Werraradweg

Gradierwerk in Bad Sooden-Allensdorf
5. Etappe:
Von Bad Sooden-Allendorf nach Hann. Münden

Auf dieser Etappe radeln Sie von "Bad Sooden" aus am Gradierwerk vorbei nach "Allendorf", das jenseits der "Werra" liegt.
Eine sehr schöne Fachwerk-Altstadt erwartet Sie dort.
Der Radweg führt landschaftlich schön an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze weiter durch kleine Orte. Am Hang bei "Werleshausen" liegt die "Burg Ludwigstein".
Von "Werleshausen" radeln Sie weiter nach "Witzenhausen".
Auch hier finden Sie eine sehr schöne Altstadt mit sehr vielen Fachwerkhäusern.
Danach beginnt eine sehr landschaftsbetonte Strecke mit gut ausgebauten Radwegen.
Ziel ist "Hann. Münden" mit seiner wunderschönen Altstadt mit über 700 gut erhaltenen Fachwerkhäusern.
Hier vereint sich am "Weserstein" die "Werra" mit der "Fulda" und bildet die "Weser".

Ausgangspunkt: Bad Sooden
Etappenziel: Hann. Münden
Tourenlänge: 42,0 km
Höhenmeter: 153 m
Fahrzeit: 3 bis 4 Stunden
Eignung: Tourenradler, E-Bike geeignet

Tagebuch: Von Bad Sooden nach Hann. Münden


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Karte

Werra-RadwegVon Bad Sooden bis Hann. MündenWerraFuldaWerraA4A4BadSoodenEllershausenOberriedenWenders-hausenWitzenhausenErmschwerdGertenbachHedemündenLaubachHann.MündenWerleshausenLindewerra

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: 153 m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


Bad Sooden-Allendorf


Entfernungen: → Lindewerra: 10 km, ← Bad Sooden: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 42 km

SEHENSWERT: Gradierwerk, Kirche St. Marien, Ortsmitte mit vielen Fachwerkhäusern, St. Cruciskirche, Marktplatz

INFO: Schon im 8. Jahrhundert verschenkte Karl der Große die Siedlung samt den Salzquellen an das Kloster Fulda.
Die Salzsiederei wurde Anfang des 19. Jahrhunderts eingestellt und fast nahtlos begann der Kurbetrieb mit heilbringender Sole.
Bad Sooden bildet heute mit Allendorf eine Gesamtstadt. Die Therme und das Gradierwerk befinden sich links der Werra in Bad Sooden. Die historische Altstadt von Allendorf rechts der Werra.

Das heutige Gradierwerk stammt aus dem Jahre 1638 und wurde vor kurzem renoviert. Noch immer erzeugt es durch Verdunsten aus der Sole eine 25-prozentige Salzlösung.

INFO: Die Kirche St. Marien wurde nach einem Brand im dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut. Sie beherrscht das Ortsbild von Bad Sooden.

INFO: Die Ortsmitte von Bad Sooden hat sehr viele schöne Fachwerkhäuser, die teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Sie blieben von den Zerstörungen im 30-jährigen Krieg verschont.

INFO: Das "Soeder Tor" wurde Anfang des 18. Jahrhunderts zum Schutz des Salzhandels erbaut. Es hat eine Sonnenuhr. Heute ist dort das Salzmuseum untergebracht.

ROUTE: Der Radweg führt am "Soeder Tor" vorbei und überquert einen Arm der Werra. Über die "Insel" radeln Sie neben der Bahnhofstraße, überqueren weitere Arme der Werra und erreichen die ersten Fachwerkhäuser von "Allendorf".

INFO: Am östlichen Ende von Allendorf steht die St. Crucis-Kirche. Sie wurde auf den Resten eines romanischen Vorgängerbaues errichtet.

INFO: In Allendorf stehen äußert prächtige Fachwerkhäuser und alle aus der selben Zeit. Kroatische Söldner hatten Allensbach am Ende des 30-jährigen Krieges komplett niedergebrannt.
Zwar gab es kaum Verletzte, weil die Einwohner sich über ihre vernetzten Keller in Sicherheit bringen konnten, aber die historische Bausubstanz war zerstört.

INFO:Für den Wiederaufbau nach dem 30-jährigen Krieg musste man Zimmerleute aus Niedersachsen, Thüringen und Hessen bemühen, die natürlich den Stil ihrer Heimat benutzten. Dafür hat man heute ein Kleinod.

