Ludwig-Main-Donau-Kanal Etappe 3

gDie dritte Etappe verlässt Nürnberg entlang der Pegnitz bis Fürth. Hier ist ein Abstecher in die Altstadt empfehlenswert. Im Pegnitztal geht es weiter an historischen Wasserschöpfmühlen vorbei bis zur Regnitzmündung.
In "Eltersdorf" passieren Sie eine Wehrkirche aus dem 10. Jahrhundert. Der historische Ludwig-Main-Donaukanal wurde in dieser Gegend in den 50-er Jahren zugeschüttet und mit der Autobahn A73 überbaut. Der Radweg folgt hier dem Main-Donaukanal und führt an Erlangen vorbei. Nach "Möhrendorf" erreichen Sie den Main-Donau-Kanal und fahren an ihm entlang weiter in die historisch interessante Fachwerkstadt "Forchheim". Hier gibt es viel zu besichtigen und ... die Stadt hat vier Brauereien.
Ab Forchheim fließen die Regnitz und der Main-Donau-Kanal oft nebeneinander und kreuzen sich sogar.
Bei "Sassanfahrt" kann man zwischen Kanal- und Bergroute zur Weiterfahrt wählen.
Auf schönen Radwegen entlang den Regnitzarmen oder dem Main-Donaukanal erreicht man schließlich die geschichtsträchtige Stadt Bamberg mit ihren unzähligen Sehenswürdigkeiten.
Besonders beeindruckend in der Weltkulturerbestadt sind der romanische Dom, die vielen Kirchen, die Neue Residenz, das Alte Rathaus, Klein Venedig und die historische Innenstadt.

Ausgangspunkt: Nürnberg
Etappenziel: Bamberg
Streckenlänge: 80,0 km
Fahrzeit: ca. 5 - 6 Std. mit dem Rad
Höhenmeter: 210 m


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Karte

Karte Ludwig-Main-Donau-Kanal Radweg Ludwig-Main-Donau-KanalEtappe 3: Von Nürnberg bis Bamberg Fürth Stadeln Erlangen Möhrendorf Wellerstadt Forchheim Neuses Sassanfahrt Pettstadt Bamberg Nürnberg Main-Donau-KanalMainCopyright: www.fahrrad-tour.de
Tipp: Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet.

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: 210 m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


Orte am Weg - Entfernungsliste


000,0 km Nürnberg
008,0 km Fürth
013,5 km Stadeln
025,0 km Erlangen
031,0 km Möhrendorf
035,0 km Wellerstadt
045,0 km Forchheim
053,0 km Neuses
060,0 km Sassanfahrt
067,0 km Pettstadt
080,0 km Bamberg

Zeichenerklärung, Legende:
→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

Nürnberg Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Fürth: 8 km, ← Nürnberg: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 80 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

SEHENSWERT: Kaiserpfalz, Albrecht-Dürer-Haus, zahlreiche Museen, Germanisches Nationalmuseum, Memorioum Nürnberger Prozesse, zahlreiche bedeutende Kirchen, Stadtmauer

INFO: Nürnberg wurde Mitte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Es wurde befestigt und war dann Jahrhunderte eine der wichtigsten Städte Deutschlands.
Unter Friedrich Barbarossa wurde Nürnberg zur Kaiserpfalz ausgebaut. Die Hohenzollern statteten Nürnberg mit dem Münzrecht, dem Marktrecht und weiteren Privilegien aus und machten es zur Königsstadt.
Albrecht Dürer prägte ab dem 16. Jahrhundert am Ende der Gotik und der beginnenden Renaissance die künstlerische Seite Nürnbergs.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg fand in Nürnberg das "Friedensmahl" der beteiligten Seiten statt.
Die Industrialisierung begann im 19. Jahrhundert. Die erste deutsche Eisenbahn fuhr zwischen Nürnberg und Fürth. Zur selben Zeit entwickelte sich der Nürnberger Hafen, der über den Ludwigkanal auch die Überfahrt zur Donau erlaubte.
Nürnberg wurde auch zur Spielwarenstadt, weil sich hier zahlreiche Hersteller niederließen.
Im zweiten Weltkrieg wurde Nürnberg zu 90% zerstört. Glücklicherweise entschied man sich zum Wiederaufbau der historischen Stadt.
Heute hat Nürnberg eine wirklich sehenswerte Innenstadt.

