Lahntal-Radweg

Kirchenschiff im Kloster Arnstein
4. Etappe:
Von Limburg nach Koblenz

Diese Etappe startet in "Limburg". Sie folgen zunächst dem Radweg direkt an der Lahn. Bald erreichen Sie die Stadt "Diez" mit dem alten Grafenschloss und der Stiftskirche. Auf dem Hügel liegt "Schloss Oranienstein".
Die Lahn fließt nun in engen Windungen entlang von Felswänden.
Teils sind die Wege mit Holzgeländern zum Fluss hin gesichert.
Wanderer und Radfahrer müssen sich die schönsten Abschnitte teilen.
Sie passieren "Balduinstein", das gleich mehrere Befestigungsanlagen hat.
Beim Ort "Geilnau" müssen Sie entscheiden, wo sie fahren wollen.

Der Hauptweg verläuft von der Lahn weg steil über die Hügel nach "Holzappel", ohne Aussicht auf das Lahntal. Danach geht es wieder steil bergab über "Scheidt" nach "Laurenburg".
Eine ebenfalls ausgeschilderte alternative Variante führte auf einem wunderschönen naturbelassenen, aber gefährlichem Weg entlang der Lahn durch das Naturschutzgebiet.
Dieser Weg wird aktuell perfekt mit neuen Brücken über die Lahn zum Hauptweg ausgebaut.
Es gibt auch eine Bahnverbindung von Balduinstein bis Laurenburg oder Fahrdienste.

Von "Laurenburg" entlang der Lahn erreichen Sie den Ort "Oberhof". Steil mit 16% geht es nun hinauf zum "Kloster Arnstein", dort ist ein Halt Pflicht. Die weithin sichtbare gotische Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.
Über sehr schöne Wege durch den Wald, gesäumt von Felswänden, erreichen Sie wieder das Lahntal und radeln an "Nassau" vorbei. In "Dausenau" sehen Sie die frühere Stadtbefestigung und die Wehranlagen.
Danach erreichen Sie das Kaiserbad "Bad Ems" mit dem Staatsbad und den zahlreichen Quellen. Es soll als Welterbe geschützt werden.
Der Radweg folgt dem asphaltierten Treidelpfad und erreicht schließlich "Lahnstein" mit der "Burg Lahneck".
Zur Weiterfahrt können Sie auf den Rheinradweg nach "Koblenz" abzweigen oder bis "Ehrenbreitstein" weiterfahren.

Ausgangspunkt: Limburg
Etappenziel: Lahnstein / Koblenz / Ehrenbreitstein
Tourenlänge: 70,5 km
Höhenmeter: 206 m
Fahrzeit: 4 1/2 bis 5 Stunden
Eignung: Tourenradler, E-Bike geeignet

Tagebuch: Von Limburg bis Koblenz


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Karte

LAHNRADWEGEtappe 4: Von Limburg bis Koblenz Copyright: www.fahrrad-tour.de Lahn Lahn Rhein Mosel Limburg Diez Balduinstein Holzappel Obernhof Nassau Dausenau Bad Ems Nievern Lahnstein Koblenz

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: 198 m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

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Limburg Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Diez: 8 km, ← Limburg: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 71,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

SEHENSWERT: Limburger St. Georg-Dom, St. Anna-Kirche, Altstadt mit Fachwerkhäusern, Reste der Stadtbefestigung

INFO: An der Lahnfurt entstand schon im 8. Jahrhundert eine Siedlung. Urkundlich tritt Limburg im Jahr 910 auf, als Ländereien zur Versorgung des Klosters St. Georg verschenkt wurden. Damals bestand schon die "Lintpurg" genannte Burg auf den Bergplateau.
Limburg lag an wichtigen Handelsstraßen. Dadurch entstand schon früh eine Brücke, die mit Zoll belegt war. Die Stadt wuchs schnell und kam zu Reichtum.
Im Jahr 1206 begann man die alte Stiftskirche durch einen neuen romanischen Dom zu ersetzen. Der St. Georg-Dom ist ein ausgesprochenes Meisterwerk der späten staufischen Kultur.
Vor kurzem wurden noch romanische Fresken freigelegt, die aus der Erbauungszeit stammen.

