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Türkische Ägäis: Mit dem Fahrrad durch die Westtürkei

5. Etappe: Von Körmen nach Knidos

Türkische Ägäis

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Kurzbeschreibung:



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Diese traumhafte Fahrradtour startet am Hafen von Körmen und führt durch fruchtbares, ebenes Land bis Resadiye.
Von hier aus radeln wir auf den markanten Gebirgszug der Insel zu. Faszinierende Aussichten erwarten uns.
Über einen 600 Meter hohen Aussichtspass geht es über Panoramastraßen weiter durch blühende Ginsterhecken.
Mit einer Traumaussicht auf die azurblaue Ägäis geht es nun wieder bergab. Über einen letzten Hügel erreichen wir das sagenhafte Knidos am westlichen Zipfel der Dacta-Halbinsel.

Wir reisten mit einer organisierten Tour der Firma Inselhüpfen in Konstanz.

 

Streckenlänge: 40,0 km,
Fahrzeit: 3 bis 4 Stunden,
Höhenmeter: 760 m

Hier finden Sie Panoramabilder dieser Fahrradtouren: -> Panoramen 

 

Karte:



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Karte der Radtour von Körmen nach Knidos

  

Karten: Shellkarte - Türkei Westen und Mitte


Orte am Weg:



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Körmen
Resadiye
Döseme
Fesmeköy
Knidos

Veranstalter der Tour
Alle Veranstalter



Zimmer auf der Tour

Reiseführer: ADAC Türkei Westküste

Bücher: ADAC Karte Türkei Westlüste

Bücher: Antike Metropolen - Götter, Mythen und Legenden

Bücher: Türkei und Südägäis

Bücher: Gebrauchsanweisung für die Türkei

Bodrum

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Unser Boot liegt heute Nacht direkt an einer Moschee im Seglerhafen von Bodrum.
Daher beginnt der Morgen schon um 5 Uhr. Der Muezzin von Bodrum gilt im Volksmund als Sieger der Charts der arabischen Frühgebete. Kein anderer kann die Oktaven weiter ausreizen, nur schade, dass die Lautsprecher so schlecht sind!
Doch einmal umgedreht und schon versinken wir wieder im Schlaf.

Frühstück gibt es wieder um acht. Schon richtig eingespielt wandern die Gurken, Tomaten und der Käse um den großen Tisch.

Um 9.30 Uhr laufen wir aus, nachdem sich die an uns angetauten Boote verzogen haben. Mit herrlicher Sicht auf das Kastell von Bodrum verlassen wir die Hafenanlage.

Türkeiradtouren: Hafen von Bodrum Wir verlassen Bodrum (Bild laden)

Auf der rechten Seite der Bucht erkennen wir auf einem Hügel die ehemaligen Windmühlen, die als Touristenattraktion mit Bussen angefahren werden.

Unsere Gulet fährt heute mit Motor, da der Wind in die falsche Richtung bläst und wir zeitig auf der Dacta-Halbinsel ankommen wollen. Geplant ist nämlich noch das Mittagessen vor der Fahrradtour.

Zweieinhalb Stunden soll die Fahrt dauern. Für die meisten von uns Zeit für ein Sonnenbad oder für eine vorbereitende Lektüre über das antike Knidos, das wir am Ende der Radtour erreichen.

Auf der Fahrt nach Körmen (Bild laden)

Auf dem Wasserweg passieren wir die Insel Kos, die schon zum griechischen Inselverbund Dodekanes gehört.
So langsam nähern wir uns bei blauem Himmel der Dacta-Halbinsel.

Ein hoher Bergkamm mit einem 1163 Meter hohen Berg durchzieht die Insel. Und genau an der Spitze des Berges hängt eine düstere Wolke!

Körmen

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Der Kapitän dreht vor dem kleinen Hafen Körmen sein Schiff und manövriert rückwärts in den Hafen.
Jetzt ist Zeit für den Mittagstisch!

Ziemlich vegetarisch geht es heute zu: kalte Gurkensuppe mit gebackenen Zucciniküchlein, Krautsalat, gefüllte Paprika und gefüllte Auberginen stehen zur Wahl.
Als Nachtisch gibt es eine Schale mit frischen geschälten Orangen, Apfelspalten, Bananen und grünen Pflaumen.

Danach geht es endlich wieder zu den Rädern. Schön aufgereiht mit Namensschildern stehen unsere Zweiräder schon auf der Hafenmauer startklar bereit. Ein Service unserer Reiseleiter und der Crew.

Die Straße führt aus dem Hafen zum kleinen Ort Karaköy. Hier ist alles schön grün, grüner als in den Landesteilen zuvor.
Die Sonne hat sich wieder gemeldet, die Wolke steht jetzt rechts von uns - und wartet.

