Mainradweg Etappe 3

Burg ColmbergMainradweg Etappe 3 : Von Volkach nach Würzburg:

Sie starten auf dieser Etappe in "Volkach", das neben einer gut erhaltenen Stadtbefestigung auch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten und ein historisches Stadtbild bietet. Auf den Hügeln der Mainschleife steht die Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten". Entlang der Schleife radeln Sie durch Nordheim und finden in "Dettelbach" die nächste Wallfahrtskirche "Maria im Sand" . Aus dem 13. Jahrhundert stammt "Kitzingen" mit seiner historischen Stadtmauer und der schönen historischen Innenstadt. Traumhaft ist dassehr gut erhaltene mittelalterliche "Marktbreit", das sollten Sie ebenfalls auf Ihrer Besichtigungsliste setzen.
Bald kommt das aus dem 8. Jahrhundert stammende "Ochsenfurt" in Sicht. Auch hier finden Sie eine sehr schöne historische Altstadt.
Das Künstlerdorf "Sommerhausen" und das auf der anderen Mainseite liegende "Winterhausen" sind die letzten großen Haltepunkte vor der mainfränkischen Metropole "Würzburg".
Überragt wird Würzburg von der Festung Marienberg. Lang ist die Liste der Sehenswürdigkeiten in der alten Weltkulturerbe-Stadt.
Ein Tag wird kaum reichen um die wichtigsten zu besichtigen.

Anfahrt: mit Rad, Auto oder Bahn nach Volkach
Rückfahrt: mit Rad, Auto oder Bahn nach Würzburg
Streckenlänge: 60,5 km
Fahrzeit: ca. 4 Stunden
Höhenmeter: 180 m
Eignung: Tourenradler, Radeln mit Kindern, E-Bike geeignet


Übernachten auf der Tour

Hier finden Sie die Übernachtungsliste

Karte

Mainradweg Etappe 3MainradwegEtappe von Volkach nach WürzburgCopyright:www.fahrrad-tour.de Würzburg Randersacker Marktbreit Ochsenhausen Kitzingen Dettelbach Volkach Schwarzach
Tipp: Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet.

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: 200 m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


 

Volkach


Entfernungen: → Nordheim: 4,5 km, ← Volkach: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 60,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

SEHENSWERT: Historische Innenstadt, Rathaus, St. Bartholomäuskirche

INFO: Volkach hat eine lange Geschichte und sehr viele Sehenswürdigkeiten. Tore und Türme der Stadt sind noch größtenteils erhalten.
Besonders sehenswert ist das Rathaus aus dem Jahre 1544, ein vielseitiger Bau, der Aufgaben vom Ratssaal, Gericht, über Gefängnis (Narrenhäuschen) und Weinkeller zu erfüllen hatte.

INFO: Die weithin sichtbare Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem 52 Meter hohen Turm stammt aus dem Jahr 1413.

ROUTE: Der Mainradweg folgt nun direkt dem Mainkanal bis zu einer Brücke. Von hier können Sie entscheiden, ob Sie dem einfachen, kurzen Weg entlang des Mainkanals folgen oder dem originalen Flusslauf um den 290 m hohen Kreuzberg folgen.

ROUTE: Der gut ausgeschilderte Radweg folgt der längeren Mainschleife, umgeht Astheim und beschreibt eine 180°-Schleife bis Nordheim.

ROUTE: Auf einem sehr schön ausgebauten Radweg neben der Straße geht es nun weiter bis ins historische Nordheim.

Nordheim


Entfernungen: → Sommerach: 6 km, ← Volkach: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 56 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 4,5 km

SEHENSWERT: Zehnthof

INFO: Von den Franken gegründet, liegt der in einem fruchtbaren Paradies liegende Ort zwischen Weinbergen und in Talnähe zwischen Obstbäumen und Spargelfeldern.

INFO: In einer großen Schleife führt der Fahrradweg durch Felder und später am Rande eines riesigen Weinberges um den Kreuzberg. Der gesamte Kreuzberg besteht ausschließlich aus Rebhängen.

INFO: Nach sechs Kilometern Natur erreichen Sie Sommerach am südlichen Ende der Weininsel.

Sommerach


Entfernungen: → Dettelbach: 8 km, ← Nordheim: 6 km
⊗ ⇐ Ziel: 50 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 10,5 km

SEHENSWERT: Lage auf der Weininsel

ROUTE: Leicht bergauf steigt der Fahrradweg an und überquert den kerzengerade angelegten Mainkanal.
Nach der Brücke zweigen Sie nach rechts ab und radeln auf einem Wirtschaftsweg nach Süden.

INFO: Auf der linken Mainseite hinter einem Wald kommt nun Münsterschwarzach in Sicht.