INFO: Die Frauenkirche steht am östlichen Rand des Hauptmarktes. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Nach der Reformation wurde sie von Protestanten genutzt und entsprechend umgebaut, erst seit dem 19. Jahrhundert dient sie wieder den Katholiken und erhielt z.B. Altäre aus anderen Kirchen.
An der Frauenkirche gibt es das bekannte Glockenspiel "Männleinlaufen".

INFO: Der "Schöne Brunnen" wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut. Der ursprünglich aus Sandstein gefertigte Brunnen zeigt in 40 Figuren das damalige Weltbild. Heute steht das Original im Germanischen Nationalmuseum, die Kopie aus Muschelkalk auf dem Markt wurde 1903 gefertigt.

INFO: Recht gut ist die Burg auf dem Felshügel über der Stadt erhalten. Ihre Anfänge hatte sie im 10./11. Jahrhundert.

INFO: Von der Burg aus überblickt man die Stadt Nürnberg mit ihren vielen Türmen. Am nächsten liegt die Kirche St. Sebaldus mit den Doppeltürmen und dem erhöhten hinteren Kirchenschiff.

INFO: Seit dem 15. Jahrhundert sind die typischen Nürnberger Bratwürste bekannt. Man ißt sie gebraten mit Sauerkraut - oder wer will als "Blaue Zipfel", gekocht im Zwiebelsud.

INFO: Die gotische Frauenkirche "Unserer lieben Frau" wurde im 14. Jahrhundert von Peter Parler erbaut. Er schuf auch den Prager Veitsdom.

ROUTE: Der Radweg verlässt gut beschildert die Altstadt von Nürnberg. Über den Maxplatz und die Hallerwiese erreichen Sie einen asphaltierten Radweg entlang der "Pegnitz".

INFO: Am Schlayerturm ist die Fronveste als Teil der früheren Stadtbefestigung angebaut. Sie wurde ursprünglich schon im 13. Jahrhundert erbaut.
An der Feste entlang führt der bekannte Kettensteig.

INFO: Ursprünglich stammt die Kleinweidenmühle aus dem 13. Jahrhundert. Nach vielen Umnutzungen, teils als Kaserne, entstand auf dem Gebiet ein neues Wohngebiet.

ROUTE: Der Radweg folgt nun vollkommen verkehrsberuhigt dem Park entlang der Pegnitz. Oberhalb des Pegnitztal ist alles dicht bebaut. Unter zahlreichen Brücken unter Straßen und Eisenbahnen hindurch erreichen Sie nach 7 Kilometern den Abzweig in die Innenstadt von Fürth.

Fürth Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Stadeln: 5,5 km, ← Nürnberg: 8 km,
⊗ ⇐ Ziel: 72 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 8 km

SEHENSWERT: Grüner Markt, Gustavstraße, historischer Kern, Geschlossene Straßenzüge aus dem 19. Jahrhundert, Museen

INFO: Die Siedlung Fürth wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts gegründet. Es stand lang im Schatten von Nürnberg.
Im 16. Jahrhundert begann der Zuzug von Juden, die hier sogar das erste jüdische Krankenhaus in Deutschland errichteten.
Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu Beginn der Industrialisierung hauptsächlich durch den Ludwig-Main-Donaukanal und die erste Eisenbahnverbindung, die zwischen Fürth und Nürnberg verkehrte. Hilfreich war die Innovationskraft König Ludwigs.
Spielzeugindustrie, Brauereien und später Elektronikfirmen trugen zum Wohlstand der Stadt bei.

Nach Stilllegung des Main-Donau-Kanales 1950 wurde der Kanalverlauf in diesem Bereich mit der Autobahn A79 überbaut.