ROUTE: Sie Radeln auf der "Kirchstraße" entlang und erreichen das Ende der historischen Stadt. Dann zweigt der Radweg nach links ab und führt auf der Straße "Hinter der Stadtmauer" an der Abbruchkante zum Tal wieder ostwärts.
Von hier oben hat man eine schöne Sicht auf das Werratal und auch hinüber nach Bad Sooden.
Der Radweg macht dann eine scharfe Rechtskurve und führt hinunter zum "Fischerviertel".

INFO: Unterhalb von Allendorf liegt außerhalb der früheren Stadtmauer der Fischerstad. Hier wohnten die Fischer. Das Gebiet heißt im Volksmund "Klein Venedig".

INFO: Unterhalb von Allendorf liegt am Werraufer das Fischerviertel. Es wird Fischerstad genannt. Heute liegen hier auch Boote von Gartenbesitzern auf der Werrainsel.

ROUTE: Auf dem "Steinweg" überqueren Sie bei einer Mühle auf einer Holzbrücke den Werra-Arm und radeln auf der Insel weiter.
Auf einer Brücke erreichen Sie den gut beschilderten Radweg entlang der Straße "Im Kann" und verlassen das bebaute Gebiet.

Der Radweg verläuft perfekt beschildert entlang der Felder und erreicht nach rechts die Landstraße L1003. Auf einem Radweg rechts neben der Straße kommen Sie in den kleinen Ort "Wahlhausen".
Sie zweigen nach rechts in die Straße "Am Rain" ab.
Dort steht eine Linde, die gleich nach der Grenzöffnung an der Stelle des früheren Stacheldrahtes gepflanzt wurde. Dort ist die "Stätte der Begegnung".

ROUTE: Bei der "Stätte der Begegnung" an der Linde geht der Radweg auf einen ganz neu angelegten Asphaltweg über.
Der Radweg verlässt den Ort und verläuft zwischen den Felder in Werranähe.

Der neu angelegte Radweg durchquert die Felder und hat eine perfekte Oberfläche.

INFO: Das Werraufer ist teilweise noch mit Linden bepflanzt.

INFO: Nach 4,5 km sind Sie in "Lindewerra", dem alten Stockmacherdorf.

Lindewerra


Entfernungen: → Werleshausen: 4,5 km, ← Bad Sooden: 10 km
⊗ ⇐ Ziel: 32 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 10 km

SEHENSWERT: Stockmachermuseum

INFO: Der Ort hat nur wenige hundert Einwohner, aber er ist wahrscheinlich schon vor dem Jahre 900 bewohnt gewesen.
Weltbekannt wurde der Ort als "Stockmacherdorf" nach dem Jahre 1830.
Damals entstand im Ort eine Stockfabrik, die Wander- und Spazierstöcke produzierte. Eine Manufaktur produziert noch immer die beliebten Stöcke.

ROUTE: Der Radweg folgt nun der Straße "Am Rasen" und führt hinaus aus dem Ort.
An der Stelle, wo der Asphalt endet teilt sich der Weg. Sie bleiben links im Tal und folgen dem Naturweg.
Der Radweg folgt nun einer wunderschönen Etappe um eine 180-Grad Schleife des Flusses direkt zwischen Werra und Wald. Der Weg ist hier nur verfestigt aber gut zu befahren.

ROUTE: Nach der 180 Grad-Kehre in Linksrichtung unterqueren Sie die Eisenbahnbrücke. Dann folgt eine nicht ganz so ausgeprägte Wende in Rechtsrichtung entlang der "Werleshäuser Schlingen". Auf dem Berg auf der linken Talseite steht die "Ruine Ludwigstein".
Heute ist sie eine Jugendherberge und ein Anlaufpunkt für die ganze Region.

ROUTE: Der Radweg geht in einen Asphaltweg über und erreicht

Werleshausen


Entfernungen: → Witzenhausen: 7,5 km, ← Lindewerra: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 27,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 14,5 km

SEHENSWERT: Schloss Werleshausen, Ruine Ludwigstein

INFO: "Werleshausen" war im 9. Jahrhundert schon bewohnt. Heute gibt es im Ort noch zahlreiche sehenswerte Fachwerkbauten und das "Schloss Werleshausen".

