Jagsttalradweg Etappe 1

JagsttalJagsttal-Radweg Etappe 1:
Sie starten jagstaufwärts in Jagstfeld, einem Stadtteil von Bad Friedrichshall.
Dort gibt es einen gut angebundenen Bahnhof mit Verbindungen an das Fernnetz der Bahn.
Schöne Orte und geschichtsträchtige Städte erwarten Sie am Radweg entlang der Jagst.
In vielen Orten begegnet Ihnen der Ritter mit der eisernen Hand: Götz von Berlichingen. Drei Schlösser, zahlreiche schöne Häuser und römische Reste finden Sie in Jagsthausen, der Heimat des Götzen.
Kulturell finden Sie im Jagsttal sehr schöne kleine Orte mit oft mittelalterlichen Fachwerkhäusern und ehemaligen Burgen oder Schlössern.
Der Marktplatz von Neudenau ist für sein Fachwerk bekannt, gleich darauf erreichen Sie Möckmühl mit der mittelalterlichen Innenstadt. Der "Götzenturm" ist weithin sichtbar.
Ein weiteres Glanzlicht ist das ehemals extrem reiche Kloster Schöntal, dort ist das Grab des Götzen zu finden. Zahlreiche weitere Schlösser und Burgen liegen im lieblichen Tal.
Das Etappenziel ist Kirchberg an der Jagst mit Schloss und der Altstadt erhaben auf dem Umlaufberg.
Sehr angenehm wird Ihnen neben der schönen Landschaft die vorbildliche Ausschilderung, die gute Qualität und Verkehrsabgeschiedenheit des Jagstradweges auffallen.

Ausgangspunkt: Jagstfeld
Endpunkt: Kirchberg
Streckenlänge: 112 km (Vielleicht 2 Tagesetappen)
Fahrzeit: ca. 7 bis 8 Stunden zzgl. Zeit für Besichtigungen
Eignung: Tourenradler, Radeln mit Kindern, E-Bike geeignet
Höhenmeter: 491 m


Übernachten auf der Tour

Hier finden Sie die Übernachtungsliste

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: 491 m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


Orte am Weg - Entfernungstabelle

000,0 km Jagstfeld
006,5 km Untergriesheim
011,0 km Herbolzheim
014,0 km Neudenau
018,0 km Siglingen
021,0 km Züttlingen
026,0 km Möckmühl
033,0 km Widdern
037,0 km Olnhausen
040,0 km Jagsthausen
044,0 km Berlichingen
047,0 km Kloster Schöntal
050,0 km Bieringen
052,5 km Westernhausen
057,0 km Marlach
061,0 km Krautheim
063,5 km Klepsau
068,0 km Dörzbach
072,5 km Hohebach
074,0 km Ailringen
079,5 km Mulfingen
082,0 km Heimhausen
083.0 km Berndshofen
084,0 km Buchenbach
085,5 km Eberbach
088,5 km Unterregenbach
090,5 km Oberregenbach
094,0 km Bächlingen
095,5 km Langenburg
099,0 km Groß-/Kleinforst
101,0 km Elpershofen
104,0 km Leofels
109,0 km Lendsiedel
112,0 km Kirchberg

→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

 

 

Jagstfeld Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Untergriesheim: 0,0 km, ← Jagstfeld: 0,0 km
⊗ ⇐ Ziel: 112 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0,0 km

INFO: Jagstfeld war wahrscheinlich durchgängig von Römern, Franken und Alemannen besiedelt. Es lag an der römischen Handelsstraße von Osteuropa nach Paris.
Im Jahre 1812 wurde ein Salzvorkommen entdeckt und ein Siedewerk errichtet. Heute wird das Salz bergmännisch in Kochendorf abgebaut.

In Jagstfeld mündet der Kocher und unweit davon die Jagst in den Neckar.

ROUTE: Falls Sie per Bahn anreisen oder per Auto am Bahnhof parken, radeln Sie über die "Poststraße" in die Mitte von "Jagstfeld" und folgen dann der "Deutschordensstraße".
Unter der B27 hindurch erreichen Sie die "Friedhofstraße".
Nach einer Rechtskurve kommen Sie zur Bahnlinie und folgen ihr nach links.
Der Radweg bleibt nun neben der Bahntrasse und folgt ihr in Jagstnähe am Hang entlang nach Osten.

INFO: Links der Bahnlinie liegt auf dem Hügel über der Kocher die Ortschaft "Duttenberg".
Nach etwa 3,5 km steht rechts oben am Hang das ehemalige "Schloss Heuchlingen".

Aus einer Burg aus dem 12. Jahrhundert der Herren von Huchelheim wurde mit der Zeit ein Verwaltungssitz des Deutschen Ordens. Zahlreiche Umbaumaßnahmen machten mit der Zeit das Gebäude zum Barockschloss.

INFO: Nach verschiedenen Nutzungen als Kaserne oder Hofgut wurde das Schloss nun "artgerecht" renoviert.

ROUTE: Unterhalb des Schlosses erreichen Sie die L1097, die rechts vom Hang her kommt, und überqueren auf ihr die Jagst.
Etwa 100 Meter weiter, auf der anderen Flussseite, zweigt der Radweg nach rechts ab und folgt einem schönen Weg durch die Felder.

Der Radweg hat aus Landschaftsschutzgründen nur betonierte Fahrspuren, dazwischen wächst Gras.

ROUTE: Der Radweg erklimmt einen leichten Hügel und folgt dann einer einspurigen Asphaltstraße am Hang. Durch einen Wald geht es weiter in Richtung "Untergrießheim".

Ein schöner Blick auf die kleine Jagsttalgemeinde bietet sich schon während der Abfahrt ins Tal.


Untergriesheim


Entfernungen: → Herbolzheim: 4,5 km, ← Jagstfeld: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 105,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 6,5 km

INFO: Untergrießheim ist ein uralter Ort. Wahrscheinlich bestand er schon im 6. Jahrhundert. Urkundlich erscheint er seit dem "Lorscher Codex" im Jahre 767. Wahrscheinlich war in Untergrießheim ein fränkischer Hof.

ROUTE: Der Ort liegt recht der Jagst, der Radweg bleibt aber links der Jagst und unterquert die Brücke der viel befahrenen L1096.

