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Radwege: Fahrradtour auf der Halbinsel Beara

Halbinsel Beara

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Kurzbeschreibung:



Die Halbinsel Beara steht im Schatten ihrer großen Schwestern Iveragh und Dingle. Zum Glück, denn landschaftlich bietet sie Ähnliches, ist aber wesentlich unberührter und dadurch noch schöner. Fahrradfahren macht hier noch richtig Spaß.
Traumhaft ist die Gegend um die Hungry Hills: Hohe, mächtige Berge, Wasserfälle und Seen, die in einem Meer von Rhododendren liegen. Auf der Nordseite gibt es einen Radweg, der mit extremen kleinen Steigungen das Radeln beschwerlich macht, dafür aber einzigartige Ausblicke auf Iveragh bietet.
Die Westküste ist karg und bergig. Die Reste der früheren Zinnminen stehen noch bizarr in der Landschaft und ganz im Westen liegt die Insel Dursey, die nur per Kabinenbahn über ein abenteuerliches Seilsystem erreichbar ist.

 

Streckenlänge: 66,0 km
Höhenunterschied: 460 m
Ausgangspunkt: Bunaw

 

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Karte:







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Streckenverlauf:


Radtour auf der Halbinsel Beara

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den "großen" Städten wie Kenmare oder Casteltownbere, auf der restlichen Halbinsel sind sie rar.
Als Ausgangspunkt wählten wir Lauragh, weil es laut Karte direkt unter dem herrlichen Healy-Pass liegt. Vor Ort stellte sich heraus, dass "Lauragh" nur ein Verwaltungsgebiet darstellt. Es gibt ein Postamt und zwei Häuser, die restlichen 300 Einwohner leben auf einzelne Häuser und Weiler verteilt in einem riesigen Gebiet.

Wir parken am besten in Bunaw, einem kleinen Hafen zwei Kilometer abseits von Lauragh.

B&B's gibt es jetzt mehrere. Alle sind etwas besonderes: "Lakeview" liegt direkt am Glanmore-Lake mit einer Traumaussicht und herrlichem Essen, "O' Sullivan" ist ein jetzt renovierter, uralter Pub und liegt zusammen mit drei anderen Häusern direkt am Hafen von Bunaw. Die Besitzerin, die sehr stolz auf ihren Pub ist, führt alle Besucher ihrem Publikum vor und man fühlt sich sofort daheim. Die anderen beiden sind in den Telefonlisten der ersten vertreten. Falls es irgendwo voll ist, sind die freundlichen Besitzer gerne bereit, beim Nachbar anzurufen.

Vom Hafen in Bunaw fahren Sie auf einer kleinen asphaltierten Straße (R573) entlang dem Killmakilloge Harbour. Die Aussicht auf den natürlichen Hafen mit seinen felsigen Ufern ist beeindruckend. Schon nach zwei Kilometern nähern Sie sich den Derreen Gardens. Ein Meer von alten Bäumen, Rhododendren und Azaleen wurden vor gut hundert Jahren von Lord Landsdowne angelegt.
Für Botanikliebhaber lohnt sich der Eintritt.

Die Straße mündet in die R571. Sie folgen ihr nach links entlang des romantischen Owenshagh-River.
Nach knapp 500 Metern zweigt nach rechts die kleine R574 ab und überquert auf einer alten Steinbrücke den Fluss.
Jetzt geht es richtig los! Die Straße ist so "gut", dass es sich nur wenige Naturliebhaber gönnen hier zu fahren. Aber wer hier fährt, läuft Gefahr oft zu halten, denn fast jeder Blick ist schöner als der vorherige!

Glanmore-Lake Blick auf den Glanmore-Lake (Bild laden)

Rechts der Straße sieht man eindrucksvoll die Hungry Hills mit ihren stark eingeschnittenen Tälern, davor den lila umrandeten Glanmore Lake.
Nach links ähnelt die Landschaft - obwohl man kaum 200 m über dem Meer fährt - einer kargen Gebirgswelt. Und das Beste: Man ist nahezu allein, kaum ein Auto, höchstens einem Dutzend Schafe begegnet man auf dem Weg nach oben.

Ausblick Ausblick zum Hungry Hill (Bild laden)

"Wenigstens bis zur nächsten Kehre .." nimmt man sich vor zu fahren. Man schafft es selten ohne wieder und wieder zu halten.

Pass-Straße Die Pass-Straße (Bild laden)

Die Steigungen sind erträglich. Meistens liegt die Steigung unter zehn Prozent. Erst die letzten Meter fordern etwas mehr Kraft. Aber hier siegt das Unterbewusstsein mit dem Willen, den Pass zu erreichen.

Der Pass selbst ist mit einer weißen Kreuzigungsgruppe geschmückt. Hier bietet sich ein weiter Ausblick nach Süden.

Am Pass Am Pass (Bild laden)

Direkt am Pass - man glaubt es kaum in dieser eigentlich gottverlassenen Gegend - ist kleiner Shop, der bei schönem Wetter Andenken an Irland, besonders natürlich Pullover und Schaf-Felle anbietet.

Die Abfahrt führt in weiten Serpentinen talabwärts. Traumhaft spielt das Licht der Sonne in den unzäligen kleinen Wasserfällen rechts und links der Straße.

Wasserfälle Kleine Wasserfälle (Bild laden)


Die Feinde der Radfahrer sind hier höchstens die Schafe. Unvermittelt springen sie über die Straße und äugen die Radler an, ob sie wohl Freund oder Feind sind!?

