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Frankreich: Radwege in der Provence: Ardèche

Tal der Ardeche

Traumtour durch eine gnadenlose Landschaft:
Die Radtour durch die Gorges de l'Ardèche

[ Kurzbeschreibung | Karte | Anschluss]


Stand: 18.07.2013

Kurzbeschreibung:


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Geographie und Geologie
Die Ardèche ist ein 120 km langer Nebenfluß der Rhone. Sie entspringt im Zentralmassiv auf fast 1500 m Höhe. Ein starkes Gefälle im Oberlauf gab dem Fluß die Kraft, sich mehrere hundert Meter tief in das verkarstete Gestein zu fressen.
Dieser äußerst eindrucksvolle Abschnitt der Ardèche wird "Gorges de l'Ardèche" genannt und liegt zwischen "Vallon-Pont-d'Arc" und "Pont-St.-Esprit". Er ähnelt dem amerikanischen großen Bruder Grand Canyon auffallend.
Faszinierend sind die grandiosen Ausblicke auf den kleinen, wilden Fluß, der sich bei schönem Wetter türkisfarben im Tal zeigt.
Richtig wild wird er nach Regengüssen. Ohne große Warnung steigt sein Pegel gleich um mehrere Meter.

Tipp:
Falls Sie diese Tour nachfahren wollen, nehmen Sie bitte genügend Wasser oder Getränke mit.
Bis Vallon-Pont-d'Arc müssen Sie mehrere hundert Höhenmeter zurücklegen. Unterwegs gibt es wohl zwei Schauhöhlen, an denen Sie vielleicht eine 0,2 l Flasche klebrige Limonade kaufen können, aber so richtig für den Durst und den immensen Wasserverlust gibt es nichts.

Tourenlänge: 70 km

Karte:

Wir empfehlen die Karten:


Bücher und Karten Karten: Gorges l'Ardeche 1:25.000
Bücher und Karten Karten: Ardeche 1:200.000


Bücher und Karten Bücher: DuMont direkt Reiseführer Ardéche
Bücher und Karten Bücher: Cevennen - Ardèche
Bücher und Karten Bücher: Côte d'Azur, Seealpen und Hochprovence
Bücher und Karten Bücher: DuMont Reise-Handbuch Provence - Côte dAzur
Bücher und Karten Bücher: DuMont direkt Provence

 


Die Radtour
Es war schon lange ein Traum, diese Strecke abzuradeln. Man stellt sich bei dieser Radtour naiverweise einen Uferweg vor, der in Donautalmanier immer am Fluß entlang führt. In dieser Laune wünscht man sich einen Blick von oben, um aus der Vogelperspektive das Szenario zu betrachten.

Weit gefehlt: Es gibt keinen Uferweg und auch keinen Radweg. Man radelt auf der normalen Straße, die auch die zahlreichen Autotouristen benutzen. Die Straße geht kräftig rauf und runter. Mehrere hundert Höhenmeter kommen schnell zusammen.

Unsere Tour beginnt an der Rhone in Pont-St-Esprit. Die alten Gebäude am Rhoneufer der Stadt bieten eine beeindruckende Skyline.
Wir radeln auf der normalen Straße in Richtung Laval-St-Roman.
Leicht hügelig, aber ohne große Steigungen erreichen wir in Aiguèze eine einbahnige Metallbrücke über die Ardèche.

Eine Ampel regelt den Verkehr, daß immer nur eine Richtung fahren kann. Ein schöner Blick auf die Ardèche bietet sich schon hier. Allerdings ist das Ufer noch recht normal, die Felswände die man von den Kalenderblättern kennt, fehlen hier noch.

Am nördlichen Ufer des Flusses erwartet uns St-Martin-d'Ardèche, eine kleine Stadt, die von Touristen und Kanuverleih lebt.

Von hier aus beginnt die eigentliche Traumtour. Die Straße in Richtung Vallon-Pont-d'Arc (D290) steigt langsam an und die ersten Felswände treten in Erscheinung.