Zahlreiche Kanuten und noch weit mehr Schaulustige treffen Sie oft bei der Brücke vor Untergriesheim an. Fast noch bekannter als für Radfahrer, ist das Jagsttal für Freunde des Kanusports.

ROUTE: Bleiben Sie links der Jagst und radeln auf dem ausgewiesenen Radweg neben der Landstraße L1096.
In zwei großen Schleifen, einer großen Rechtskehre, dann entlang einer Linkskehre erreichen Sie ohne Verkehrsbelästigung den Ortsrand von "Herbolzheim".
Der Radweg bleibt links der der Jagst und unterquert die Brücke.

Herbolzheim


Entfernungen: → Neudenau: 3 km, ← Untergriesheim: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 101 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 11 km

SEHENSWERT: Ruine Heriboldisburg

INFO: Funde aus der Steinzeit und aus der Bronzezeit belegen schon eine Besiedelung vor den Römern. Eine fränkische Gründung bestand seit dem 8. Jahrhundert. Der Teil über der Jagst wurde von den Ungarn zerstört.
Im Hochmittelalter entstand hier die Heriboldisburg der Grafen von Herbolzheim.
Der übrig gebliebene Turm stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Der Turm wurde rekonstruiert und überragt den Ort als Wahrzeichen von "Herbolzheim".

ROUTE: Der Radweg bleibt links der Jagst zunächst auf der "Uferstraße" und verlässt "Herbolzheim".
Außerhalb der Ortes führt ein wunderschön asphaltierter Weg weiter an der Uferbewaldung.

Die Jagst zweigt unvermittelt in einer 90-Gradschleife nach rechts ab.
Der Jagstradweg bleibt noch kurz geradeaus im Wald, wendet sich dann auch wieder in Richtung Jagst und erreicht schließlich "Neudenau".

Neudenau


Entfernungen: → Siglingen: 4 km, ← Herbolzheim: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 98 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 14 km

SEHENSWERT: Mittelalterliche Altstadt, Burgturm, ehemaliges Schloss

INFO: Die Stadt Neudenau geht aus einer früheren Siedlung Buchenau hervor. Im 13. Jahrhundert entstand hier eine noch in Teilen erhaltene Burg. Etwa gleichzeitig wird "Neudenau" als Stadt genannt.
Die Stadt war ummauert, ein Teil der Stadtbefestigung ist noch erhalten.
Der Marktplatz ist von zahlreichen, wunderschönen Fachwerkhäusern umringt.
Allerdings muss man zur Stadt hochfahren, der Radweg bleibt auf Höhe der Jagst.

Der romanische Turm beim Neudenauer Schloss stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist dort ein Museum untergebracht. Das angrenzende, ehemalige Schloss ist neuer.

INFO: Der Marktplatz in Neudenau ist von mittelalterlichen Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert umringt. Besonders markant ist das mit gelbem Fachwerk ausgestattete Rathaus.

INFO: Auffallend sind die zahlreichen Schilder an den Häusern, die Hinweise auf Gastwirtschaften, Handwerksbetriebe oder auch nur auf Bewohner enthalten.

INFO: Die historische Innenstadt von Neudenau hat noch sehr viele historische Fachwerkbauten.

ROUTE: Der Radweg verlässt Neudenau entlang der "Siglinger Straße" entlang der Jagst. Nach etwa 400 Metern zweigt der Radweg nach rechts auf die "Deitinger Straße" ab und folgt der Jagst. Nach einer Baumallee erreicht der Radweg eine Kapelle.

INFO: Die romanische Kapelle St. Gangolf stammt aus dem abgegangenen Dorf "Deitingen". Sehenswert sind die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert.
Bekannt ist die Wallfahrt "Gangolfsritt", bei der jedes Jahr im Mai Reiter zur Kapelle wallfahren und die Pferde dort segnen lassen.

ROUTE: Der Radweg folgt der guten Beschilderung auf einem Asphaltweg im Tal. Ein kleiner Anstieg führt Sie an einigen Höfen vorbei.

Auf der Kuppe passieren Sie einen Reiterhof, dann führt der Radweg steil zur Jagst hinunter. Auf einer hölzernen Radlerbrücke überqueren Sie den Fluss und fahren auf der anderen Flussseite weiter.

ROUTE: Fast zwei Kilometer geht es nun ziemlich gerade auf die Jagstkehre bei "Siglingen" zu.
Die Steilhänge um die Jagstkehre sind mit Weinreben bewachsen.

Siglingen


Entfernungen: → Züttlingen: 3 km, ← Neudenau: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 94 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 18 km

SEHENSWERT: Ulrichskirche, Alte Kelter

INFO: Der Ort "Siglingen" ist schon im 8. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Besitz des Klosters Fulda erwähnt. Es gab auch "Herren von Siglingen", nur wurde deren Burg noch nicht entdeckt.
Siglingen ist ein württembergischer Weinbauort und hat eine "Alte Kelter".

ROUTE: In Siglingen überqueren Sie die Jagst und fahren den Radweg entlang am Sportgelände vorbei. An einer Einfahrt erreichen Sie den straßenbegleitenden Radweg der L1096.
Es geht leicht bergauf. Auf halber Höhe zweigt der Radweg nach rechts ab und führt am Hang über der Jagst weiter.
Ein heftiger Anstieg bringt Sie 20 Höhenmeter bergauf und erreicht dann den Rand der eingezäunten Parkanlagen von "Schloss Assumstadt".

INFO: Schloss Assumstadt war ein Geschenk der österreichischen Kaiserin Maria Theresia an ihren ehemaligen Generalfeldzeugmeister Karl Reinhard von Ellrichshausen. Das Schloss wurde anstelle eines älteren Vorgängerbaues erstellt.
Das Schloss ähnelt dem österreichischen Schloss Schönbrunn.

ROUTE: Nach dem Schloss fahren Sie auf der Zufahrtsstraße zum Schloss an Felswänden bergab und erreichen die L1096.
Sie überqueren die Landstraße (Vorsicht!) und erreichen eine Asphaltstraße zum Schloss Domeneck längs der Jagst.

INFO: Schloss Domeneck liegt etwas versteckt im Wald links der Jagst. Unweit einer Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde nach der Zerstörung im Bauernkrieg Ende des 16. Jahrhunderts ein Schloss errichtet. Allerdings sieht man es nur in der "unbelaubten" Zeit. Im Frühjahr und Sommer versteckt es sich hinter dem Laub.