Auch die Innenstadt ist äußerst sehenswert: Fachwerkhäuser bis zurück ins 13. Jahrhundert sind noch unversehrt erhalten.

INFO: Der Dom wurde bei der letzten Renovierung in die Originalfarben des 13. Jahrhunderts zurückversetzt. So wirkt er besonders prächtig und authentisch.

INFO: Im Innern des Domes St. Georg kann man die Romanik bilderbuchmäßig erleben. Sehr schön sieht man die Verdopplung der Bögen in höheren Geschossen.

INFO: Die Limburger Burg stammt wahrscheinlich schon aus dem 8. Jahrhundert. Erst wohnten dort die Kanoniker, dann die Burgmannen. Seit dem 14. Jahrhundert wurden von dort die kurtrierischen Besitze verwaltet.

INFO:Wie durch eine Wunder ist die historische Altstadt von Limburg durch alle Wirren noch sehr gut erhalten. Es gibt sogar Häuser aus dem 13. Jahrhundert, die noch original erhalten sind.

INFO: Kleine Fachgeschäfte sind gekonnt in alte Fachwerkhäuser integriert, das geht natürlich nicht bei großen Läden.

ROUTE: Zur Weiterfahrt verlassen Sie Limburg entlang der "Grabenstraße" und erreichen dann die Lahn auf dem Weg "Am Philippsdamm".
Der Radweg folgt nach der Bebauungsgrenze von Limburg dem früheren Leinpfad, der allerdings heute asphaltiert ist. Durch den Uferbewuchs sieht man den Fluss nur selten.

ROUTE: Sie unterqueren eine Eisenbahnbrücke und zweigen danach nach links ab.
Am Klärwerk vorbei radeln Sie etwa 600 Meter weiter und unterqueren dann die K470. Sie radeln weiter und erreichen über das "Schillinger Feld" den Fuß des Hügels unter dem "Schloss Oranienstein". Sie erreichen die Stadt "Diez".

Diez Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Balduinstein: 6,5 km, ← Limburg: 8 km
⊗ ⇐ Ziel: 63,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 8 km

SEHENSWERT: Schloss Oranienstein, Grafenschloss aus dem 11. Jahrhundert, Altstadt, Stiftskirche, Holländisch geprägte Häuser

INFO: Der Ort Diez wurde in Urkunden schon im 8. Jahrhundert erwähnt.
Die Grafen von Diez treten im 10. Jahrhundert auf. Sie bauten die Burg.
Im 14. Jahrhundert wurde Diez zur Stadt erhoben und ummauert.
Das Schloss Oranienstein wurde Anfang des 18. Jahrhundert auf den Ruinen des Klosters Dirnstein erbaut. Es wurde zunächst Witwensitz. Im 19. Jahrhundert begann die militärische Phase des Schlosses, erst wurde es Kadettenanstalt und hatte unterschiedlichste Funktionen.
Heute dient es als Basis eines Sanitätsdienstes der Bundeswehr.
Diez war lange auch Residenzstadt der Grafen von Nassau-Diez.

INFO: Die gelb gestrichene Kirche St. Peter steht gegenüber dem Diezer Schloss. Sie wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert schon erbaut, musste aber schon viele Zerstörungen über sich ergehen lassen.

INFO: Auf dem Bergsporn über der Stadt steht auf einem Porphyrfelsen das Grafenschloss. Die hochmittelalterliche Burg wurde mehrfach umgebaut und erweitert.

INFO: Die Burg hat nach Norden eine vorgelagerte Vorburg. Heute wird die Burg als Jugendgästehaus genutzt. In einem anderen Teil ist ein Museum untergebracht.

