|
Rheinradweg: Von Speyer nach Worms - von Dom zu Dom Stand: 06.03.2009 (Seitenanfang) Kulturell sehr interessante Etappe vom Kaiserdom in Speyer bis zum nächsten Kaiserdom in Worms. Ausgangspunkt: Speyer
|
|
||||||||||||||||||||
|
(Seitenanfang)
Wir empfehlen die Karten des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet. TIPP: Bei diesem Maßstab entspricht die Breite des Zeigefingers in etwa einem Kilometer.
(Seitenanfang)
|
|
Zeichenerklärung, Legende: -> Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Altrip: 16,5 km, <- Speyer: 0,0 km, Sehenswert: Kaiserdom, Altstadt, Altpörtel u.v.a.m Speyer ist vor allem durch seinen Kaiserdom bekannt. Er ist eines der größten romanischen Bauwerke in Deutschland.
Der Salierkaiser Konrad II. ließ 1030 den Dom errichten. Die Krypta der Kirche sollte die letzte Ruhestätte der salischen Kaiser werden. Es ruhen hier: Konrad II., begraben 1039; Kaiserin Gisela, Gemahlin Konrads II., begraben 1043; Kaiser Heinrich III., begraben 1056; Kaiser Heinrich IV., begraben 1111; Kaiser Heinrich V., begraben 1125; Kaiserin Beatrix, zweite Gemahlin Friedrich Barbarossas, begraben 1184; Agnes, Tochter Friedrich Barbarossas, begraben 1184; König Philipp von Schwaben, Sohn Friedrich Barbarossas, beigesetzt 1216; König Rudolf von Habsburg, begraben 1291; König Adolf von Nassau, begraben 1309.
Oberhalb der Krypta erstreckt sich die in Kreuzesform erbaute romanische Kathedrale. Sie wurde 1061 geweiht und ist 134m lang. Lange war sie die größte Kirche des Abendlandes.
Aber auch der Rest der Stadt kann sich sehen lassen:
Die heutige Altstadt hat auch den prächtigen Charakter des ausgehenden 17. Jahrhunderts.
Sehenswert sind der Altpörtel, ein Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, das ehemalige Judenbad und die gesamte historische Innenstadt. Der Radweg führt vom Dom aus weiter und ist als "Rheinradweg" und als "R1 von Dom zu Dom" beschildert. Der Radweg folgt der Franz-Kirrmeier-Straße direkt am Rheinufer und verlässt die Stadt. Kurz vor der Trasse der A61 wendet sich der Radweg landeinwärts und unterquert die Autobahn. Nun geht es zwischen einem See auf der linken Straßenseite und dem Angelhofer Altrhein weiter auf Otterstadt zu. Der Radweg führt gut hundert Meter nach der Abzweigung der K32 nach links auf den "Reffenthaler Weg" und erreicht dann den Ortsrand von Otterstadt. Von dort aus folgen Sie dem Otterstädter Altrhein in einer großen Schleife. Das herrliche Gebiet wird Sie begeistern.
Am nördlichen Ende erreicht der Altrheinarm den trassierten Rheinlauf. Der Fahrradweg folgt dem Hochwasserdamm und erreicht den Ort Altrip. Sie könnten hier die Fähre über den Rhein auf die Ostseite in Richtung Mannheim nehmen. Bleiben Sie ruhig auf der Westseite und folgen der Beschilderung "Blaue Adria". |
|
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Rheingönheim: 9,0 km, <- Speyer: 16,5 km, Altrip ist für seine römischen Reste bekannt. Kaiser Valentinian I. baute das Kastell "Alta Ripa" und sogar schon eine Holzbrücke über den Rhein.
Heute ist der Ort mehr für die "Blaue Adria", eines der größten Naherholungsgebiete der Gegend, bekannt. Lange Strände und Freizeitmöglichkeiten locken viele Gäste an. Auf der Großwiesenstraße (K7) zweigen Sie dann nach links in Richtung Rheingönheim ab. Entlang dem Campingplatz um den Kiefweiher radeln Sie, bis nach rechts der Radweg in ein Rheinwaldgebiet führt.
|
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Ludwigshafen: 6,5 km, <- Altrip: 9,0 km, Am Ortsrand von Rheingönheim führt der Radweg nach rechts ab. folgt dem Hafen und danach einer gewachsenen Industrieanlage.
|
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Worms: 22,0 km, <- Rheingönheim: 6,5 km, Danach lenkt er auf den Radweg längs der B44 ein und folgt dann kilometerweit der Mundenheimer Straße.
Rechts davon liegt das Stadtzentrum Ludwigshafens. Moderne Funktionsbauten beherrschen die Innenstadt.
Der Radweg folgt nun der Zollhofstraße auf ein "Verkehrsei" mit zahlreichen Brücken. Richtig großstädtisch radeln Sie nun unter Brücken weiter. Die Beschilderung ist mit "R1 Worms" besser beschildert als mit Rheinradweg.
Schließlich erreichen Sie die Rheinuferstraße (B9), die kilometerweit neben der BASF stadtauswärts führt. Bei Oppau wechseln Sie die Seite neben der (B9) und wechseln auf die linke Seite über. Vor Oppau geht es dann nach rechts auf einen Wald zu und am Wald wieder nach rechts, so dass Sie letztendlich wieder neben der (B9) auf eine Hochbrücke fahren und einen Park überqueren. Nach der Bergabfahrt unterqueren Sie die (B9) nach rechts und radeln hinaus auf die Felder. Am Nordhafen vorbei treffen Sie auf den Hauptdamm, auf dem Sie die A6 unterqueren. Nun geht es kerzengerade weiter; erst an einer Kläranlage vorbei, dann längs riesiger Felder. Der Radweg wendet sich nun wieder der Bundestraße B9 zu, begleitet sie einen Kilometer und zweigt bei einem Pumpwerk nach rechts ab. Hier erreichen Sie einen nach rechts abzweigenden Weg, der hervorragend als Radweg geeignet wäre, aber tagsüber für Radfahrer gesperrt ist. Alle Einheimischen radeln hier. Die Beschilderung führt mehr zum Rhein hin und zweigt dann nach links ab. Der Radweg führt nun mehrere hundert Meter über einen Wiesenweg, bis er einen Bach überquert. Die offizielle Wegbeschilderung führt nun in die Rheinauen und der Radweg folgt wieder einem herrlichen Wiesenweg direkt am Rhein, entlang einer alten Allee.
(Sie könnten auch den - für Räder komischerweise vom Rhein her gesperrten - Asphaltweg nehmen. Er führt direkt nach Worms.) |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Worms: 0,0 km, <- Ludwigshafen: 22,0 km, Sehenswert: romanischer Dom St. Peter, Andreasstift, viele Kirchen, ältester Judenfriedhof Europas, Synagoge, Nibelungenmuseum Schon zu Zeiten der Römer war Worms besiedelt. Sehr bekannt wurde Worms durch die Nibelungensage. Um 400 n.Chr. soll Worms eine burgundische Hauptstadt gewesen sein. Heute demonstriert dies eindrucksvoll das Nibelungenmuseum.
Auch in fränkischer Zeit war Worms schon sehr bedeutend und unter Kaiser Karl dem Großen besaß es dessen Pfalz.
Der Dom wurde bereits um das Jahr 1000 auf den Grundfesten eines noch 400 Jahre älteren Kirchenhauses begonnen und 1181 fertig gestellt.
1689 wurde Worms von der französischen Armee zerstört. Von 1798 bis 1816 gehörte es sogar zu Frankreich und kam als verarmte kleine Landstadt 1816 zu Hessen.
|
|
(Seitenanfang)
|