Das Fürther Rathaus hat einen 55 Meter hohen Turm und erinnert im Erscheinungsbild an den Palazzo Vecchio in Florenz. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut.

INFO: Das Stadttheater in Fürth wurde 1902 von führenden Theaterarchitekten im Renaissancestil erbaut.

INFO: Überraschenderweise hat Fürth noch sehr viel historische Bausubstanz. Der Radweg verläuft durch die Einkaufsstraße in die Stadtmitte.

ROUTE: Der Radweg führt zurück ins Pegnitztal und folgt den schön ausgebauten Radwegen am Talrand.
Entlang der Uferbewaldung erreichen Sie den Zusammenfluss von "Pegnitz" und "Rednitz".
Als "Regnitz" fließt der Fluss nun weiter.
Nach guten zwei Kilometern passieren Sie eine alte Schöpfmühle.

INFO: Seit dem 15. Jahrhundert sind die "Möhrendorfer Wasserschöpfräder" schon urkundlich belegt. Sie schöpfen in den Sommermonaten mit am Wasserrad angebrachten Kübeln Wasser aus der Regnitz und bewässern die Wiesen.

ROUTE: Der Radweg erreicht den Ort "Stadeln" und führt aus dem Tal hinauf auf den Radweg entlang der "Stadelner Hauptstraße" (St2241).

Stadeln


Entfernungen: → Erlangen: 11,5 km, ← Fürth: 5,5 km,
⊗ ⇐ Ziel: 66,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 13,5 km

SEHENSWERT: Wasserschöpfrad

INFO: Der kleine Ort Stadeln wuchs nach dem zweiten Weltkrieg durch Heimatvertriebene und Zuzügler von 500 auf 6000 Einwohner.
Man bemerkt die Beleibtheit des Ortes auch an den zahlreichen Neubauten.

ROUTE: Der Radweg folgt nun der Straße St 2241 auf einer eigenen Spur. Zunächst führt er zwei Kilometer in Straßennähe weiter, dann zweigt er nach links in den Wald zur Regnitz hin.

Der Radweg folgt dem Verlauf der Regnitz und führt dann an einem kleinen Weiher vorbei.

ROUTE: Der Radweg verlässt das Tal wieder und führt auf dem "Regnitzweg" hinauf zum Ort "Eltersdorf"

INFO: Der Ort "Eltersdorf" ist seit dem 10. Jahrhundert besiedelt. Seine markante Wehrkirche, die Aegidenkirche, wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut und ersetzte einen frühere Holzkirche.

ROUTE: Gut beschildert folgt der Radweg etwa 500 Meter der "Eltersdorfer Straße" und zweigt dann nach links in Richtung Friedhof ab.

Nach guten 500 Metern unterqueren Sie die Autobahn A3.
Der Radweg überquert gleich danach die Regnitz.

ROUTE: Der gut beschilderte Radweg führt am Industriepark Frauenaurach vorbei und erreicht gleich danach den Main-Donaukanal und führt in Richtung Erlangen.

INFO: Der historische Ludwig-Main-Donaukanal wurde in dieser Gegend in den 50-er Jahren zugeschüttet und mit der Autobahn A73 überbaut. Aber der neue Main-Donau-Kanal ist nicht weit entfernt.

ROUTE: Der Radweg erreicht gegenüber von "Frauenaurach" den Main-Donaukanal und folgt ihm auf dem begleitenden Serviceweg.

ROUTE: Nach zwei Kilometern zweigt der Radweg gut beschildert nach rechts ab und umfährt den Ort "Alt-Erlangen". Sie radeln gut beschildert am Freibad West vorbei und können von dort über die Wiesen auf die Stadt Erlangen blicken.