INFO:In "Diez" gibt es noch viele historische Fachwerkhäuser. Entlang der Kanalstraße und Schulstraße gibt es Häuser in holländischem Stil.

ROUTE: Der Radweg verlässt die Altstadt und überquert auf der "Alten Brücke" die Lahn.
Von dort hat man noch einmal einen schönen Blick auf das Grafenschloss.
In einer engen Kehre unterquert der Radweg die Brücke und führt am Fluss entlang weiter.
Gleich darauf unterqueren Sie auch noch die Brücke B417 und radeln dann gut beschildert durch ein Kleingartengebiet.
Nach der Kläranlage erreicht der Lahntalradweg wieder das Lahnufer und folgt ihr auf dem asphaltierten Uferweg entlang einer Flussschleife.

Der Steilhang an der Lahnschleife bei "Diez" besteht aus farbenprächtigem Porphyr. Entlang des Prallhanges der Schleife erhebt sich der Fels bis zum Scheitel des Hanges.

INFO: Die Lahn fließt von hier aus durch den bergigen Westerwald. Entsprechend eng wird es im Tal. Die Lahn selbst windet sich in zahlreichen Schleifen durch den schmalen Talabschnitt. Landschaftlich ist die Strecke traumhaft.

ROUTE: Sie passieren nach der ersten Schleife den Ort "Fachingen", der für sein Mineralwasser bekannt ist. Er liegt aber auf der anderen Flussseite und verbirgt sich hinter dem Uferbewuchs.

INFO: Die Lahntalbahn kreuzt oft den Radweg und die Lahn. Sie kürzt die Kehren des Flusses durch Tunnels und Brücken ab. Sicher auch eine romantische Bahnfahrt. Sie radeln jetzt durch den Naturpark Nassau.

ROUTE:Der Lahntalradweg führt gute 6 km weiter direkt an der Lahn entlang. Der Radweg ist zunächst asphaltiert, kurz vor "Balduinstein" verläuft er auf einem sehr schönen mineralischen Weg.

Balduinstein Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Geilnau: 3,5 km, ← Diez: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 57 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 14,5 km

SEHENSWERT: Balduinstein, Schaumburg, Naturpark Nassau.

INFO: Im 14. Jahrhundert wurde im Tal unterhalb der aus dem 10. Jahrhundert stammenden Schaumburg die Burg Balduinstein erbaut. Gefördert wurde der Bau durch den Erzherzog Balduin aus Trier.
Bald folgte die Stadterhebung und Ummauerung von Balduinstein.
Im 17. Jahrhundert wurde die Burg Balduinstein aufgegeben und es begann der Abbau von Eisenerz und Lahnmarmor.
Beides wurde schon lange beendet.
Heute ist Balduinstein touristisch geprägt. Hier gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege.

INFO: Auf dem Berg oberhalb von Balduinstein liegt die Burg Schaumburg. Diese wurde im 10. Jahrhundert schon erbaut. Im Zeitalter des Romantismus ließ Erzherzog Stephan von Österreich die Burg umgestalten und als neugotisches Schloss ausbauen.

ROUTE: Der Lahntalradweg verlässt "Balduinstein" auf der K25 und bleibt auf der wenig befahrenen Straße. Nach knapp vier Kilometern erreichen Sie den Ort "Geilnau".

Geilnau Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Laurenburg: 7 km, ← Balduinstein: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 53,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 18 km

SEHENSWERT: Waldecksches Jagdschloss

INFO: Der Ort wurde schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Im Ort gibt es eine Sauerquelle. Das „Geilnauer Sauerwasser“ wurde im 18. und 19. Jahrhundert viel verkauft. Heute ist die Abfüllung eingestellt.

ROUTE: Der offizielle Radweg ist auf der K25 hinauf nach "Holzappel" beschildert. Die kleine Straße ist sehr steil, sie erklimmt 200 Höhenmeter im Wald.
Von "Holzappel" aus folgt der Lahntalradweg der K23 hinunter nach "Scheidt" und führt dann in Kurven bergab nach "Laurendorf" weiter.

