Radfahren auf Malta - Blaue Grotte, Dingli-Cliffs, Rabat und Mdina

Archaische Wagenspuren

Malta war englische Kolonie und hat immer noch Linksverkehr! Wir folgen heute der Straße 6 in umgekehrter Richtung in Richtung Flughafen. Es geht bergauf aber es gibt wieder einen Radweg. Wir radeln hoch bis zum Kreisverkehr beim Flughafen. Dort zweigt nach rechts die Straße in Richtung Mqabba ab, die die Rollbahn in einem Tunnel unterquert.
Auf der anderen Seite geht es in einer Allee weiter bis ins historische Mqabba.
Auf der ruhigen Landstraße radeln wir weiter bis zum Ort Qrendi. Hinter der markanten Kapelle am Ortsende zweigt ein beschilderter Weg mit "Blue Grotto" zwischen Steinmauern auf den Hügel ab. Wir folgen ihm über die Hügelkette und sehen schon aufs Meer.
Steil bergab erreichen wir die Küstenstraße und folgen ihr kurz nach links zum Aussichtspunkt in das Tal "Wied Babu". Dahinter liegt das Kalksteinmassiv in dem sich die Höhlen der Blauen Grotto befinden. Die Höhlen sind nur im Sommer vom Wasser aus erreichbar. Im Winter ist das Meer zu stürmisch.
Nach rechts geht es weiter bis zur Kreuzung. Dort zweigt die Straße zu den Bootsanlegern zur Grotte ab. Zahlreiche Restaurants bieten recht gute Küche zu moderaten Preisen.
Bergauf geht es in Serpentinen wieder hoch zur Küstenstraße. Wenige Kilometer später liegt links das Besucherzentrum von Hagar Qim.
Dort wird in Ausstellungen die bekannten Fakten der beiden prähistorischen Ausgrabungsstätten beschrieben. Im Außenbereich kann man die mit riesigen Zeltdächern überspannten Megaltihtempel besichtigen, die schon fast 200 Jahre vor den Pyramiden entstanden. Aber man braucht viel Zeit.
Unsere Radtour folgt weiter der Küstenstraße, die einen gewaltigen Steinbruch passiert. In einer langen Rechtskurve erreichen wir bergauf den kleinen Ort "Dar tal providencia". Danach kreuzen wir ein Aquädukt aus neuerer Zeit. Gleich darauf zweigt ein unbeschilderter kleiner Weg nach links in Richtung des Hochplateaus ab.
Wir radeln zu der Siedlung "Gebel Cantar" und folgen dem aussichtsreichen flachen Weg.
Eine professionelle Wandergruppe klärt uns auf, dass der Weg in einem steilen Fußweg über Felsen mündet. Mit dem Fahrrad ist ein Weiterkommen nicht möglich.
Wir fahren, wie von den Wanderern empfohlen zurück bis zur Kreuzung und radeln 500 Meter ins Landesinnere. Dort zweigt nach links ein gut befahrbarer Weg hinauf zu den weithin sichtbaren San Lawrence Church ab. Allerdings ist der Weg so steil, dass man wirklich nur schiebend weiterkommt. Wir überwinden hier 70 Höhenmeter.
Hügelig geht es auf der Hochfläche weiter bis zu einem Steinbruch. Dort bringt uns ein letzter kräftiger Anstieg nach Süden zu einem Aussichtspunkt auf die "Dingli-Cliffs" auf gut 250 Meter.
Auf einem kleinen Fußmarsch auf einer alten Steinstraße kann man von einem Fels die Landschaft sehr schön überblicken.
Beeindruckend erheben sich die fast 200 Meter hohen Klippen aus dem Meer.
Wir radeln auf der Straße weiter zu dem Aussichtspunkt Dingli Cliffs und sehen dort von anderer Warte auf die Klippen.
Zur Weiterfahrt fahren wir wieder etwas zurück und zweigen nach links in Richtung Rabat ab. Sehr hügelig erreichen wir die Stadt, die ursprünglich der geschäftige Teil von Mdina war.
Im Weiteren erreichen wir das ummauerte historische Zentrum von Mdina. Durch das Stadttor folgen wir den historischen Gassen. Von der Stadtmauer bietet sich ein weiter Blick auf die tiefer liegenden Inselgebiete bis nach Valletta.
Die Straße bringt uns hinunter zum Kreisverkehr. Wir folgen der ruhigeren vierspurigen Straße (als Alternativroute beschildert) und umgehen damit den Verkehr auf der neueren 6 spurigen Straße 21.
Wieder gibt es auch hier einen Fahrradstreifen und es macht fast schon Spaß im Verkehrsfluss mit zu schwimmen. Kurz vor Valletta erreichen wir die Straße 6. Von hier, ist es nicht mehr weit bis zum Zentrum von Valletta, das auf dem Berg hinter dem Busbahnhof liegt.
Eine sehr schöne Tour mit vielen schönen Aussichten.