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Entfernungen: → Möhrendorf: 6 km, ← Stadeln: 11,5 km,
⊗ ⇐ Ziel: 55 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 25 km

SEHENSWERT: Markgrafenschloss, Parks, Kirchen

INFO: Die Stadt Erlangen geht auf das naheliegende Dorf Alterlangen zurück, das im 10. Jahrhundert schon bestand.
Im 14. Jahrhundert erteilte Karl V. dem neuen Erlangen, das etwas abseits des Dorfes erbaut wurde das Marktrecht. König Wenzel stattete es Ende des Jahrhunderts mit dem Stadtrecht und einer Münze aus.

ROUTE: Der Radweg bleibt links der Regnitz und von Erlangen. Man sieht aber rechts der Regnitz die mächtige Kirche der Stadt.

ROUTE: Entlang eines Auengebietes radeln Sie weiter zum Alterlanger See.

INFO: Im Alterlanger See lebt eine große Biberpopulation. Der See liegt idyllisch und wird auch von Hobbyanglern genutzt.

ROUTE: Sie fahren weiter bis zur Straße "Dechsendörfer Damm" St2240 und folgen dort dem Radweg auf der linken Seite.
Bald müssen Sie die Straße überqueren und folgen dann nach recht der gut beschilderten einspurigen Straße in Richtung "Möhrendorf".

Zunächst durchquert der Radweg ein teilweise bewaldetes Gebiet und erreicht nach drei Kilometern ein Neubaugebiet das zu "Möhrendorf" gehört. Sie folgen der Durchgangsstraße bis nach einem guten Kilometer der Radweg nach rechts auf die "Hauptstraße" abzweigt.


Möhrendorf


Entfernungen: → Wellerstadt: 4 km, ← Erlangen: 10 km,
⊗ ⇐ Ziel: 49 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 31 km

SEHENSWERT: Alte Wehrkirche St. Oswald/ St. Martin

INFO: Die alte Wehrkirche St. Oswald/ St. Martin stammt aus dem 15. Jahrhundert. Heute dient sie eher als Stätte für Trauungen und Beerdigungen. Aber auch bei den Störchen ist sie beliebt.

ROUTE: Nach dem Ort überqueren die Regnitz auf der Brücke und fahren auf dem Radweg neben der Straße weiter. Kurz vor der Autobahn überquert der Radweg die Straße nach links und folgt einem Wirtschaftsweg durch das flache Tal. Auf der rechten Seite liegt der weithin sichtbare rote Backsteinbau der Baiersdorfer Mühle.

Bald erreichen Sie die Bebauungsgrenze von "Baiersdorf" und folgen dem Stadtrand bis nach Wellerstadt an der "Regnitzbrücke".


Wellerstadt


Entfernungen: → Forchheim: 10 km, ← Möhrendorf: 40 km,
⊗ ⇐ Ziel: 45 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 35 km

INFO: Der Flusslauf der Regnitz ist in diesem Gebiet breit und aufgefächert. Durch die flache Landschaft haben sich auch zahlreiche kleine Seen gebildet.

ROUTE: Auf der linken Flussseite führt der Radweg führt an dem als Badesee genutzten "Baiersdorfer Weiher" vorbei.
Nach einem weiteren Kilometer führt der Radweg an den Fuss des Dammes des Main-Donau-Kanals.

INFO: In diesem Gebiet fließen die Regnitz und der Main-Donau-Kanal mit wenig Abstand nahezu nebeneinander. Bei dem Ort Hausen fließen hier sogar beide ineinander und nutzen dasselbe Flussbett.

ROUTE: Auf der Höhe des Ortes Hausen überquert der Radweg dem Main-Donau-Kanal und führt auf der linken Seite auf dem begleitenden Radweg weiter.

ROUTE: Nach vier Kilometern erreichen Sie die alte frühere Regnitzbrücke mit den Steinfiguren und überqueren auf ihr und der modernen Stahlbrücke den Kanal in Richtung "Forchheim".