1. ALTERNATIVE: Im Bikelineführer ist eine Alternativroute beschrieben, die entlang der Lahn bis zur "Scheidter Schleuse" führt. Von dort folgen Sie einem Waldweg in Serpentinen hinauf nach "Scheidt".
Von "Scheidt" geht es nach links wieder steil hinunter nach "Laurenburg".

INFO: Die Strecke über "Holzappel" ist von Radlern nur wenig befahren, weil die meisten Radler die unnötigen Höhenmeter scheuen.
Die Alternativen sind die Fahrradmitnahme der Bahn ab Balduinstein bis Laurenburg, ein Busshuttle oder der schmale Leinsteg entlang der Lahn, den eine Bürgerinitiative wieder befahrbar gemacht hat.
Allerdings muss man aufpassen, der Weg ist schmal und bei Gegenverkehr sogar gefährlich.

ZUR SACHE: Lückenschluss Geilnau und Laurenburg!

Dank der Interessengemeinschaft "Pro-Lahntalradweg", die sogar den alten Leinpfad entlang der Lahn wieder begehbar gemacht hatte, sind vor kurzem die Fahrradbrücken über die Lahm aufgebaut worden. Jatzt kann das Passieren dieses Abschnittes gefahrenfrei erfolgen.

2. ALTERNATIVE PRO LAHN: Die Variante der Interessengemeinschaft "Pro-Lahntalradweg" führt ebenfalls entlang der Lahn bis zur "Scheidter Schleuse".
Von dort folgen Sie dem Weg um das umzäunte Gelände der Schleuse und halten sich links im Tal.
Jetzt führt der Radweg über zwei Brücken durch den traumhaftsen Abschnitt.

ROUTE: Eines der absoluten landschaftlichen Highlights des Lahntalradweges finden Sie auf dem kommenden Kilometer. Der Weg ist zwar schmal, aber traumhaft schön. Hier geht das Herz auf!
Wer sich unsicher ist, sollte lieber schieben, der Ausblick auf die Natur lässt sich so noch besser genießen. Vorsicht bei Gegenverkehr!

ROUTE: Der Leinpfad erreicht die Schleife der Lahn und kürzt die Spitze ab. Der Radweg geht nun in einen Wirtschaftweg über und führt etwas erhaben vom Fluss am Hang weiter. Am Horizont sieht man schon die Ruine Laurenburg rechts über dem Tal.

ROUTE: Von allen Varianten aus erreichen Sie "Laurenburg" auf der "Hauptstraße".

Laurenburg


Entfernungen: → Obernhof: 8,5 km, ← Geilnau: 7 km
⊗ ⇐ Ziel: 46,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 25 km

SEHENSWERT: Burgruine Laurenburg

INFO:Der Ort wurde im 11. Jahrhundert erstmals im Zusammenhang mit Graf Dudo erwähnt, der die Burg Laurenburg erbaute. Er ist Stammvater der Grafen von Nassau.
Etwa im Jahr 1800 wurde das Schloss Laurenburg von den Fürsten von Anhalt-Bernburg als Sommersitz erbaut, es ist heute ein Pflegeheim.

ROUTE: Der Radweg durchquert auf der "Hauptstraße" den Ort und führt am Schloss Laurenburg vorbei.
Er erreicht die B417 und folgt ihr auf einer separaten Spur an einer Felswand entlang im engen Lahntal.

ROUTE: Der Radweg führt hinunter zur Lahn und folgt ihr auf einem Asphaltweg.
Zahlreiche Kanuten in der Lahn winken den Radlern begeistert zu.
Nach guten sechs Kilometern entlang der Lahn erreichen Sie den Ort "Obernhof".