Die Gärten um die Häuser sind voll von Gemüsebeeten und es riecht verführerisch nach den Blüten der Zitrusfrüchte.
Auch hier winken uns die Kinder zu und rufen ihr freundliches "Hello".

Johannisbrot Johannisbrot (Bild laden)

Baumreihen mit Johannisbrotbäumen wechseln sich mit Feldern von blühenden Olivenbäumen und schon Früchte tragenden Mandelbäumen ab.

Über einen kleinen Hügel erreichen wir die Südseite der Halbinsel Dacta. Sie trennt übrigens das Mittelmeer von der Ägäis.

In Resadiye zweigen wir nach rechts auf die Straße 400 ab. Die Häuser sind hier von blühenden Vorgärten umgeben und ein riesiger Hibiskus lädt zum Fotografieren ein.

Hibiskussträucher am Weg Hibiskussträucher am Weg (Bild laden)

Nach dem Ort steigt die Straße leicht an und man sieht in der Ferne die faszinierenden Gipfel der über 1100 Meter hohen Gebirgskette.

Herrlich führt die Straße weiter. Nach rechts sieht man Schafherden, die unter den Olivenbäumen weiden.

Das Gebirge naht Das Gebirge naht (Bild laden)

Die Halbinsel ist stolz auf ihre saubere Luft. Man hat sich hier auf den Anbau von Mandeln und Oliven spezialisiert. Die hier angebauten Mandeln gelten als die besten der ganzen Türkei!
Weiter oben an den Hängen erntet man Honig, der naturreiner nicht sein kann.

Rechts am Hang sieht man wieder eine der vielen Zisternen, mit denen man zumindest früher das Regenwasser sammelte, um die Herden zu tränken. Mitunter gab es sogar welche mit Trinkwasserqualität.

Dactahalbinsel: Blick ins Tal Blick zurück ins Tal (Bild laden)

Auf einer Ausweichstelle vor uns wartet schon ein Teil der Gruppe und erholt sich vom Anstieg. Ja, wer fotografiert ist halt hinten!

Nach einer ausgiebigen Trinkpause fahren wir weiter.
Die Landschaft verändert sich und wird karger.
Nadelwald und Buschwerk verdrängen die Olivenbäume.
Leider steht nun die bedrohliche Wolke direkt über uns und es wird auch deutlich kühler.

In weiten, aber steilen Serpentinen geht es bis zur Passhöhe. -
Wem es zu steil wird, der schiebt sein Rad.

Dactahalbinsel: Ausblick vom Pass Ausblick vom Pass (Bild laden)

Freudig erwartet uns dort unser türkischer Reiseleiter Ali und will uns die Schönheit seines Landes zeigen. Doch es beginnt schon zu tropfen und alle schlüpfen schnell in die mehr oder weniger vorhandenen Regenklamotten.

Wer denkt schon im Mai in der Türkei an Regen!

Schnell noch ein paar Anweisungen, dass man bei Regen langsam fährt und bergab immer leicht bremst ... und dass es rutschig sein könnte .... und schon startet die Gruppe bergab.

Jetzt schüttet es warmen Regen! Eigentlich schön, wenn man wüsste, wir sind bald am Ziel.

Brillen beschlagen - doch tapfer fährt die Gruppe weiter, bis Ali am ersten Haus, das wir erblicken, anhält. Es ist offensichtlich ein Teehaus!


Döseme

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Ali verhandelt kurz und schon stürmt die ganze Gruppe in den schmucklosen Raum und nimmt die sechs Holzstühle in Besitz. Mehr Menschen hat der Raum vielleicht noch nie gesehen. Dann entwirrt der Teehausbesitzer die gestapelten Kunststoffstühle, so dass jeder rundum Platz findet.
Schnell wird der mitten im Raum stehende Kanonenofen in Betrieb genommen, damit die Wärme unsere Kleider trocknet.
Das ist Gastfreundschaft!

Heißer Tee macht wieder munter Heißer Tee macht wieder munter (Bild laden)

Langsam werden die Gemüter auch wieder freundlicher und die Teegläser machen die Runde. Von Ali erfahren wir, dass wir im Haus eines Kollektives von Honigbauern gelandet sind. Honig?
Da wird auch schon von einigen Radfahrern gefragt, ob wir Honig kaufen können. Leider gab es keinen abgefüllten Honig, das würde zu lange dauern und der Transport zu unserem Schiff am Etappenziel wäre für die Einheimischen zu teuer.

Zum Abschied versammelt sich der Ort Zum Abschied sammelt sich der Ort (Bild laden)

Die Sonne hatte sich zwischenzeitlich wieder eingefunden und die Temperaturen klettern wieder in die angenehme Zone.

Nun macht die weitere Bergabfahrt wieder Spaß!