ROUTE: Der Radweg verläuft im Tal weiter, führt am versteckten Schloss Domeneck vorbei. Der Wald wird weniger und es beginnen Weinhänge.

ROUTE: Nach einer Gärtnerei zweigt der Radweg nach rechts ab und unterquert die Bahnlinie.
Gleich darauf passieren Sie die Kläranlage von "Möckmühl" und radeln an einem Gebäude mit Tanzcafé vorbei.
Einen Kilometer weiter erreichen Sie den "Bahnhof Möckmühl".

Am Ende der Bahnhofsstraße zweigen Sie nach rechts ab und überqueren die Straße "Im Haag" (L1095) und erreichen die historische Altstadt.

Möckmühl Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Widdern: 7 km, ← Züttlingen: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 86 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 26 km

SEHENSWERT: Historischer Marktplatz, Schloss, Stadtmauer und Türme

INFO: Die Gegend um Möckmühl ist sehr geschichtsträchtig. Nach Siedlungen in der Steinzeit, folgten Kelten und Römer. Ab dem Jahre 750 erscheint "Möckmühl" in den Geschichtsbüchern. Im 12. Jahrhundert wurde eine Burg errichtet, allerdings stammt die heute sichtbare Burg aus dem 13. Jahrhundert. Bekannt ist Möckmühl auch für den viel zitierten Spruch des Götz von Berlichingen, der als Amtmann des Herzogs von Württemberg die Stadt verteidigte.
Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt befestigt und die Burg erweitert.
Noch heute ist die historische Innenstadt fast unbeschadet erhalten.

Von der Burg aus verteidigte Götz von Berlichingen die Stadt.
Das Schlossgebäude entstand 1902 auf den alten Grundmauern und ist in Privatbesitz.

INFO: Schöne Fachwerkhäuser, allen voran das historische Rathaus, schmücken die alte Stadt, deren Geschichte eng mit dem "Ritter mit der eisernen Hand" verbunden ist.

INFO: Eine Anschlussmauer verbindet die Stadt mit der Götzenburg. Der "Götzenturm" ist noch sehr gut erhalten, das neuere Schloss steht daneben.

INFO: Am Rathaus ist ein Wappenstein angebracht. An ihm kann man lesen, dass das Rathaus im Jahre 1589 an Stelle eines älteren, baufälligen Gebäudes erbaut wurde.

Wunderschöne Fachwerkhäuser zieren die Stadtmitte von Möckmühl.

ROUTE: Auf der "Hauptstraße" verlassen Sie die Altstadt von Möckmühl und überqueren auf der "Züttlinger Straße" die Jagst.
Nach einer Tankstelle zweigt der Radweg nach links ab und folgt der Trasse der stillgelegten Jagsttalbahn.
Der Radweg umgeht den Umlaufberg in einer 180-Grad Kehre und führt im Tal gegenüber von "Ruchsen" auf der ehemaligen Bahntrasse weiter.

Das Jagsttal ist auf diesem Abschnitt sehr landschaftlich geprägt. Hier "wohnen" Fischreiher und grasen die saftigen Wiesen ab.

INFO: Eine weitere größere Jagstschleife verläuft nach links durch eine wunderschöne Landschaft meist am Waldrand entlang.

ROUTE: Das Jagsttal ist hier tief eingegraben und folgt in engen Schlingen dem Flusslauf.
Gleich danach folgt abermals eine enge Kehre, dieses Mal nach rechts.
Von hier aus sieht man schon die 880 Meter lange schlanke Brücke der A81, die bei Widdern das Jagsttal überspannt. Auf 80 Metern über dem Talgrund geht es dort übers Jagsttal.

ROUTE: Auf dem "Hofackerweg" überqueren Sie die L1047 und radeln von der "Heilbronner Straße" auf die Straße "Götzenwiesen".


Widdern


Entfernungen: → Olnhausen: 4 km, ← Möckmühl: 7 km
⊗ ⇐ Ziel: 79 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 33 km

SEHENSWERT: Früheres Schloss Gemmingen - heute Rathaus, Reste der Stadtmauer, Fachwerkhäuser

INFO: Im Lorscher Codex wurde es im Jahre 774 erstmals erwähnt, bestand aber wahrscheinlich schon seit dem 5. Jahrhundert.
Widdern erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte und besitzt sie noch immer.
Widdern ist mit etwa 1900 Bürgern die kleinste Stadt in Baden-Württemberg.

Die Liebfrauenkapelle steht etwas außerhalb des Stadtkerns auf dem Hügel innerhalb des Friedhofes. Die Kapelle stammt aus dem 13. Jahrhundert und diente als Wallfahrtskirche. Später wurde sie verlängert und mit einem Turm bestückt.

ROUTE: Blick auf das Widderner Stadtzentrum vom Radweg aus.

ROUTE: Der Radweg bleibt rechts der Jagst und erreicht nach der Straße "Götzenwiesen" die "Gemmingschen Gärten".
Weiter im Tal durchquert der Jagstradweg die Randbewaldung einer weiteren Jagstschleife.

ROUTE: Ein großes Stück verläuft der asphaltierte Weg direkt am Ufer des Flusses, abgetrennt durch eine Holzbewehrung. Die ehemalige Bahnlinie verläuft weiter oben.

Der Radweg verlässt den Wald und führt an Feldern vorbei zur Jagstbrücke vor "Olnhausen".

Olnhausen


Entfernungen: → Jagsthausen: 3 km, ← Widdern: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 75 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 37 km

SEHENSWERT: Johanneskirche mit römischen Altarsteinen, Fachwerkhäuser

INFO: Auch "Olnhausen" erscheint schon im Lorcher Codex und muss auch schon vor dem 8. Jahrhundert bestanden haben. Im 13. Jahrhundert gab es wohl schon eine Kapelle, die aber durch die jetzige "Johanneskirche" 1408 ersetzt wurde. Im Innern stehen römische Altarsteine.
Der kleine Ort hat zahlreiche schöne Fachwerkhäuser.