Auf der wenig befahrenen R574 erreichen Sie bald Adrigole, das aus wenigen Häusern besteht.
Wir hatten hier einen kleinen Regenguss auszustehen und waren froh, dass der Ort wenigstens eine kleine Bar besaß.
Obwohl es erst früher Mittag war, gönnten wir uns einen Irish Coffe.

Die Weiterfahrt führt auf der "Hauptstraße" der Insel (R572) weiter. Sie stellt die Hauptverbindung zwischen Glengariff und Castletown-Bearhaven dar.
Momentan wird sie in Etappen verbreitert und schön ausgebaut. Großer Verkehr ist trotzdem nicht zu befürchten.
Was den Radfahrern mehr Mühe macht ist der hier ungehindert wehende Westwind.

Unterhalb der fast 700 Meter hohen Hungry Hills führt die Straße ohne größere Höhenunterschiede nach Westen.

Küstenstraße An der Küstenstraße (Bild laden)

Bald kommt südlich im Meeresarm die Insel "Bear Island" in Sicht. Laut Karte sind dort zahlreiche historische Stätten verzeichnet: Burial Grounds, Standing Stones.

Die Fähre verkehrt leider nur wenige Male am Tag. Die Tour über "Bere Island" per Fähre würde eine Alternative zur Straßeroute darstellen: Mit dem Boot nach "Bear Island" und auf der Westseite wieder mit der Fähre nach Castletownbere überzusetzen.

Wasserruinen Wasserruinen (Bild laden)

Bald kommt "Dinish Island" in Sicht, ebenfalls eine Insel, die aber über eine Brücke erreichbar ist und auf der die Industrie der Gegend angesiedelt ist.

Castletown-Berehaven besticht, wie die meisten irischen Küstenstädte, mit seinen farbigen Häusern. Vielleicht hilft die kräftige Farbe in den trüben, regnerischen Tagen die Fröhlichkeit zu bewahren?

Casteltown-Bearhaven Casteltown-Bearhaven (Bild laden)

Auf der Suche nach einer Rastmöglichkeit fiel uns "The Old Bakery" ins Auge. Wir fanden hier eine Fülle von lokalen Spezialitäten zu einem günstigen Preis.

Pause Pause (Bild laden)

Zur Weiterfahrt zweigt man in der Stadt auf die R571 ab. Sie führt über einen relativ niedrigen Sattel über die Inselmitte.
Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, zweigen wir nach gut drei Kilometern nach rechts ab und folgen einem Hinweisschild "Standing Stone".
Nach einer kurzen Abfahrt zeigt das weitere Hinweisschild in eine Schafweide hinein und es geht zwischen Gräben und Mauern hindurch zu Fuß weiter.

Ein fast drei Meter hoher Stein erhebt sich mitten in der Weide. Ruht hier der frühere König von Beara? Die Schafe wissen es nicht und weiden respektlos weiter.

Standing Stone Standing Stone (Bild laden)

Unweit davon besichtigen wir noch eine historische Grabstätte.
Die kleine Straße durchquert einen Weiler und führt dann wieder entlang eines Hügels zurück zur R571. Nach einer Abfahrt erreicht man schließlich Eyeries, das an der Coulagh Bay fast direkt am Meer liegt.

Agaven Agaven? (Bild laden)

Hier bieten sich zwei Alternativen: Die größere Straße führt relativ eben an den westlichen Ausläufern der Miskish Mountains entlang, die kleinere Straße führt bergab durch den Ort Eyeries und schafft sich über Berg und Tal wieder hinauf zur R571.

Beiden Strecken gemein ist die schöne Aussicht auf die Landschaft und die nördlich gelegene Bucht, die hier "Kenmare River" genannt wird, aber eigentlich ein Meerbusen zwischen den Halbinseln Iveragh und Beara ist.

Steigungen sind auf diesem Steckenabschnitt kein Problem mehr: Der Freund der Radfahrer, der Rückenwind hilft jetzt tatkräftig mit und schnell erreicht man Ardgrom.

Ardgrom Ardgrom (Bild laden)

Nach Ardgrom führt die Straße in Meernähe weiter und man erkennt die riesigen Muschelbänke, die mit ihren leuchtend blauen Verbindungsseilen ein geometrisches Muster im Meer bilden.
Eine kurze Steigung über den Sattel einer kleinen Halbinsel ist die einzige Steigung auf dem Weg nach Lauragh.

Landeinwärts Landeinwärts (Bild laden)

Direkt am Wasser passiert man nun zahlreiche kleine Steinbrücken, die die Meerarme überbrücken. Die Landzungen sind bewaldet und so manche Steinformation ähnelt dem Grab des Merlin, der ohne weiteres auch hier gewohnt haben könnte.

Märchenwald Märchenwald (Bild laden)

Nach dem Postamt von Lauragh - es besteht aus unzähligen Gehöften, die verstreut in der Gegend liegen - zweigen wir nach links ab und passieren die "Deereen Gardens".
Hier herrscht an Sonn- und Feiertagen Hochbetrieb und die Straßen sind beidseits mit Fahrzeugen zugeparkt.
Ausserhalb der Saison fallen die Gärten nur durch ihr Hinweisschild auf.

Entlang von Rhododendren führt die Straße nach Dunaw, der kleinen Hafenstadt.

Im Pub gehört jeder dazu Im Pub gehört jeder dazu (Bild laden)





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