Obernhof


Entfernungen: → Nassau: 7,5 km, ← Laurenburg: 8,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 38 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 33,5 km

SEHENSWERT: Schloss Langenau, Ruine Langenau, Kloster Arnstein

INFO: Der Ort Obernhof liegt zwischen Taunus und Westerwald. Der Ort Obernhof ist eine der wenigen Weinbaugemeinden an der Lahn.

WEINBAU: Auf sogenannten wurzelechten Reben werden hier Spätburgunder, Regent und Rieslingweine angebaut. Die Rebstöcke sind oft schon über 100 Jahre alt.

ROUTE: Der Radweg überquert die Lahn auf der Brücke der "Seelbacher Straße". Nach 150 Metern zweigt der Radweg auf die "Arnsteiner Straße" nach rechts ab.
Hier sieht man schon das Kloster Arnstein, das gute 50 Meter über dem Talgrund steht.

INFO: Gut 50 Höhenmeter über dem Tal liegt das berühmte Kloster Arnstein.
Im Jahre 1139 wandelte der letzte Graf von Arnstein seine Burg in ein Kloster um und trat dort selbst als Bruder ein.

ROUTE: Der Radweg führt steil, mit bis zu 14% hoch zum Kloster Arnstein. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick auf das enge Lahntal.

INFO: Das Kloster steht weit sichtbar auf einem Bergsporn. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick auf das enge Lahntal.
Das Kloster entstand im 12. Jahrhundert durch Umbau der ehemaligen Burg. Aus der Anfangszeit ist noch sehr viel erhalten geblieben, selbst die Chorfenster und der Kirchenboden.
Im Klostergebäude betreiben die Arnsteiner Padres eine Jugendbegegnungsstätte. Leider werden sie 2018 aus Altersgründen schließen müssen.

INFO: Das Kirchenschiff ist durch die Jahrhunderte gotisch geblieben Im 18. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff umgestaltet. 1765 erhielt es einen barocken Hochaltar.

ROUTE: Der Lahntalradweg verlässt das Kloster auf einer einspurigen Fahrstraße auf der Höhe. Die Straße ist sehr schmal und man muss mit Gegenverkehr rechnen.

INFO: Von der schmalen Straße am Berghang bietet sich immer wieder ein schöner Blick auf das Lahntal. Beeindruckend ist die Sicht auf Schloss Langenau und das dahinter liegende Kloster Arnstein.

ROUTE: Auf den kommenden vier Kilometern bis "Nassau" müssen Sie mit starken Gefällen und auch mit einer ebensolchen Steigung rechnen.
Vorsicht bei engen Kurven, eventuell kommt ein ungeübter Sonntagsfahrer entgegen.

ROUTE: Der Lahntalradweg erreicht das Tal und führt auf die Stadt Nassau zu. Auf dem Berg steht der markante Turm der Burg Nassau.
Sie erreichen das Stadtgebiet von Nassau auf dem "Gutenauer Weg".

Nassau Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Dausenau: 4 km, ← Obernhof: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 30,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 41 km

SEHENSWERT: Burg Nassau, Steinsches Schloss, Adelsheimer Hof, Johanniskirche

INFO: Nassau wurde im 10. Jahrhundert im Zusammenhang des Besitzes eines Fronhofs des deutschen Königs Konrad I. erstmals erwähnt.
Im 12. Jahrhundert erbauten die Grafen von Laurenburg die Burg Nassau und nannten sich auch nach der Burg. Sie ist auch das Stammhaus des niederländischen und des luxemburgischen Herrscherhauses.
Im Jahre 1348 wurde Nassau zur Stadt erhoben.
Die Stadt musste viel Brände und Überschwemmungen über sich ergehen lassen. Das Schlimmste waren die beiden überraschenden Luftangriffe im 2. Weltkrieg, bei dem über 80% der historischen Altstadt vernichtet wurden.
Die Johanniskirche wurde im Stil der rheinischen Spätromanik erbaut, sie wurde nach den Zerstörungen wieder aufgebaut.