ROUTE: Der Jagstradweg verlässt "Olnhausen" nach rechts auf der "Talstraße" und bleibt dann auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg.
Zunächst geht es eben im Tal weiter, dann steigt der Radweg leicht an und erreicht die L1025.
Neben der Landstraße umfahren Sie einen Hügel und radeln dann entlang der Straße bergab.
Gut beschildert zweigt der Radweg nach rechts ab und umfährt die Kläranlage.
Nach etwa 300 Metern erreichen Sie am Ortsrand von "Jagsthausen" wieder die L1025 und fahren auf ihr zur Ortsmitte.

Jagsthausen


Entfernungen: → Berlichingen: 4 km, ← Olnhausen: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 72 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 40 km

SEHENSWERT: Römische Reste, Burg Jagsthausen, Weißes Schloss, Rotes Schloss, Jakobuskirche, Fachwerkhäuser

INFO: In Jagsthausen hatten die Römer im 2. Jahrhundert ein Kastell mit Thermen erbaut. Das Kastell gehörte zur Überwachung des Limes.
Im 11. Jahrhundert ist "Hausen" erstmals erwähnt. Die erste Burg wurde im 14. Jahrhundert erbaut, die anderen kamen mit der Zeit dazu, da die Familie Berlichingen weit verzweigt war.

Im 15. Jahrhundert wurde die St. Jakobuskirche mit ihrem bulligen, achteckigen Turm erbaut. Trotz zweier Brände sind noch Reste der ehemaligen Wandmalereinen erhalten.

INFO: Wahrscheinlich wurde das Rote Schloss anstelle eines Vorgängerbaues Ende des 16. Jahrhunderts errichtet. Insgesamt drei Schlösser gibt es in Jagsthausen.

INFO: Hier wurde Götz von Berlichingen im Jahre 1480 geboren und verbrachte seine Jugend. Die ehemalige Burg wurde im 19. Jahrhundert vom Ulmer Münsterbaumeister stark umgestaltet. Hier finden heute die Burgfestspiele statt.

INFO: Gleich zwei römische Bäder waren ursprünglich im Kohortenkastell in Jagsthausen. Ein Teil der Ruinen des größeren Gebäudes wurde in den 90-er Jahren ausgegraben und als Freilichtmuseum konserviert.

ROUTE: Von der Ortsmitte zweigt die "Brückenstraße" von der "Schloßstraße" ab und erreicht eine alte Steinbrücke über die Jagst.
Sie folgen der Brückenstraße und zweigen dann nach links auf den gut beschilderten Jagstradweg ab.
Entlang einer Laubhecke geht es nun durch den Talboden zu einer modernen Brücke.

Auf der Radlerbrücke überqueren Sie die Jagst und fahren auf der Gegenseite im Tal weiter.

ROUTE: Zunächst verläuft der Radweg mitten im breiten Jagsttal. Dann verengt sich das Tal in einer weiteren Schleife. Hier treffen sich die Wege von Straße und Radweg.
Weil das Tal dort so eng wird, nehmen beide den selben Lauf.
Der Radweg ist durch Betonsteine vom Verkehr der Straße getrennt.

ROUTE: Der Radweg bleibt an der L1025. Rechts über der Jagst liegt "Berlichingen".

Berlichingen


Entfernungen: → Kloster Schöntal: 3 km, ← Jagsthausen: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 68 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 44 km

SEHENSWERT: Burg Berlichingen, Kirche St. Sebastian

INFO: Berlichingen bestand schon im 8. Jahrhundert. Es ist der eigentliche Stammsitz der Herren von Berlichingen, die hier schon früh eine Burg hatten.
Eine ehemalige Wasserburg ist als hoher Fachwerkbau erhalten.
Die Kirche St. Sebastian wurde 1628 neu erbaut und erst 1845 vollendet.

ROUTE: Der Radweg verlässt "Berlichingen" auf einer eigenen Spur entlang der "Schöntaler Straße". Am Hang entlang geht es flach weiter, bis Sie nach zwei Kilometern die Brücke zum Kloster erreichen.

INFO: Schon aus der Ferne grüßen die barocken Türme des ehemaligen Zisterzienserklosters Schöntal. Es wurde 1157 als Filiale des Klosters Maulbronn gegründet.

Schöntal


Entfernungen: → Bieringen: 0 km, ← Berlichingen: 5,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 65 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 47 km

SEHENSWERT: Ehemaliges Zisterzienserkloster

INFO: Das Zisterzienser-Kloster Schöntal entstand im 12. Jahrhundert auf einem Landstück der Herren von Berlichingen. Als Gegenleistung hatten die Berlichinger das Recht für das Grabgelege.
Im Jahre 1418 wurde das Kloster reichsunmittelbar und war fortan nur noch dem Kaiser unterstellt.
Das Grab des Götz von Berlichingen können Sie im Kreuzgang besichtigen.

Im 17. Jahrhundert wurde die alte Kirche zur heute bestehenden Barockkirche umgebaut und es entstanden die prunkvollen Rokokobauten.
Heute gehört das Kloster dem Land Baden-Württemberg. Teile davon werden als Rathaus, Seminarzentrum und Waldschulheim genutzt.

INFO: Die heute sichtbare barocke Kirche wurde 1708 bis 1728 nach Plänen von J.B. Neumann erbaut. Auffallend ist die schöne, helle Wirkung im Innern.

INFO: Sehenswert ist im barocken Konventgebäude das üppig verzierte Treppenhaus.

INFO: Blick von der Bergseite auf das Kloster Schöntal.

ROUTE: Nach Verlassen des Klosters radeln Sie nach rechts leicht bergauf, zweigen noch vor der früheren Wäscherei nach links ab und folgen zunächst dem Radweg auf der L1025.
Nach etwa 500 Metern zweigt der "Jagstradweg" nach links von der Straße ab und folgt einem einspurigen Asphaltweg an der Kläranlage vorbei.
Gegenüber des Ortes "Bieringen" überquert der Radweg die L1025 und führt auf dem Weg "Am Läusbusch" weiter.
Der Radweg folgt nun dem Talrand entlang der ehemaligen Bahnlinie bis zum Ort "Westernhausen".

Westernhausen


Entfernungen: → Marlach: 4,5 km, ← Bieringen: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 59,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 52,5 km

SEHENSWERT: Ruine einer abgegangenen Burg, Kirche St. Martinus

INFO: Westernhausen wurde im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals hatte es eine Burg und ein kleines Frauenkloster.
Aus der ehemaligen landwirtschaftlich geprägten Ortschaft ist heute eine moderne Wohngemeinde geworden.