ROUTE: Sie verlassen den Ort auf der wenig befahrenen L3469.
Nach etwa 700 Metern zweigt der Radweg nach links ab und unterquert die L27.
Ein steiler Weg führt unter der Trasse der Bundesstraße hindurch und auf der anderen Seite wieder hoch.
Von dort aus folgt der Werraradweg einem schönen asphaltierten Radweg entlang der Bundesstraße.

ROUTE: Sie erreichen den Ort "Unterrieden" und folgen der Beschilderung nach links von der Bundesstraße weg.
Bergab auf der "Mühlstraße" erreichen Sie die hölzerne Radlerbrücke und überqueren die "Werra".

ROUTE: Der Radweg unterquert die Eisenbahnbrücke und führt an einem kleinen See vorbei. Auf der Straße "Am Sande" erreichen Sie die ersten Häuser von "Witzenhausen".
Gut beschildert erreichen über die Straße "Am Steintor" den Radweg an der Werra entlang zur Stadtmitte von "Witzenhausen".

INFO: Früher wurde in Witzenhausen intensiv Weinbau betrieben. Die ist aus den Büchern der Klöster nachweisbar. Heute sind nur noch einzelne Lagen am Felsenhang bebaut. In Witzenhausen werden heute eher Kirsch- und Beerenweine hergestellt.

Witzenhausen


Entfernungen: → Hedemünden: 10 km, ← Werleshausen: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 20 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 22 km

SEHENSWERT: Schöne Fachwerkhäuser, Rathaus, Tabakmuseum, Schloss Berlepsch

INFO: Witzenhausen wurde wahrscheinlich im 11.Jahrhunder gegründet und im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben.
Nach einer kompletten Zerstörung durch die Thüringer Landgrafen wurde die Stadt planmäßig mit zwei Mauerringen wiederaufgebaut.
Wunderschöne Fachwerkhäuser entstanden im 16. Jahrhundert nach einem Stadtbrand.
Die historische Anmutung hat "Witzenhausen" noch heute.
Das Gebiet um Witzenhausen ist das größte geschlossene Kirschenanbaugebiet Europas.
In der Stadt gibt es eine Außenstelle der Universität Kassel mit dem Schwerpunkt Ökologische Landwirtschaft.

Im 16. Jahrhundert wurde das beim Stadtbrand verlorengegangene Rathaus als Steinbau ersetzt. Es dient heute noch seinem Zweck.

INFO: Manchmal haben Brände auch ihr Gutes: Die gesamte Altstadt von Witzenhausen ist nach dem Stadtbrand planmäßig erbaut worden.
Dadurch gibt e gerade Straßen und stolze giebelständige Häuser.

INFO: Wunderschöne Fachwerkhäuser findet man in Witzenhausen. Sie entstanden fast zur gleicher Zeit im 16. Jahrhundert nach einem Stadtbrand.

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie wieder an die Werra und folgen dem Radweg rechts der Straße "An der Schlagd". Das Tal ist hier relativ breit und mit Hügeln begrenzt. Entlang der L3238 erreichen Sie den Ort "Ermschwerd"

INFO: Auf dem Radweg passieren Sie den "Burgberg" von Ermschwerd. Dort stand schon im 9. Jahrhundert eine Karolingische Burg. Sie wurde allerdings schon im 12. Jahrhundert aufgegeben und ihre Steine für die Stadtmauer von Witzenhausen verwendet.
Das "Schloss Ermschwerd" wurde im 16. Jahrhundert in Renaissancestil erbaut. Die Wappen Wappen derer von Buttlar und von Boyneburg zeigen die Erbauer.
Das Schloss blieb bis Anfang des 19. Jahrhunderts in Familienhand.

ROUTE: Sie radeln zwischen L3238 und Werra weiter. Rechts über der Straße liegt der Burgberg. Kurz danach erreichen Sie den Ort Ermschwerd, das zu Witzenhausen gehört.

ROUTE: Der Werraradweg folgt noch etwa 300 Meter der Straße, dann zweigt er nach rechts zur Werra hin ab.
Der Radweg folgt dem bewaldeten Ufer und erreicht nach 2,5 km den Ort "Blickershausen".
Der Ort wird von der evangelischen Kirche überragt. Der gotische Westturm ist schon sehr alt, das Kirchenschiff wurde 1779 erbaut.

INFO: Auf der rechten Talseite oberhalb von "Gertenbach" liegt das traumhafte "Schloss Berlepsch".
Die Anlage ist sehr gut erhalten und bewirtschaftet. Im Sommer finden dort zahlreiche Veranstaltungen statt.