INFO: Links der Lahn liegt der Stadtteil Bergnassau. Dort haben einige alte Fachwerkhäuser überlebt.

INFO: In Nassau wurde 1828 die erste eiserne Kettenbrücke erbaut. Sie war wegweisend für andere Bauten. Allerdings steht heute an ihrer Stelle eine Hängebrücke aus dem Jahre 1926. Im Hintergrund sieht man die Johanniskirche.

ROUTE: Der Lahntalradweg verlässt bei der Lahnbrücke die "Bezirksstraße" und führt links der Lahn neben dem "Burgbergweg" weiter. Vom Tal biete sich nochmal ein schöner Blick auf den Turm der Burg Nassau. Der Radweg erreicht die Bahnlinie und folgt ihr entlang der Lahnschleifen drei Kilometer bis zum links der Lahn gelegenen Teil des Ortes "Dausenau.

Dausenau


Entfernungen: → Bad Ems: 5,5 km, ← Nassau: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 26,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 45 km

SEHENSWERT: 1100 Jahre alte Gerichtseiche, St. Kastorkirche, ehemalige Stadtbefestigung, Torturm, Schiefer Turm

INFO: Der Ort wurde 1234 in den Geschichtsbüchern erstmals erwähnt, ist aber schon älter. Mit Türmen und Mauern bewehrt wurde er 1348 zur Stadt erhoben. Heute sind noch zwei Türme und Reste der Ummauerung erhalten.
In der St. Kastorkirche wurden Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert frei gelegt.

ROUTE: Sie folgen der Straße "Auf dem Werth" und überqueren auf einer Brücke die Bahnlinie. Der Radweg führt nach links am Campingplatz vorbei und verlässt den Ort.
Gut beschildert radeln Sie durchs Tal, passieren eine Lahnschleuse und erreichen entlang dem Lahnbogen den "Bahnhofsplatz" von "Bad Ems", der links der Lahn liegt.

Auf der "Bahnhofstraße" erreichen Sie die Brücke über die Lahn und radeln auf der anderen Seite nach links weiter.

Bad Ems Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Nievern: 2,5 km, ← Dausenau: 5,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 21 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 50,5 km

SEHENSWERT: Bäder-Architektur, Spielbank, Brunnenstuben

INFO: In Bad Ems überquerte der römische Limes die Lahn. Das Kastell Ems lag im Bereich der heutigen Stadtmitte.
Im 6. Jahrhundert siedelten sich hier Franken an. Die Quellen wurde im 14. Jahrhundert erwähnt, zu gleicher Zeit wurde Ems zur Stadt erhoben. Wahrscheinlich gab es damals schon ein Bad. Im Jahre 1474 wurde ein gemeinschaftliches Badehaus der Herren von Nassau und der Landgrafen von Hessen erbaut.
Im 17. Jahrhundert boomte Bad Ems. Zahlreiche Herrscher hatten hier ihren Sommersitz.
Heute ist das geschlossene Ensemble der beeindruckenden Bäder-Architektur des Kaiserbades noch vollkommen erhalten. "Bad Ems" wurde mit weiteren Bädern als Weltkulturerbe vorgeschlagen.

INFO: Der Emser Quellenturm wurde 1908 über der "Neuquelle" erbaut. Er ist zum Wahrzeichen von Bad Ems geworden.

INFO: Öffentlich zugänglich ist das Brunnenhaus der Römerquelle. Das Wasser kommt mit 42 Grad aus der Quelle und hilft der Verdauung.

INFO: Das ehemalige barocke Badeschloss des Hauses Nassau-Oranien wird heute als Hotel und Gesundheitszentrum genutzt.