Forchheim


Entfernungen: → Neuses: 8 km, ← Wellerstadt: 10 km,
⊗ ⇐ Ziel: 35 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 45 km

SEHENSWERT: Kaiserpfalz, Museen, Altes Rathaus, St.-Martin-Kirche, Klosterkirche und Kloster, Straßenzüge, Reste der Stadtbefestigung

INFO: Die ursprüngliche Siedlung stammt wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert. Im 8. Jahrhundert wurde schon ein Königshof und eine Pfalz erbaut in der einige Reichstage statt fanden.
Durch die Ummauerung der Stadt als Festungsstadt blieb sie auch im 30-jährigen Krieg unversehrt.
Heute gibt es in der Stadt noch geschlossene historische Straßenzüge mit Fachwerkbauten. In der Burg sind wichtige Museen untergebracht.
In der Stadt gibt es zahlreichen Restaurants und immer noch vier selbständige Brauereien.

Im 12. Jahrhundert wurde die ehemalige Königskirche, die aus dem 10. Jahrhundert stammte, durch die heute sichtbare romanische Kirche ersetzt.

INFO: Von der ehemaligen Kaiserpfalz fehlt heute jede Spur. Sie könnte auch an der Stelle der früheren Burg aus dem 14. Jahrhundert gestanden haben, aber es konnte seither nicht bestätigt werden.
Die heutige Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde von den Bamberger Bischöfen erbaut. Heute ist das Schlossmuseum hier untergebracht.

INFO: Die Stadt Forchheim liegt an der Fachwerkstraße. Die ältesten Fachwerkhäuser stammen hier aus dem 14. Jahrhundert und stehen am Marktplatz, allesamt wunderschön restauriert.

INFO: Die Innenstadt ist verkehrsberuhigt. Überall gibt es etwas zum Essen oder das einheimische Bier zum trinken. Zahlreiche Gaststätten, Cafes und vier Brauereien sorgen für ein gastronomisches Erlebnis.

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie wieder den gleichen Weg zurück zur Brücke über den Main-Donaukanal.
Am linken Ufer führt der Radweg weiter.

ALTERNATIVE: Alternativ können Sie auch auf der rechten Seite fahren. Sie folgen entlang der "Bamberger Straße" stadtauswärts und unterqueren dann die Autobahn A73. Gleich darauf erreichen Sie den Main-Donaukanal und überqueren ihn gleich darauf an der Schleuse.
Dort erreichen Sie wieder den normalen Radweg.

INFO: An der Schleuse Forchheim überwinden die Schiffe einen Höhe von 5,29 Meter. Etwa 15 große Schiffe passieren die Schleuse jeden Tag.

ROUTE: Vor dem Ort "Neuses" überquert der Radweg den Main-Donaukanal auf der Straße St2264.


Neuses


Entfernungen: → Sassanfahrt: 7 km, ← Forchheim: 8 km,
⊗ ⇐ Ziel: 27 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 53 km

SEHENSWERT: Schleuse und Regnitzkreuzung

INFO: Das Stauwerk in Neuses regelt den Wasserstand des Main-Donaukanals mit dem Wasser von Aisch und Regnitz.

ROUTE: Der Radweg verlässt die Straße wieder nach links und folgt dem Uferweg bis zur "Bamberger Straße". Auf dieser geht es weiter nach links über die Kanalbrücke des Main-Donaukanals.
Zwischen Regnitz und Kanal geht es gut beschildert weiter.

Beim Ort "Seußling" können Sie zwischen der Talroute am Kanal oder der bergigeren, aber interessanteren Route über die Hügel wählen.

Die Talroute bleibt am Kanal und erreicht "Hirschaid". Sie führt unfehlbar entlang des Kanales in die Stadt Bamberg.

ALTERNATIVE: Die Berg-Alternative zweigt vor "Seußling" nach links ab, überquert gut beschildert die "Regnitz".
Auf der "Regnitzstraße" erreichen Sie die Ortsmitte und folgen dem gut beschilderten Radweg.

INFO: In "Seußling" steht die Kirche St. Sigismund, deren Vorgängerbau zu den 14 Slawenkirchen zählte, die Karl der Große bauen lies.
In ihr waren eine zeit lang die Gebeine des heiligen Sigismund aufgebahrt, als Sie im Reliquienschrein nach Prag transportiert wurden.