ROUTE: Vom "Rathausweg" zweigen Sie nach links in den "Steinbachweg" ab und radeln hinunter, bis nach rechts der "Bahnweg" weiterführt.
Zunächst folgt der Radweg der ehemaligen Bahnlinie, zweigt dann aber etwa 150 Meter vor der Jagstbrücke gut beschildert scharf nach rechts ab und folgt dann idyllisch dem Talrand.

ROUTE: Ein schöner Radweg, teils nur in den Fahrspuren asphaltiert, führt entlang des Felsabbruches am Talrand entlang. In einem kurzen Waldstück radeln Sie an einer wassertriefenden Abbruchkante des angrenzenden Berges vorbei.
Auf der "Kelterstraße" erreichen Sie "Marlach" und zweigen gleich die erste Straße nach links in die "Neue Wiesen" ab.

Marlach


Entfernungen: → Altkrautheim: 1 km, ← Westernhausen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 55 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 57 km

SEHENSWERT: St. Georgskirche

INFO: Marlach ist eine fränkische Gründung und entstand im 8. Jahrhundert. Die Herren von Schweinberg bauten eine Burg, die aber nicht mehr existiert.
Später wurde Marlach an die Kurfürsten von Mainz verkauft.
Die Kirche wurde 1558 erbaut, aber von den Schweden zerstört. Im Neubau wurde der alte Turm wieder verwendet.

ROUTE: Die Straße "Neue Wiesen" biegt nach rechts ab und überquert die K2381. Der Radweg führt am Ortsrand entlang am Friedhof an der markanten "St. Georgskirche" vorbei.
Knapp 100 Meter nach der Kirche zweigt der Radweg nach links in den "Krautheimer Weg" ab und führt vom Ort weg. Leicht bergauf geht es durch die Felder.
Nach etwa 600 Metern zweigt der Radweg nach links ab und erreicht ein bewaldetes Stück neben der Jagst.

Links neben der Jagst liegt "Gommersdorf". Dort steht ein ehemaliger Klosterhof, heute ist er Pfarrhaus. Er wurde 1596 als Sommerresidenz des Kloster Schöntal erbaut.

ROUTE: Der Radweg bleibt rechts auf dem Hang, gut 30 Höhenmeter über dem Tal. Leicht modulierend geht es weiter bis Sie über dem Ort "Altkrautheim" ankommen.
Von hier aus sieht man die stolze "Burg Krautheim" am schönsten.

Sie erreichen "Altkrautheim" auf der "Ebertaler Straße".

Altkrautheim


Entfernungen: → Krautheim: 1 km, ← Marlach: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 51 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 61 km

SEHENSWERT: Reste einer früheren Fluchtburg

INFO: Altkrautheim liegt auf der südlichen Seite der Jagst. Im Jahre 1806 wurde Altkrautheim württembergisch, Krautheim aber badisch.
Durch die Gemeindereform kamen beide als Stadt Krautheim wieder zusammen.

ROUTE: Der Radweg folgt der L515 über die Jagstbrücke und folgt der "Altkrautheimer Straße" nach rechts.

Krautheim Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Klepsau: 2,5 km, ← Altkrautheim: 1 km
⊗ ⇐ Ziel: 50 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 62 km

SEHENSWERT: Burg Krautheim

INFO: Die Burg Krautheim liegt auf einem Bergsporn im Zentrum des alten Ortes.
Sie wurde vermutlich 1172 erbaut und später erweitert.
Im 13. Jahrhundert sollen hier die Reichsinsignien gelagert worden sein.
Viel markanter ist der bekannte Götzenspruch, der hier bei einem Konflikt 1516 gefallen sein soll: " … er aber sag´s ihm, er könne mich …".

ROUTE: Der Radweg folgt zunächst der "Altkrautheimer Straße" und verlässt sie dann entlang der Jagst. Durch den Rand eines Industriegebietes erreichen Sie den Radweg entlang der L1025.
Nach etwa 500 Metern überqueren Sie die Jagst und radeln durch den breiten Talgrund.

Durch ein breites Tal folgen Sie nun den Reihen der Pappelbäume.
Nach der Jagstbrücke durchfahren Sie eine Pappelallee mit sagenhaftem Blick auf das Jagsttal.
Viele Bäume sind mit Nestern großer Vögel bestückt.

ROUTE: Sie erreichen wieder die Jagst und folgen ihr bis zu einer weiteren Brücke.
Links der Jagst erreichen Sie "Klepsau".


Klepsau


Entfernungen: → Dörzbach: 4,5 km, ← Krautheim: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 48,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 63,5 km

SEHENSWERT: Kirche St. Georg, Weinbauort

INFO: Klepsau war schon etwa 700 v. Chr. besiedelt. Man fand hier mehrere Gräberfelder.
Der kleine Weinort "Klepsau" fällt durch seine schön restaurierten Häuser auf. Die Kirche St. Georg - geschmückt mit steinernen Heiligenfiguren - erinnert an einen katholischen Wallfahrtsort.

An der Ortsdurchfahrt steht ein beeindruckendes Fachwerkhaus mit Muschelornamenten am Hauseingang.

INFO: Man spürt beim Radeln durch den Ort intuitiv die Frömmigkeit der Bevölkerung. Viele Nischen in den Häusern sind mit geschnitzten Heiligenfiguren geschmückt.

ROUTE: Sie folgen der "Lindenstraße", überqueren die L1025 und fahren auf der "Laibacher Straße" weiter bis zum Ortsende.
Der Jagstradweg zweigt gut beschildert nach rechts ab und folgt dem Fuß der weinbewachsenen Randhügel.
Nach zwei Kilometern erreichen Sie den Rand des Industriegebietes von "Dörzbach".

Sie erreichen "Dörzbach" auf der "Sonnenhalde" und fahren dort nach rechts auf den "Mühlgartenweg".