Nach mehreren Serpentinen bietet sich ein grandioser Blick auf die Ardèche-Schlucht.

FelswandArdèchetal, der erste Blick (Bild laden)

Die Straße führt immer auf dem Kamm der angrenzenden Berge weiter. Mehrere hundert Meter tiefer fließt die Ardèche.
Ab und zu finden Sie Schilder mit Wegweisern zu Häusern direkt im Ardèchetal. Die Zufahrtsstraßen sind steil und wenig befestigt und meist Sackgassen.

Canyon Wie im Grand Canyon (Bild laden)

Zahlreiche Aussichtspunkte, man nennt sie Belvédère, bieten den äußerst beeindruckten Besuchern genug Ausblicksmöglichkeiten, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen.

Am bekanntesten sind der Belvédère de Maladrerie und der Balcon de Templiers.
Von beiden sieht man in wirklich faszinierender Weise die große Ardèche-Schleife.

Schleife Die große Ardèche-Schleife (Bild laden)

 

Aussicht Aussicht vom Belvédère de Maladrerie (Bild laden)

 

ganze Schleife Die ganze Ardèche-Schleife (Bild laden)

Weitere Glanzpunkte bieten die Höhlen längs des Weges. Die Führungen ins Erdinnere dauern meist eine bis eineinhalb Stunden und werden mehrmals täglich durchgeführt. Schade, daß man als Radfahrer meist nicht die Zeit erübrigt, es wäre sicher interessant.

Wir liefen, zur Erholung von den Bergstrapatzen, wenigstens einen Naturlehrpfad bei der Grotte de Saint-Marcel-d'Ardèche ab.
Beeindruckend ist bei dieser kleinen Wanderung durch den Buschwald die Vielfalt der Pflanzen, die wegen der großen Dürre und Trockenheit nur im Frühjahr gedeihen können.
Was wundert, ist der Umstand, daß in dieser kargen Landschaft Menhire und Ganggräber zu finden sind.
Weshalb zogen sich die Ureinwohner in diese karge Gegend zurück, wo doch wenige Kilometer weiter paradiesische Zustände herrschten?

Menhir Menhir im "Zauberwald" (Bild laden)

Ganggrab Ganggrab im Zauberwald (Bild laden)

Weiter geht die Aussichtstour am Rande der Schlucht. An fast jedem der ausgeschilderten Aussichtspunkte hielten wir und genossen den unvergesslichen Ausblick.
Auf der Ardèche sahen wir Scharen von orangenen Kanuten, die quasi auf dem Wasser ihr Naturerlebnis hatten.

Von einigen Aussichtspunkten bietet sich ein unvergesslicher Ausblick auf die Schluchtenlandschaft der Ardèche.

Landschaft Blick über die Landschaft (Bild laden)

Einen weitern Höhepunkt erreichen wir im Tal bei der Pont d'Arc. Ein mächtiges Felstor, das mit über sechzig Metern Spannweite und 45 Metern lichte Höhe die Ardèche überspannt wirkt schon gewaltig. Der beste Blick auf das Naturdenkmal bietet sich vor dem Tor.

Pont d'Arc Felstor bei Pont d'Arc (Bild laden)

Wenige Kilometer weiter erreichen wir Vallon-Pont-d'Arc. Nach einer ausgiebigen Erfrischung in dem touristisch erschlossenen Ort treten wir die Rückfahrt an.

Über ein kleines Mittelgebirge - die Straßen sind nicht so überlaufen wie bei der Traumtour - fahren wir durch schöne Buschwälder in Richtung St-Remèze.
Auf einer Hochebene radeln wir weiter, bis nach rechts die Straße nach St-Martin-d'Ardèche abzweigt.

Eine zweite Rückfahralternative führt südlich der Ardèche über Salavas, Labastide-de-Virac nach St-Martin-d'Ardèche weiter.

Der Rundkurs ist knapp 70 km lang und sie sollten einen ganzen Tag ansetzen.
Fotoapparat nicht vergessen! Und Getränke!!!

Anschlusstour


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