ROUTE: Etwas bergauf, dann nach rechst entlang der Hauptstraße geht es weiter.
Der Radweg zweigt gut beschildert nach rechts ab und folgt dem Hügelrand in Aussichtslage über dem Regnitztal.

ROUTE: Auf der "Pfarrer Hopfenmüller Straße" erreichen Sie den Ort "Sassanfahrt".


Sassanfahrt


Entfernungen: → Pettstadt: 7 km, ← Neuses: 7 km,
⊗ ⇐ Ziel: 20 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 60 km

SEHENSWERT: Schloss Sassanfahrt, Tropfhausmuseum

INFO: Der Ort besteht schon seit dem 12. Jahrhundert und bestand lange aus einem Schloss und einigen Höfen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts kauft Reichsgraf Julius Friedrich Heinrich von Soden das Rittergut.
Sein guter Wille wollte den verarmten Einwohnern ein eigenes Haus schaffen. So entstanden die Tropfhäuser, die allerdings nur zwei Räume hatten.
Aus Mangel an Arbeit misslang dieser Versuch.
Nach der Fertigstellung des Ludwig-Main-Kanals und später der Eisenbahn begann der wirtschaftliche Aufstieg des Gebietes.

ROUTE: Der Radweg durchquert den Ort erst auf der "Pfarrer Hopfenmüller Straße", dann nahtlos auf der "Sassanfahrter Hauptstraße". Nach der Unterquerung der St2260 geht es nach links weiter und Sie erreichen die "Köttmannsdorfer Hauptstraße" und Sie folgen ihr.
Der Radweg zweigt nach rechts auf die Straße "Im Anriss" ab und führt auf ihr in den Wald.

ROUTE: Auf einem Waldweg unterqueren Sie die Bundesstraße B505 und radeln weiter in den kleinem Ort "Erlach".

Gut beschildert führt dort der Radweg nach rechts im Wald teils hügelig entlang der B505 weiter. Nach vier Kilometern erreichen Sie "Pettstadt" nach einem Kreisverkehr.


Pettstadt


Entfernungen: → Bamberg: 5,5 km, ← Sassanfahrt: 7 km,
⊗ ⇐ Ziel: 13 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 67 km

SEHENSWERT: Fähre "Pettstadter Schmied", Barockkirche

INFO: Der Ort Pettstadt ist seit dem 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Ort gibt es eine Barockkirche auf dem 18. Jahrhundert.
Bekannt ist der Ort durch die Redewendung: "Des mach ich, wie der Pettlacher Schmid" . Hintergrund ist die Geschichte, dass der Schmid Fährmann auf der handbetriebenen Fähre war. Als er einmal zu lange im Gasthaus war, konterte er die Aufforderung jetzt heim zu gehen mit "Des mach ich, wie ich moog".
Daraufhin wurde er anzeigt und dem Richter vorgeführt. Er wurde aber freigesprochen, weil er niemanden beleidigt hatte. Seitdem wird die Redewendung im Volksmund verwendet.

ROUTE: Sie radeln entlang der "Ohmstraße" bis zur "Erlacher Straße" und folgen ihr nach rechts und überqueren die Eisenbahnlinie.
Gleich danach folgen Sie dem Radweg neben der Hauptstraße.
Nach 800 Metern erreichen Sie die Gierfähre über die Regnitz.
Dort wird tatsächlich noch mit Muskelkraft übergesetzt.
Badegäste, Wanderer und Radfahrer nutzen im Sommer gerne die Fähre.

ROUTE: Auf der anderen Seite führt der Radweg an den Gleisen entlang. Nach 300 Metern überqueren Sie die Gleise nach Norden und fahren dort gut beschildert weiter. Nach einem Kilometer erreichen Sie den Mai-Donau-Kanal und folgen ihm kurz.
Nach 400 Metern zweigen Sie nach links ab und nach 300 Metern wieder nach rechts. So radeln Sie nun zwischen Regnitz und Main-Donau-Kanal in Richtung Bamberg.