Dörzbach Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Hohebach: 4,5 km, ← Klepsau: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 44 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 68 km

SEHENSWERT: Dreifaltigkeitskirche, drei Schlösser, Alte Ölmühle

INFO: Auf dem Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit, die auf 3.500 v. Chr. datiert werden.
Die Kelten errichteten um 500 vor Christus bei Wendel vom Stein ein Quellheiligtum. Im 12. Jahrhundert wurde die damalige Burg erbaut, die zwischenzeitlich zum Schloss Eyb umgebaut wurde. Sie ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Die immer noch voll funktionsfähige Ölmühle aus dem Jahre 1709 ist heute ein Museum. Im Rahmen einer Besichtigung werden der "Ölschlag" und die notwendigen Arbeiten erklärt.

INFO: Dörzbach hat - obwohl es "nur" etwa 1500 Einwohner hat - städtischen Charakter mit Schloss und großer Kirche.
Zum eigentlichen Ort kommen noch Eingemeindungen und Weiler dazu.

ROUTE: Vom "Mühlgartenweg" fahren Sie weiter bis zur "Klepsauerstraße".
Dort können Sie die alte Mühle bewundern.
Nach links geht es auf der "Klepsauer Straße" weiter in die Ortsmitte zur Kreuzung mit der B19. Kaum 30 Meter weiter zweigt der Jagstradweg nach rechts in die "Brückengasse" ab und überquert die Jagst.
Gleich danach folgt er einem Asphaltweg entlang der Jagst und verlässt "Dörzbach".

Anfangs führt der Radweg im Tal asphaltiert an der Jagst entlang, dann steigt er leicht an und führt auf mineralischem Grund durch den Laubwald.
Ab und zu gibt es schöne Aussichten auf das Tal.
Kurz vor "Hohebach" geht es steil hinunter in den Ort "Hohebach", das an der früheren Grenze zwischen Baden und Württemberg liegt.


Hohebach


Entfernungen: → Ailringen: 1,5 km, ← Dörzbach: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 39,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 72,5 km

SEHENSWERT: Jagstbrücke

INFO: Markant und fast übergroß begrüßt Sie dort die überdimensional wuchtige Brücke, die der württembergische Regent zum Zeichen des Sieges hier errichten ließ.

ROUTE: Der Radweg erreicht im Ort die "Stachenhäuser Straße" und folgt ihr kurz. An der zweiten Kreuzung zweigen Sie nach rechts in die "Rathausstraße" ab und folgen ihr. Am Straßenende zweigen Sie nach links ab und folgen der Straße bis an der zweiten Kreuzung nach rechts die Straße "Kleb" abzweigt.
Hier verlässt der Radweg den Ort "Hohebach".

Vollkommen eben radeln Sie nun in Jagstnähe weiter und passieren "Ailringen", das aber auf der anderen Talseite am Hang liegt.

Ailringen


Entfernungen: → Mulfingen: 5,5 km, ← Hohebach: 1,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 38 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 74 km

SEHENSWERT: Altes Amtshaus, St. Martinskirche, Ortsmitte

INFO: "Ailringen" wurde etwa 260 nach Christus von den Alemannen gegründet. Schon früher siedelten hier die Kelten, später ab dem 5. Jahrhundert die Franken. Heute ist Ailringen ein hübscher Ort mit schönen Fachwerkhäusern. Die gotische St. Martinskirche steht erhaben am Hang und überragt den Ort. Mehrfach erhielt Ailringen Auszeichnungen in Wettbewerben für sein Ortsbild.

ROUTE: Bei Ailringen verläuft der Radweg zunächst im Tal. Dann erklimmt der Radweg die Hügelkette und folgt ihr mit kleineren Anstiegen auf einem Feldweg mit asphaltierten Spuren. Nach vier Kilometern geht es wieder ins Tal.

Ernte: Hier im ländlichen Gebiet hilft man sich noch gegenseitig. Jegliche Art von landwirtschaftlichen Ereignissen bedarf der Hilfe der Großfamilie oder von Freunden. Hier hat man sie noch.

ROUTE: Der Radweg führt an Feldern vorbei und erreicht wieder das Tal. Auf Ihrer - also der linken Jagstseite - finden Sie talabwärts die St. Annakapelle aus dem Jahre 1510. Die frühere Wallfahrtskirche steht neben einer Quelle, die schon in vorchristlicher Zeit als heilkräftiges Quellheiligtum bekannt war. Im Innern steht ein Riemenschneider-Altar

ROUTE: Mulfingen liegt auf der rechten Jagstseite. Über die Brücke erreichen Sie den historischen Ortskern mit dem früheren Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.

Mulfingen Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Heimhausen: 2,5 km, ← Ailringen: 5,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 32,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 79,5 km

SEHENSWERT: St. Annakapelle, Kirche St. Kilian, Stausee

INFO: Mulfingen ist sehr alt. Bereits im Jahre 980 taucht es in den Geschichtsbüchern auf. Im 15. Jahrhundert erhält es das Marktrecht.
Mulfingen hat sieben Teilorte mit weiteren 20 Wohnplätzen und Weilern.

Die Kirche St. Kilian überragt den Ort. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert erweitert.
Im Innern sind Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert.

ROUTE: Der Jagstradweg erreicht die L1022 an der Brücke nach "Mulfingen".
Er folgt der Straße etwa 50 Meter und zweigt dann nach links in die Felder ab.
Ziemlich eben und gerade erreichen Sie die Jagst.
Eine kurze Etappe am steilen Jagsthang entlang führt durch den Wald.

ROUTE: Nach der Engstelle öffnet sich das Tal wieder und ein schöner Weg, der nur in den tatsächlichen Fahrspuren asphaltiert ist, führt an der Jagst entlang weiter nach "Heimhausen".


Heimhausen


Entfernungen: → Berndshofen: 1 km, ← Mulfingen: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 30 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 82 km

SEHENSWERT: Ehemalige Jagstmühle, heute Hotel

INFO: Der zu Mulflingen gehörende Weiler "Heimhausen" ist recht überschaubar. Wenige, aber gepflegte Häuser mit großen Gärten liegen an den Straßen.

ROUTE: Sie erreichen "Heimhausen" auf der Straße "Im Wasen" und zweigen kurz auf die "Berndshöfer Straße" ab. Nach knapp hundert Metern geht es schon wieder nach links in die "Hintere Gasse".
Gute 500 Meter fahren Sie durch die Felder, danach erreicht der Radweg die Straße L1025 und folgt ihr bis "Berndshofen".