Die Räder hatten wir von www.ecobikesmalta.com gemietet, sehr zu empfehlen.

Zeitaufwand: Tagestour von Valletta

Streckenlänge: ca. 52 km

Höhenmeter: ca. 640 m

An-/Abfahrt: Valletta

Karte

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 

Bilder vom Radausflug in den Süden Maltas

Treppe auf die Befestigung am Parlament
Treppe auf die Befestigung am Parlament
In Malta herrscht Linksverkehr.
In Malta herrscht Linksverkehr. Auch hier gibt es wieder einen Radweg neben der Straße. Wer ängstlich ist könnte sogar den Gehweg nutzen.
Beim Museum der ausgedehnten Tarxien-Tempel
Auf einer Alleenstraße geht es nach Mqabba weiter
Bei der Kirche in Mqabba
Bei der Kirche in Mqabba liegt eine belebte und beliebte Bar
Nach der Kapelle in Qrendi zweigt die schmale Straße zur blauen Grotte ab
Nach der Kapelle in Qrendi zweigt die schmale Straße zur blauen Grotte ab
Hügelig geht es nun zwischen Natursteinmauern weiter
Hügelig geht es nun zwischen Natursteinmauern weiter durch die Landschaft

 

 

Blick auf die Steilküste bei der Blauen Grotte
Blick auf die Steilküste bei der Blauen Grotte. Die einzelnen Höhlen sind bis zu 40 Meter hoch und schimmern durch die hier vorkommenden Blaualgen recht interessant. Die Höhlen kann man im Sommer bei ruhiger See mit Booten besichtigen. Im Winter ist das Meer zu stürmisch.
Frischer geht es nicht
Blick auf die stürmische See, hier fahren bei ruhiger See unzählige Touristenboote zur blauen Grotte
In Serpentinen geht es wieder steil bergauf
In Serpentinen geht es wieder steil bergauf zur Küstenstraße.
Die Küstenstraße führt an den prähistorischen Tempeln in Hagar Qim vorbei
Die Küstenstraße führt an den prähistorischen Tempeln in Hagar Qim vorbei. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall, allerdings muss man sich ein paar Stunden Zeit nehmen.
Am Fuß des Hochplateaus geht es kräftig bergauf
Am Fuß des Hochplateaus geht es kräftig bergauf - aber wir müssen wieder zurück weil es für Räder nicht machbar ist.
Aus sieben Grotten besteht die Sehenswürdigkeit
Auf einem Alternativweg etwas mehr landeinwärts geht es an einer Weinkellerei entlang mit über 25% bergauf
Von einem Aussichtsfelsen oberhalb der Klippen
Von einem Aussichtsfelsen oberhalb der Klippen überblickt man die Landschaft besser
Vom Aussichtsfelsen sieht man die 200 Meter hohen weißen Klippen
Vom Aussichtsfelsen sieht man die 200 Meter hohen weißen Klippen bei Dingli
Oberhalb der steilen Klippen
Oberhalb der steilen Klippen hat sich ein flacheres Plateau gebildet, das auch landwirtschaftlich genutzt wird.
Der Aussichtspunkt zu den Dingli Cliffs
Der Aussichtspunkt zu den Dingli Cliffs liegt an einer steilen Abbruchkante. Die eigentlichen senkrechten Klippen beginnen weiter unten.
Hügelig geht es nun in Richtung Rabat weiter
Hügelig geht es nun in Richtung Rabat weiter. Im Hintergrund sieht man den Verdala Palace mit den Buksett Gardens.
Enge Gassen in der ehemaligen Hauptstadt Mdina
Enge Gassen hat es in der ehemaligen Hauptstadt Mdina, die bereits von den Phöniziern gegründet wurde. Heute ist die Stadt ein großes Museum

 

 

Ausblick von der Stadtmauer in Mdina
Ausblick von der Stadtmauer in Mdina. Die Stadt liegt auf dem Hochplateau. Hier hat man eine weite Sicht auf die Landschaft und die Städte.
Zahlreiche schöne Kirchen, meist im Barockstil, findet man in Mdina
Zahlreiche schöne Kirchen, meist im Barockstil, findet man in Mdina, das seit der arabischen Zeit eher kirchlicher und geistlicher Mittelpunkt war. Der Handel fand meist in Rabat, das direkt angebaut war, statt
Zurück radeln wir auf der nur vierspurigen Alternativroute
Zurück radeln wir auf der nur vierspurigen Alternativroute über Attard, aber selbst hier gibt es eine Fahrradspur.
Zurück in die Altstadt
Wir überqueren an der Wehrmauer die Stadtbefestigung. Um die wehrhaften Mauern entsteht gerade eine Gartenanlage

 

 

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