ROUTE: Der Radweg folgt der Hedemünder Straße und verlässt den Ort auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg. Gute 20 Höhenmeter geht es auf einen Hügel hinauf.

INFO: Von der Höhe hat man einen schönen Blick auf den Ort Hedemünden, der rechts von der Werra liegt.

Hedemünden


Entfernungen: → Hann. Münden: 10 km, ← Witzenhausen: 10 km
⊗ ⇐ Ziel: 10 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 32 km

SEHENSWERT: St. Michaelskirche, Fachwerkhäuser

INFO: Der Ort war früher schon von Römern besiedelt. Heute hat er ein schönes Ortsbild mit viel Fachwerk und der alles überragenden St. Michaeliskirche.

ROUTE: Der Radweg bleibt links der Werra und passiert die Brücke nach Hedemünden. Gleich darauf beginnt die Bebauung des Ortes "Oberode".
Sie radeln durch den Ort hindurch und erreichen den "Enzröder Weg".

INFO: Früher waren die Töpfereiprodukte des Ortes sehr bekannt. Die sogenannte Werrakeramik hatte einen eigenen Stil und wurde als bäuerliche Gebrauchskeramik von Haus zu Haus verkauft.

ROUTE: Leicht bergab geht es hinter "Oberode" auf der K211 zum Waldrand zur Werra hinunter. Die Straße ist wenig befahren.
Sie passieren ein Hotel und radeln dann unter der ICE-Trasse und der Autobahnbrücke hindurch.

ROUTE: Der Radweg verläuft jetzt wieder getrennt und unterquert eine Werra-Brücke.
Kurz vor der Autobahnbrücke zweigt die K211 bei einem Hotel nach links zum Berg hin ab. Der Radweg bleibt unten und folgt einem mineralisierten Weg am Waldrand . Nach etwa 700 Metern radeln Sie an dem Laufwasserkraftwerk "Letzter Heller" vorbei.

ROUTE: Nach dem Laufwasserkraftwerk folgt eine romantische Waldwegetappe direkt an der Werra. Der Radweg führt auf einem Naturweg mit schöner Aussicht auf den Fluss und den Wald weiter bis Hann. Münden.

ROUTE: Sie erreichen ein Gartengebiet und unterqueren Brücken. Entlang eines Industriegebietes kommen Sie zum Hügel, auf der die historische Stadt "Hann. Münden " liegt und radeln wenige Meter bergauf.
Historische Türme und Reste der Stadtmauer markieren schon das Ziel.

INFO: Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung stehen nur noch einige Türme und einige wenige Mauerfragmente. Die Stadtbefestigung stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Hann. Münden


Entfernungen: → Hann. Münden: 0 km, ← Hedemünden: 10 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 42 km

SEHENSWERT: Weserursprung am Weserstein, Renaissance-Rathaus, Welfenschloss, Fachwerkhäuser, Reste der Stadtmauer und Türme

INFO: "Münden" wurde zwischen 800 und 1183 gegründet, in Urkunden ist eine Verschenkung im Jahre 802 und eine Stadterhebung im Jahre 1183 erwähnt.
Die Stadt erblühte durch den Handel von Waren aus "Thüringen" in Richtung "Bremen".
In Hann. Münden fließen die Fulda und die Werra zusammen und bilden die Weser.
Gegenüber in der Spitze des Zusammenflusses steht der Weserstein.

INFO: Der "Weser-Stein" mit dem eingemeißelten Gedicht markiert den Anfang der Weser:
Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.

Info: Schon früh entstanden die prächtigen Kirchen. Die Blasiuskirche steht in der Stadtmitte und hat drei Schiffe. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

Info: Das Fachwerk der zahlreichen Häuser ist oft verziert und mit Inschriften versehen.

INFO: Noch heute hat die Stadt einen fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Kern. Über 700 restaurierte Fachwerkhäuser sind zu bewundern. So etwas gibt es nicht oft!

INFO: Besonders prächtige Fachwerkhäuser stehen an der "Langen Straße" in Hann. Münden. Sie führt von der alten Weserbrücke durchs das gesamte Zentrum.

Info: Richtig dominant steht das im Stil der Weserrenaissance errichtete Rathaus auf dem großen Platz. Früher war im Erdgeschoss ein Kaufhaus und im ersten Stock der Festsaal.

 

 

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