Berndshofen


Entfernungen: → Buchenbach: 1 km, ← Heimhausen: 1 km
⊗ ⇐ Ziel: 29 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 83 km

INFO: Der Weiler "Berndshofen" besteht nur aus wenigen Häusern.

ROUTE: Der Radweg führt neben der L1025 nach "Buchenbach", das nur etwa 500 Meter entfernt liegt.

Buchenbach


Entfernungen: → Eberbach: 1,5 km, ← Berndshofen: 1 km
⊗ ⇐ Ziel: 28 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 84 km

SEHENSWERT: Burg Buchenbach

INFO: Die Burg in "Buchenbach" entstand schon im 11. Jahrhundert durch die Herren von Buchenbach. Im 15. Jahrhundert erhielt sie nach einem Umbau ihre heutige Form durch Rezzo von Bächlingen. Heute ist die rechteckige Turmburg wunderschön restauriert, aber in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

INFO: Im Ort gibt es noch weitere schöne Fachwerkhäuser.

ROUTE: Sie erreichen "Buchenbach" auf der L1025 und fahren gut beschildert nach rechts auf die "Nitzenhäuser Straße" ab.
Der Radweg zweigt nach wenigen Metern vor dem "Gasthaus Ochsen" nach links ab und erreicht den "Brunnenweg".
Von dort geht es wieder hinunter ins idyllische Jagsttal.

Eberbach


Entfernungen: → Unterregenbach: 3 km, ← Buchenbach: 1,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 26,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 85,5 km

ROUTE: Der Jagstradweg folgt dem Fluss bis zur kleinen Brücke nach Eberbach, das links der Jagst liegt.

Rechts der Jagst geht es nun auf einer landschaftlich schönen Strecke weiter. Beeindruckende Ausblicke auf das liebliche Tal begleiten Sie bis "Unterregenbach".

Vor "Unterregenbach" teilt sich die Jagst in den natürlichen Flussarm und einen Mühlkanal zur Speisung der Mühle.

Unterregenbach


Entfernungen: → Oberregenbach: 2 km, ← Eberbach: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 23,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 88,5 km

SEHENSWERT: Kirche St. Veith mit Krypta einer früheren Kirche, überdachte Holzbrücke

INFO: "Unterregenbach" war schon früh besiedelt.
Im 10. Jahrhundert wurde eine große, dreischiffige Hallenbasilika mit Krypta erbaut.
Nach einem Brand ist nur die Krypta erhalten geblieben. Die Kirche wurde wieder deutlich kleiner erbaut und später sogar abgerissen.
Die heute sichtbare Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Bei Ausgrabungen entdeckte man neben der Kirche St. Veith Reste dieser Vorgängerbauten aus dem 8. Jahrhundert und aus dem 10. Jahrhundert.
Unter dem heutigen Pfarrhaus kann man die romanische Krypta der Kirche aus dem 10. Jahrhundert besichtigen.

ROUTE: Auf der "Lindengasse" geht es kurz bergauf, dann verlassen Sie "Unterregenbach" auf der Straße "Am Bach" und radeln der Jagst entlang. Nach einem guten Kilometer sind Sie schon an der Jagstbrücke in "Oberregenbach"

Oberregenbach


Entfernungen: → Bächlingen: 3,5 km, ← Oberregenbach: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 21,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 90,5 km

SEHENSWERT: Jagstbrücke

INFO: Auf einer alten Steinbrücke überqueren Sie in Oberregenbach die Jagst und den Mühlkanal einer nahen Mühle.

ROUTE: Der Radweg erreicht auf der L1033 die linke Jagstseite und zweigt dort nach rechts auf die L1025 ab.
Auf der kleinen Straße radeln Sie im Tal weiter.

Der Radweg umfährt den Umlaufberg, auf dem das Schloss Langenburg steht. Nach etwa drei Kilometern erreicht er den Ort "Bächlingen".

Bächlingen


Entfernungen: → Langenburg: 1,5 km, ← Oberregenbach: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 18 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 94 km

SEHENSWERT: Mittelalterliche Kirche mit Fresken, Kelter

INFO: Bächlingen war wahrscheinlich schon von den Merowingern besiedelt.
Urkundlich wurde es im 11. Jahrhundert erwähnt.
Die Kirche war im 13. Jahrhundert schon erbaut. Sie hat im Innern sehr schöne Wandmalereien aus dieser Zeit.

INFO: Oberhalb von Bächlingen liegt auf einem Bergsporn die "Stadt Langenburg" mit ihrem mächtigen Schloss.

INTERESSANT: Ein Abstecher auf den Berg nach Langenburg

Wer Schönes sehen will, muss jetzt gut zwei Kilometer in die Pedale treten. Auf mehreren Serpentinen erreichen Sie die wunderschöne Stadt und das zugehörige Schloss Langenburg.
Auf der Strecke bietet sich ein prächtiger Blick auf das Schloss und die Skyline der Stadt.

Langenburg


Entfernungen: → Groß-/Kleinforst: 5 km, ← Bächlingen: 1,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 16,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 95,5 km

SEHENSWERT: Schloss, Automuseum

INFO: Langenburg liegt auf dem Berg, etwas abseits vom Radweg. Zum Besuch der Stadt müssen Sie den Radweg längs der L1036 nach Langenburg hochradeln. Es lohnt sich.

INFO: Im 13. Jahrhundert wurde wahrscheinlich durch die Herren von Unterregenbach eine Höhenburg erbaut.
Nach dem Aussterben der Langenburger kam die damalige Burg an die Familie Hohenlohe, der es heute noch gehört.
Nach dem Bau der Burg nannten sich die Erbauer "von Langenburg".
Im 17. Jahrhundert ließ Phillipp Ernst das Anwesen in ein Residenzschloss umbauen. Im 18. Jahrhundert passte man das Schloss an den Barockstil an.
Vom Rosengarten aus, vor dem Langenburger Schloss, eröffnet sich das Jagsttal in seiner ganzen Schönheit.

Die Altstadt von Langenburg ist noch von Mauern und Türmen umgeben und zahlreiche Fachwerkhäuser schmücken den historischen Ort.

ROUTE: Zur Weiterfahrt fahren Sie den Radweg entlang der L1036 wieder hinunter ins Tal.

