Wir starten heute mit einer Stadtbesichtigung in Quimper.
Durch Handel am Fluss Odet und zwei Nebenflüssen kam Quimper schon früh zu Reichtum.
Eine romanische Kirche entstand zu Ehren des Heiligen Corentin, der die Stadt christianisierte. Es gibt zahlreiche Legenden dazu.
Im 13. Jahrhundert begann man mit dem Bau der neuen Kathedrale, deren Bauzeit mehrere Jahrhunderte dauerte. Die Türme wurde erst im 19. Jahrhundert erbaut. Die Altstadt ist noch sehr gut erhalten. Neben den Steinhäusern gibt es noch zahlreiche mittelalterliche Fachwerkhäuser.
Die Porzellanmanufakturen der Stadt genießen bis heute einen ausgezeichneten Ruf.
Unsere Radtour beginnt
in Le Croezou.
Auf kleinen Wegen erreichen wir den Ort
Plogonnec, der einen sehr schönen alten und unverfälschten Kirchenbezirk hat. Wir erhalten von Christiane Infos zu den christlichen Gepflogenheiten und der Funktion der hohen Eingangsplatten. Durch das Anheben der Beine "verneigt" man sich automatisch beim Betreten der Kirche.
Weiter geht es auf dem Radweg, der auch mit der Jakobsmuschel markiert ist. Wir ahnten es schon: Es geht steil bergauf.
Aber nach dem Hügelkamm geht es genauso steil wieder bergab, dieses Mal mit Sicht auf die prächtige Kirche von Locronan.
Im Ort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Er besteht im Kern nur aus den typischen Steinhäusern.
Sehenswert ist auch der Kirchenbezirk und das Innere der gotischen Kirche
Saint-Ronan. Sie gehört zu den schönsten spätgotischen Kirchen der Bretagne.
Völlig überwältigt radeln wir zu unserem Picknick und genießen eine Weile.
Weiter geht es nun sehr landschaftsbetont über Hügel und kleine Straßen, bis wir unter uns die Stadt Douarnenez mit ihrem Hafen sehen.
Es herrscht gerade Ebbe und die meisten Schiffe liegen auf dem Sand.
Durch die historische Mitte fahren wir zum Segel-Hafen, der mit
einer Schleuse vom Meer abgetrennt ist.
Douarnenez lebte früher von der Fischerei. Es hatte das besondere Glück, dass die Erfindung der Konservendose
Sardinen nun haltbar machen konnte. Eine der 40 Konservenfabriken, die es früher hier gab, exportiert noch heute Gourmet-Sardinen - sogar nach Deutschland.
Wir finden den Einstieg auf den Radweg auf der stillgelegten Bahnlinie nach Quimper. Glücklicherweise haben Bahnlinien in der Regel nur eine Steigung von 3% und so lässt sich der relativ lange Anstieg gut bewältigen.
Nach dem "Pass" geht es dann angenehm abwärts bis vor Quimper.
Eine abwechslungsreiche Radtour.