ROUTE: Der Lahntalradweg folgt der "Römerstraße" entlang der historischen Gebäude an der Spielbank vorbei bis zur ersten Abzweigung nach links.
Gleich darauf zweigt der Radweg nach rechts auf die "Viktoriaallee" ab und folgt dann der "Jahnstraße" geradeaus weiter. Sie radeln an der Insel "Silberau" entlang und folgen weiter dem Radweg direkt an der Lahn.
Nach knapp drei Kilometern sind Sie in "Nievern".

Nievern


Entfernungen: → Lahnstein: 10,5 km, ← Bad Ems: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 18,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 53 km

SEHENSWERT: Kirche St. Katharina, Nieverner Hütte auf der Insel Oberau

INFO: Der Ort Nievern hat eine Kirche mit romanischem Turm aus dem 12. Jahrhundert. Vermutlich war aber schon ein paar Jahrhunderte vorher eine Fähre an der Lahn.

ROUTE: Der Radweg verläuft auf der rechten Seite der Lahn.
An der Insel "Oberau" radeln Sie an der historischen Schleuse "Nievern" entlang. Die Schleuse wurde 1882 erbaut und 1964 erneuert.

INFO: Auf der "Insel Oberau" liegt das Industriedenkmal "Nieverner Hütte".
Heute sind dort Kleinbetriebe untergebracht

ROUTE: Der Radweg bleibt rechts der Lahn und folgt dem ehemaligen, heute aber asphaltierten Leinpfad.

Ab und zu passieren Sie an der Lahn eine Anlegestelle für Boote.

INFO: Auf der linken Lahnseite wurde im 19. Jahrhundert sehr erfolgreich die Grube "Friedrichssegen" betrieben. Es wurden Silber, Blei und Zink gefördert. Neueste Innovationen wie z.B. eine Zahnradbahn, waren hier im Einsatz. Wohnungen und Schulen entstanden.
Im Jahre 1900 endete der Betrieb. Versuche, die Grube weiterzuführen, scheiterten.

ROUTE: Der Radweg umfährt eine weitere Schleife der Lahn und erreicht den Stadtrand von "Lahnstein".

Rechts der Lahn liegt "Oberlahnstein" mit der "Burg Lahneck". Sie wurde 1226 erbaut und war bis zum 30-jährigen Krieg ein wichtiger Standort, in ihr wurde sogar ein deutscher König gewählt. Nach ihrer Zerstörung wurde sie 1852 neugotisch aufgebaut und gehörte verschiedenen Eigentümern. Vizeadmiral der kaiserlichen Marine Robert Mischke kaufte die Burg 1907, seither ist sie im Besitz der Familie.

Lahnstein Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Koblenz: 8 km, ← Nievern: 10,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 8 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 63,5 km

SEHENSWERT: romanische Johanniskirche, Schloss Martinsburg, Burg Lahneck, Hexenturm

INFO: In Lahnstein hatten die Römer im Jahre 369 schon einen Wachturm zum Schutze von Koblenz erbaut. Auf dessen Grundfesten wurde erst das Haus Lohenstein, dann um 1136 die romanische Johanniskirche erbaut. Diese steht noch heute.
Früher waren Ober- und Niederlahnstein getrennte Orte, jetzt sind sie gemeinsam eine Stadt.

INFO: Die Johanniskirche wurde im 9. Jahrhundert erst als Kapelle und 1130 in der heutigen Form erbaut. Sie gilt als eine der ältesten Emporen-Kirchen am Rhein.

INFO: Nach ihrer Zerstörung durch Revolutionstruppen im 18. Jahrhundert blieb sie lange eine Ruine und wurde erst 1856 wieder im alten Stil aufgebaut. Heute ist sie ein Juwel.

ROUTE: Der Lahntalradweg endet eigentlich hier an der Mündung der Lahn in den Rhein.

Wer möchte, kann bis Koblenz oder Ehrenbreitstein weiterfahren.

