlang erreichen wir Muckross House, dem Landsitz des früheren Besitzers, dessen Vorausschau es zu danken ist, dass dieses zusammenhängende Waldgebiet erhalten geblieben ist.
Nach einem Besitzerwechsel kam es schließlich als Schenkung an den irischen Staat, der es glücklicherweise sofort als Naturschutzgebiet auswies.

Muckross Park Muckross Park (Bild laden)

Der frühere "Park" des Landsitzes ist als wunderschöner Garten zu besichtigen. Ein außergewöhnlich schönes Arboretum mit seltenen alten Bäumen und die tausenden Rhododendren in zig Farben begeistern unser grünes Herz..

Mucross House Muckross House (Bild laden)

In Muckross im Park nehmen wir noch ein Sonnenbad auf der Parkbank und genießen die Eindrücke.

Wir radeln noch quer durch Killarney und prallen völlig unvorbereitet auf das hektische Leben dort. Wir sind das schon nicht mehr gewohnt und düsen deshalb gleich weiter noch die restlichen 15 km bis Beaufort.

Es ist immer noch sonnig und wir fahren deshalb nochmals bis zum Anstieg des Gaps.
Noch ein "irish coffee" im Freien und dann aber ab zum Auto.

Die Belohnung Die Belohnung (Bild laden)


Nach dem Verladen der Räder aufs Auto beginnt das Abenteuer.

Wir fahren erst nach Kenmare, nochmals über das Molls Gap, natürlich nochmals mit vielen Fotostopps, es ist schon 20.30 Uhr.

Die Abendstimmung ist aber ganz herrlich und wir möchten bis Lauragh, das wir von 1997 her kennen. Es soll Ausgangspunkt für den Healy-Pass auf Beara werden.

Das Ortsschild "Lauragh" kommt, ein post office, ein Bauernhof, aber kein Ort. Wir sehen ein Schild "Riverside", B&B und Restaurant 4km, also nichts wie rein.

Wir landen in einem herrlichen Tal voller Rhododendren, mittendrin ein romantischer See mit Insel und Ruine drauf und darüber thront die Passstraße über den Healypass.

Trotz der Uhrzeit wird noch gefilmt und wir sind erst 21.15 Uhr am "Riverside".
Aber wir haben Pech!

Die Lady hat "full" und zu Essen gibt es nur noch was Kleines. Da wir aber erst mal ein Bett brauchen, drehen wir wieder ab.
Wir finden beim besten Willen den Ort Lauragh nicht, es gibt ihn auch nicht, wie wir später noch erfahren. An der Küstenstraße landen wir dann gegen 22.00 Uhr in einem alten Pub, direkt am Hafen von Bunaw (3 Häuser).

Uralt, aber sauber und mit romantischem Ausblick. Wir beziehen ein Zimmer und genießen sogar noch Tee und Riesensandwiches, aber "nur noch" mit frischem Lachs (so nach dem Motto "nach 22.00 Uhr gibt es nur noch Schinkenwurst!").

Im Pub gehört jeder dazu Im Pub gehört jeder dazu (Bild laden)

Schmeckt toll, der Hunger ist gestillt und wir fahren dann noch ein Fläschchen südafrikanischen Cabernet Sauvignon ein. Beim Small talk mit der Wirtin werden wir für unsere Fitness bewundert.

Der Pub füllt sich mit Paddy und Co., leider verstehen wir nicht viel vom Gespräch der Einheimischen , aber die gut siebzigjährige Oma nickt uns - immer wieder freundlich zwischen den Zügen ihrer Zigarette - zu.




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