Weiterfahrt im Tal: Von Bächlingen aus überqueren Sie die Jagst auf der Radlerbrücke und fahren dann etwas bergauf in Richtung der L1036.
Sie überqueren die Landstraße und fahren auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg hinaus ins Tal.
Eine traumhafte Landschaft umgibt Sie hier, abends kann es durchaus sein, dass ein Heißluftballon neben ihnen landet.

Der Radweg folgt dem Lauf der Jagst und erreicht die wenigen Häuser des Weilers "Kleinhürden".
Nach der Jagstbrücke sind es noch 200 Meter bis zum Weiler "Großhürden", der am linken Jagsthang liegt.

Sie erreichen dort die kleine Straße K2542, die nach rechts talaufwärts führt. Auf dieser Straße führt auch der Jagstradweg weiter und erreicht nach einem Kilometer den Aufstieg zum Ort "Großforst".

Groß-/Kleinforst


Entfernungen: → Elpershofen: 2 km, ← Bächlingen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 13 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 99 km

SEHENSWERT: Lamas und weitere exotische Tiere, Landschaft

INFO: In "Großforst" passieren Sie einen Hof, der neben Angusrindern auch Lamas und Strauße züchtet. Es ist schon ein exotischer Anblick, wenn die südamerikanisch-stämmigen Lamas neugierig aus ihrem Gehege blicken.

ROUTE: Nach "Großforst" verläuft der Jagstradweg am Hang weiter und führt dann wieder hinunter zum Talboden. Kurz darauf erreichen Sie "Elpertshofen".

INFO: Strategisch gut lag die staufische Burg Leofels am rechten Hang der Jagst. Von ihrer Lage über 100 Meter über dem Talgrund überblickt man das Jagsttal weit.

Elpershofen


Entfernungen: → Leofels: 3 km, ← Groß-/Kleinforst: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 11 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 110 km

SEHENSWERT: Brettachmündung

INFO: Bei "Elpershofen" mündet der Fluss "Brettach" in die "Jagst". Das Jagsttal wendet sich in einem 90 Grad Bogen nach rechts.

ROUTE: Der Radweg überquert die Jagst auf der Brücke der K2542. Gleich danach führt die Straße am Hang entlang bergauf.
Links unten liegt "Hessenau", rechts oben die Ruine der ehemaligen Reichsburg "Leofels".

ROUTE: In zwei großen Serpentinen radeln Sie erst im Freien, dann im Wald gut 100 Höhenmeter hinauf nach "Leofels".

Leofels


Entfernungen: → Lendsiedel: 5 km, ← Elpershofen: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 8 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 104 km

SEHENSWERT: Burgruine Leofels

INFO: Leofels geht auf eine staufische Burg zurück, die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Burg war wahrscheinlich eine Reichsburg, wechselte aber immer wieder den Besitzer.
Nach dem Aussterben der Herren von Vellberg fiel sie an Württemberg zurück. Im Jahre 1707 schlug ein Blitz ein und die Burg brannte ab.
Nach dieser Zeit verfiel sie zusehends und wurde zur Ruine.
Heute werden dort Konzerte und Freilichtspiele abgehalten.

ROUTE: Der Radweg erreicht Leofels an der höchsten Stelle. Nach dem Aufstieg aus dem Jagsttal passieren Sie auf der Höhe die wenigen Häuser von Leofels. Markant wirkt das alte Schulhaus des Ortes.

ROUTE: In "Leofels" erreichen Sie die Straße K2664 ("Beim Zollstock") und folgen ihr nach links.
Nach 500 Metern zweigt der Radweg von der Straße ab. Kurz geht es an Feldern entlang, dann steil im Wald bergab bis "Dörmenz", das in einem Seitental der Jagst liegt. Über einen Hügel radeln Sie auf der K2664 erst bergauf, dann wieder bergab weiter nach "Lendsiedel".

Lendsiedel


Entfernungen: → Kirchberg: 3 km, ← Leofels: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 3 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 109 km

SEHENSWERT: St. Stephanuskirche

INFO: Die Kirche St. Stephanus stammt zum Teil aus dem 13. Jahrhundert und ist noch romanisch. Das Kirchenschiff ist gotisch und beinhaltet eine Orgel aus dem Jahre 1702.

ROUTE: Der Radweg folgt jetzt bergauf der "Lendsiedler Straße" und erreicht nach einem guten Kilometer die Stadt Kirchberg.

INFO: Kirchberg liegt auf einem Bergsporn hoch über dem Jagsttal. Es hat noch ein wunderschön geschlossenes Stadtbild.

Kirchberg/Jagst Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Kirchberg: 0 km, ← Lendsiedel: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 3 km

SEHENSWERT: Residenzschloss der Fürsten von Hohenlohe, historische Altstadt, Türme und Stadtmauer.

INFO: Einzigartig liegt die frühere Residenzstadt der Fürsten von Hohenlohe auf dem Bergrücken oberhalb des Jagsttales.
Seit dem 9. Jahrhundert wird die strategisch wichtige Stelle im Jagsttal bewohnt.
Die Stadt mit ihren Fachwerkhäusern grenzt direkt an den Schlossgraben des heute noch vollkommen erhaltenen Schlosses. Ein Seniorenheim bewirtschaftet die herrschaftlichen Räume und bietet auch Radlern die Möglichkeit zur Einkehr.

Auf einer historischen Brücke erreicht man von oben her den Hügel mit dem Schloss und der Altstadt.

INFO: Vom Marktplatz aus erreicht man das Stadttor zum Burgberg in Kirchberg. Dort steht das Residenzschloss.

INFO: Ursprünglich stand hier die Burg der Ritter von Kirchberg. Die Fürsten von Hohenlohe-Kirchberg bauten die Burg zum Renaissanceschloss um und erweiterten es später im barocken Stil.

INFO: Durch den nahezu symmetrischen Aufbau der Schlossanlage gibt es schöne Durchblicke durch die Tore.

INFO: Vom Schloss aus sieht man die alte, steinerne Jagstbrücke aus dem Jahre 1765 im Tal.

INFO: Beim Verlassen der Stadt fahren Sie an der beeindruckenden Kulisse von Kirchberg vorbei.
Überragt wird die Stadt vom Stadtturm aus dem 14. Jahrhundert, der zusammen mit der Stadtbefestigung erbaut wurde.


 

 

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