Bei Sonnenschein wirkt die schöne Landschaft noch schöner!
Ab und zu fahren wir auf der Talfahrt an extrem gut riechenden Ginsterbüschen vorbei. Ganze Duftwolken kommen uns entgegen.

Schöne Seitentäler öffnen sich in Richtung der Berge und man ist geneigt ein Foto nach dem anderen zu schießen.

Markante Seitentäler Markante Seitentäler (Bild laden)

Auf einer fast ebenen Landstraße erreichen wir schließlichFesmeköy.


Fesmeköy

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Hier ist richtig was los! Neugierige Menschen auf den Straßen, winkende Kinder.
Es ist mal wieder Zeit für unsere "Süßpause" und wir suchen einen Laden für das Naschwerk. Der einzige Laden hat wieder mal alles. Von der Gasflasche, über Nudeln, Reis bis zum "Mars"-Verschnitt.
Fast alle süßen Riegel, die es bei uns gibt, werden hier als farblich angelehnter "Nachbau" recht günstig angeboten.
Ein paar Millionen türkische Lira kostet das aber trotzdem.

In Fesmeköy In Fesmeköy (Bild laden)

Nach dem Ort geht es vorbei an Mandelbäumen nochmals gute 50 Höhenmeter bergauf, dann ist Zeit für eine letzte Pause und ein Gruppenbild.

Gruppenfoto Das Gruppenfoto (Bild laden)

Nun geht es auf das antike Knidos zu. Die Straße wird momentan neu gebaut, das heißt Bagger und Raupen sind am Werk.

Der Oberflächenbelag besteht im Moment aus gewalzter Erde, ist aber gut zu befahren.

Auf dem Weg nach Knidos Auf dem Weg nach Knidos (Bild laden)

Traumhafte Landschaft - so macht Radfahren Spaß.

Die Straße verläuft oben am Hang und nähert sich nun dem Meer.
Herrliche Aussichten auf die Buchten und die benachbarten Inseln tun sich hier auf dem letzten Tourenabschnitt auf.
Alle zehn Meter ein neues Fotomotiv!

Traumblick auf die Küste Traumblick auf die Küste (Bild laden)

Nun findet man in der Landschaft auch schon Ruinen und Mauerreste.

Die ersten Ruinen bei Knidos Die ersten Ruinen bei Knidos (Bild laden)

An besonders schönen Flecken am Meer sieht man Fragmente mit ausgemauerten Fenstern und Grundmauern von ehemals freistehenden Häusern.

Wieder ein Traumblick (Bild laden)

An einem steil abfallenden Hang geht es nun weiter. Hier findet man ebenfalls Reste der Stadtbefestigung.

Kurz vor Knidos (Bild laden)

Knidos selbst ist noch relativ wenig erforscht und ausgegraben.
Es fehlt das Geld.
Aber es gibt einen Rundgang mit Schildern in englischer Sprache, die aus amerikanischen Aktivitäten der sechziger Jahre stammen. Der Pfad weist auf die Hauptsehenswürdigkeiten hin.


Knidos

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Knidos war in der Antike eine sehr reiche Stadt. Sie war einst Hauptstadt eines dorischen Städteverbandes.

Man hatte hier zwei Häfen, die durch Aufschüttung eines Übergangs zu einer einst davor liegenden Insel entstand.
Zwei Theater, die insgesamt 25.000 Besucher aufnehmen konnten, standen hier.
Als besondere Attraktion stand hier ein Tempel mit einer nackten Aphrodite, die Praksiteles, ein heimischer Künstler, nach dem Körper seiner wunderschönen Geliebten schuf.
Die Wissenschaft war hier ebenfalls schon weit voraus, man findet auch die hier erfundene Sonnenuhr.

Gut erhalten ist ein Theater und Teile der Agora.

Aber nun geht es weiter zum Schiff, das im antiken Handelshafen von Knidos liegt. Die anderen warten schon!

Mit einem Beiboot werden wird mitsamt den Rädern durch das glasklare Wasser aufs Schiff transportiert.

Am Ziel: unser Schiff wartet schon (Bild laden)

Viele unserer Mitfahrer schwimmen schon in der herrlichen Bucht. Jetzt wird schnell geduscht, dann wartet auch schon das Abendessen.

Es gibt vorab eine köstliche Gemüsesuppe. Als Hauptgang folgen geschmortes Huhn mit überbackenen, gefüllten Pilzen, gebackene Kartoffeln und geschmortes Gemüse.
Ganz klar, dass der Raki danach nicht fehlen darf.

Wir übernachten heute mit dem Schlafsack auf dem Deck. Aber es fällt fast schwer einzuschlafen. Eine immense Zahl von Sternen ist hier sichtbar!
Ohne Fremdlicht scheint der Himmel nur aus leuchtenden Punkten zu bestehen, als hätte jemand einen Schalter angeknipst....

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