ROUTE: Nach guten drei Kilometern passieren Sie den "Bughof" und überqueren die Regnitz nach links.
Von hier aus kann man auf unterschiedlichsten Radwegen in das Stadtzentrum vom Bamberg radeln.
Entweder entlang der Regnitz oder entlang dem Main Donau-Kanal. Am beeindruckendsten ist es entlang der rechten Seite der Regnitz, auf diesem Weg erreicht man Bamberg entlang des Kanales am Rathaus.

ROUTE: Über den Main-Donau-Kanal ist es etwas weiter: Man bleibt gut beschildert am Kanal über das "Adenauerufer" und zweigt dann über die "Willy-Lessing-Straße" und auf der "Langen Straße" und den "Obstmarkt" ins historische Zentrum ab.


Bamberg Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Bamberg: 0 km, ← Pettstadt: 13 km,
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 80 km

SEHENSWERT: Altes Rathaus, Alte Hofhaltung, Benediktinerabtei, Böttingerhaus, Kaiserdom, Neue Residenz und vieles andere

INFO: Bambergs Geschichte beginnt schon früh. Es lag strategisch günstig an einer Handelsroute auf dem Weg vom Main zum Rhein.
Erwähnt ist ein "Castrum Babenberch", das Sitz örtlicher Grafen war. Der Aufstieg zur Residenz begann, als Heinrich II. zum Kaiser gewählt wurde und hier einen Bischofssitz einrichtete.
Bamberg blieb glücklicherweise weitgehend von den Kriegswirren verschont und ist in seiner Gesamtheit zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden.

Sie sollten sich in Bamberg je nach Interesse ein bis zwei Tage zur Besichtigung einplanen. Die Stadt bietet wirklich sehr viel.

Ein besonderer Leckerbissen ist das Alte Rathaus, das wie ein Schiff zwischen den Regnitzarmen erbaut wurde.
Die Schleuse 100 des Ludwig-Main-Kanals ist noch völlig intakt und wird wie früher von Hand bedient. Neben dem Transport von Sportbooten dient die Schleuse auch zum Wasserausgleich des linken Regnitzarmes.

Die einzigartige Lage auf einer Insel macht das Bamberger Rathaus so interessant. Kein Zentimeter der Fläche scheint verschenkt zu sein.

INFO: Von der Straßenseite sieht das bemalte Rathaus ganz anders aus. Der Tortum wurde 1755 barockisiert und die Fassaden mit Scheinarchitekturen bemalt.

INFO: Die Bamberger Fürstbischöfe erbauten Anfang des 17. Jahrhunderts ihre prunkvolle Neue Residenz. Der schlossähnliche Bau hatte über 40 Prunkzimmer mit aufwendigster Ausstattung.

INFO: Der Bamberger Dom wurde zu Beginn des elften Jahrhunderts als Kaiserdom von Kaiser Heinrich II. erbaut. Geweihnt ist er den Heiligen St. Peter und St. Georg. Als einziger Dom ausserhalb Italiens enthält er ein Papstgrab und das Grab des heilig gesprochenen Kaiserpaares. Bekannt ist er auch für den Bamberer Reiter.

INFO: Der aus Stein gemeiselte Reiter steht schon seit dem Bau des Bamberger Doms an dieser Stelle. Der Künstler ist unbekannt, aber man weiß, dass die Figur früher stark bemalt war. Ähnliche Figuren gibt es in Magdeburg und Mailand.

INFO: Etwas oberhalb der Altstadt liegt die Jakobskirche. Sie stammt auch aus dem elften Jahrhundert und hat noch eine romanische Ausstattung.

INFO: Ein besonderes Highlight ist das ehemalige Fischerviertel. Die Häuser stammen alle aus dem Mittelalter und bilden ein zusammenhängendes Ensemble, es wird auch Klein-Venedig genannt.


 

 

 

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