ROUTE: Der weitere Radweg bleibt direkt am Rhein und führt sechs Kilometer weiter bis zur "Pfaffenheimer Brücke". Dort können Sie den Rhein überqueren und nach "Koblenz" fahren.
(Vorsicht: Der Abzweig ist gut beschildert schon lange vor der Brücke)

Koblenz Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Koblenz: 0 km, ← Lahnstein: 8 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 71,5 km

SEHENSWERT: Alte Burg, Deutsches Eck, schöne Innenstadt, Festung Ehrenbreitstein

INFO: Info: "Koblenz" liegt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.
Kein Wunder, dass diese strategisch wichtige Stelle schon vor 9000 Jahren bewohnt war.
Die Römer errichteten hier ein riesiges Kastell, in der fränkischen Zeit stand hier eine Königspfalz und schon im dritten Jahrhundert wurde hier das "Stift St. Kastor" gegründet.
Schnell war Koblenz Reichsstadt und wichtiger Verwaltungssitz. "Kaiser Heinrich II." schenkte die Stadt 1018 den "Trierer Kurfürsten", die sie 1690 sogar zur "Residenzstadt" machten. Kein wundern also über die mächtigen Kirchen und die herrschaftlichen Bauten.
Als einem der ersten historischen Gebäude radeln Sie an der "Alten Burg" vorbei.
Dieses Gebäude wurde von den Kurfürsten als "Trutzburg" gegen das Volk erbaut. Heute ist es Stadtarchiv.

INFO: Der Fahrradweg führt weiter am Moselufer in Richtung "Deutsches Eck".
Hier steht ein überdimensionales Reiterstandbild, das den reitenden Wilhelm darstellt.

INFO: Gegenüber auf der anderen Moselseite liegt die "Festung Ehrenbreitstein" auf dem Hügel.
Die uneinnehmbare Festung Ehrenbreitstein liegt über dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Der preußische Festungsbau entstand 1817 und 1828 auf den kurtrierischen Vorgängerbauten.

INFO: Ehrenbreitstein gehört heute zu Koblenz. Große Impulse erhielt es durch die Bundesgartenschau 2011, als die Seilbahn von Koblenz zur Festung gebaut wurde - eigentlich nur zur Gartenschau. Aber es wurde eine erfolgreiche, bleibende touristische Einrichtung.

INFO: Die Stadt Koblenz hat beeindruckende und schöne Plätze mit Standbildern und Brunnen.

INFO: Lohnenswert ist in jedem Fall ein Rundgang durch die Stadt. Sehenswert sind die vielen Kirchen, der Münzplatz, das kurfürstliche Schloss und vieles, vieles andere.

INFO: Hier mündet die Mosel in den Rhein. Wer möchte, kann auf dem Rheinradweg nach Norden oder Süden radeln, oder entlang der Lahn ....

Ehrenbreitstein


Entfernungen: → Ehrenbreitstein: 0 km, ← Lahnstein: 8 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 71,5 km

SEHENSWERT: Festung Ehrenbreitstein, Kapuzinerkloster, Augustiner-Eremiten-Kloster

INFO: Der Ort "Ehrenbreitstein" wurde im 13. Jahrhundert erstmals genannt. Dann hieß er mal "Dael", dann "Philippsburg" wegen des Residenzschlosses.
Durch die Jahrhunderte hatte der Ort viele Namen.
Er war bis zum 18. Jahrhundert Kurfürstliche Residenz.
In preußischer Zeit wurde er Garnisonsstadt und die Festung Ehrenbreitstein wurde umgebaut.
Ehrenbreitstein gehört heute zu Koblenz. Große Impulse erhielt es durch die Bundesgartenschau 2011.

Die uneinnehmbare Festung Ehrenbreitstein liegt über dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Der preußische Festungsbau entstand 1817 und 1828 auf den kurtrierischen Vorgängerbauten.

INFO: Im 15. Jahrhundert wurde in Ehrenbreitstein ein Augustinereremitenkloster gegründet. Der Erbauer war der Trierer Kurfürst und Erzbischof Philipp Christoph von Sötern.