Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano

Entlang von Felsen ins Pievetal

Heute morgen scheint überraschenderweise die Sonne und die Temperaturen liegen schon morgens über 14 Grad. Wir starten am Marktplatz am Standbild von Tizian und folgen dem Radweg. Hier ist er entgegen der seitherigen Konvention nicht mit München-Venezia beschildert, sondern einfach nur mit einem blauen Schild Radweg. Das irritiert uns und wir fahren erstmals falsch den steilen Berg hinunter. Weil es uns komisch vorkommt strampeln wir nochmals bergauf bis zum Marktplatz und suchen andere Varianten. Ein Einheimischer beruhigt uns - alles richtig. Erst bergab und dann nach links am Hang entlang weiter. Die blauen Radschilder sind praktisch übergeordnete Zeichen, weil es hier zahlreiche Radwege gibt.
So fahren wir steil bergab weiter, passieren den Friedhof und fahren dann über kleine Orte steil den Berg hinunter. Wir erreichen eine gut ausgebaute Straße - mit Radweg München Venezia beschildert und folgen ihr ins Tal bis Perao di Cadore.
Auf dieser Straße herrscht kein Verkehr! Die Straße wurde aufwändig angelegt, aber eine neue Straße mit Brücke und Tunnel übernimmt den Verkehr mittlerweile komplett.
Nur ein paar Einheimische nutzen die Straße. So erreichen wir das Pievetal und folgen auch dort der alten Landstraße. Traumhafte Blicke auf die Berge eröffnen sich hier. Wir erreichen im engen Tal den Ort Castellavazzo und radeln durch die Altstadt.
Weiter auf der Landstraße kommen wir nach Langarone und fahren von der Höhe hinab ins Tal. Wir überqueren die Piave und folgen recht hügelig dem linken Talrand.
Auf einem ganz neu angelegten Radweg kommen wir nach Soverzene. Ein abenteuerlich angelegter Radweg durch Tunnel durch den Fels und dann auf Auslegern am blanken Fels entlang radeln wir etwas abenteuerlich weiter.
Auf einem schönen Radweg geht es dann am Kanal weiter und wir erreichen den Ort Basia. Von hier führt der Radweg über den Mündungstrichter mehrerer Flüsse und wir erreichen Farra d'Alpago.
Dort folgen wir der Landstraße vorbei am Lago Santa Groce und erreichen nach einigen Anstiegen auf der Straße einen Pass zum Ort Fadalto. Eine schöne Straße führt mit wenig Verkehr bergab, weiter oben verläuft eine neue Autobahn.
Die Orte wirken hier fast ausgestorben, die Pensionen und Hotels stehen zum Verkauf. Anscheinend hat die neue Straße den Orten ihre Existenz geraubt und die Übernachtungsgäste bleiben aus.
Am Lago Morto entlang geht es neben der Straße weiter und auf Wirtschaftswegen erreichen wir die alte Stadt Vittoria Veneto. Dort erwartet uns erst der alte Stadtteil Seravalle mit schöner Kirche. Dann radeln wir bergab ins historische Zentrum von Vittorio Veneto. Zahlreiche venezianische Villen und Häuser mit Laubengängen erwarten uns dort. Allerdings schiebt sich der gesamte Verkehr durch die historische Stadt, hier hat wohl die Stadtplanung noch keinen Konsens gefunden.
Der Radweg führt richtig gut beschildert an den wasserreichen Flussläufen aus der Stadt hinaus und zweigt in San Giacomo nach Carpescia ab.
Kurz davor überqueren wir in einem steilen Anstieg die hochgelegene Autobahn auf einer Brücke.
Auf der Landstraße radeln wir bei mäßigem Verkehr hügelig weiter nach Conegliano, dem Zentrum des Proseccos.


Radstrecke: 84 km
Höhenmeter: 581 m
Fahrzeit: ca 6 Std

Anfahrt: Pieve di Cadore
Etappenziel: Conegliano

Karte

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 

Bilder zur Radtour

Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Marktplatz mit altem Rathaus in Pieve di Cadore
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Der gut beschilderte Radweg führt steil bergab
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Durch kleine Ortschaften radeln wir steil bergab
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Die kaum befahrene Straße führt direkt an Felswänden vorbei, es gibt schon eine neue Straße auf der der Verkehr rollt
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Blick auf die Piave
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Reste des Palazzo Lazaris in Peraolo die Cadore
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Blick auf das Piavetal mit den hohen Bergen
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Dramatische Wolkenstimmung
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Ortsdurchfahrt durch Termine die Cadore
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Brunnen in Castellavazzo
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Blick auf die rechte Talseite der Piave
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Neu angelegter Radweg neben der Straße
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Verkehrsfrei ist der Radweg an die Felswand angehängt - super Idee
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Radweg an einem Wasserüberleiter, ein Kanal, der das angestaute Wasser zu einem Kraftwerk bringt
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Vorbei an der alten Villa Mazzeri
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Am Ufer des Lago di Santa Groce geht es auf den Pass
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Entlang des türkisfarbenen Lago Morte radeln wir in Richtung San Floriano
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Im Dom von Seravalle sind alte Wandmalereien
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Historischer Marktplatz in Vittorio Veneto
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Die Stadt ist von wasserreichen Kanälen durchzogen
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Auf den sanften Hügeln wachsen die Trauben des hier erzeugten Proseccos
Dolomitenradweg von Pieve di Cadore bis Conegliano
Die wunderschöne Altstadt von Conegliano