Das Kloster hat eine sehr tragische Geschichte hinter sich. Einst als Kloster des Kaiserhauses gegründet, kam es sehr schnell nach dem Machtwechsel in andere Hände. Ein Auf und Ab durch die Jahrhunderte bescherte dem Kloster nach einer Hochphase im17. Jahrhundert einen Neubau der ursprünglich romanischen Kirche in den barocken Stil.
Leider kam dann Napoleon dazwischen, der das Kloster niederreißen ließ. Erst im 20. Jahrhundert zwischen 1935 und 1938 kam es zum Wiederaufbau des Kirchenhauses.

ROUTE: Der Fahrradweg führt nun durch Münsterschwarzach hindurch und erreicht ohne Bebauungsgrenze Stadtschwarzach.

Über die Hörblacher Straße erreichen Sie den Radweg längs der B22, die den Main überquert.

Rechts der Straße liegt Schwarzenau.
Leicht bergauf geht es nun auf einem Radweg längs der Bundesstraße in Richtung Dettelbach.

Auf der linken Seite liegt ein Industriegebiet, danach geht es leicht bergab nach Dettelbach.
Die Fassade einer Klosterkirche ragt über die Häuser einer Siedlung heraus. Das ist die Wallfahrtskirche "Maria im Sand", die ursprünglich weit außerhalb des Ortes in den Weinbergen lag.

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Entfernungen: → Kitzingen: 7,5 km, ← Sommerach: 8 km
⊗ ⇐ Ziel: 42 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 18,5 km

SEHENSWERT: Rathaus von 1512, Stadtpfarrkirche St. Augustinus, Tore, Mauern und Altstadt.

INFO: Fast vollständig erhalten sind die Ummauerung und die Türme von Dettelbach. Früher standen 52 Türme in der wehrhaften Mauer, heute sind es immer noch dreißig.
Umkämpft wurde Dettelbach von den Würzburger Fürstbischöfen, die schließlich auch den Kampf gewannen und dem Ort die Stadtrechte verliehen. Von weither sichtbar ist die Stadtkirche St. Augustinus, die mit ihren ungleichen Türmen auffällt. Auf dem Marktplatz ist das spätgotische Rathaus mit seiner doppelläufigen Freitreppe sehenswert. Es gehört zu den schönsten des Maingebietes.
Die Wallfahrtskirche "Maria im Sand" ist durch ihre Mischung aus Spätgotik und Renaissance überregional bekannt, sie liegt etwas außerhalb.

ROUTE: Der Fahrradweg bleibt ab Dettelbach ziemlich nahe am Main und durchfährt die ursprünglichen Mainauen.

ROUTE: Der Fahrradweg folgt nun dem Main und unterquert die Autobahnbrücke der A3. Sie folgen dem Wirtschaftsweg neben der Landstraße und erreichen bald den Weinort "Mainstockheim".

Der Ort ist schon aus dem 11. Jahrhundert urkundlich belegt. Er gehörte im Mittelalter zum Kloster Ebrach.

ROUTE: Nach Mainstockheim verlassen Sie die Mainauen und radeln neben der ST2270 auf einem Radweg direkt nach Kitzingen.

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Entfernungen: → Markbreit: 10 km, ← Dettelbach: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 34,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 26 km

SEHENSWERT: Schönes Rathaus, Fasnachtsmuseum im schiefen Turm, Türme und Stadtmauer

INFO: Kitzingen wurde etwa im Jahre 1300 an der strategisch wichtigen Mainbrücke gegründet und kam durch Handel und Zölle zu Reichtum. Kurz vor Kriegsende trafen Bomben die Stadt und zerstörten sie stark. 700 Menschen kamen ums Leben.
Trotzdem sind noch einige der mittelalterlichen Türme, das Rathaus aus der Renaissancezeit und die Kirche St. Johannes erhalten geblieben.

Auf der alten Mainbrücke überqueren Sie den Fluss und radeln auf der linken Seite durch ein Parkgebiet aus der Stadt.
Von hier aus haben Sie nochmals einen schönen Blick auf Kitzingen.

ROUTE: Der Fahrradweg passiert den Campingplatz und führt dann von der Straße weg in Mainnähe. Durch weitläufige Felder radeln Sie nun auf Marktsteft zu.

INFO: Rechts des Mains liegt der Weinort Sulzfeld, dessen historischen Tore und Mauern noch erhalten sind.

ROUTE: Der Mainradweg erreicht die ersten Häuser von Marktsteft. Der Stadtname leitet sich übrigens von St. Stephan, dem hiesigen Kirchenpatron, ab.
In der Stadt geht es leicht aufwärts durch ein Neubaugebiet. Jenseits der Bundesstraße führt der Radweg dann wieder leicht bergab nach Marktbreit.

Markbreit


Entfernungen: → Ochsenfurt: 6 km, ← Kitzingen: 10 km
⊗ ⇐ Ziel: 24,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 36 km

SEHENSWERT: Prächtige Handelshäuser, Malerwinkel, Rathaus und Seinsheimisches Schloss

INFO: Marktbreit war schon von Römern besiedelt. Sein Aufstieg zur Stadt verdankt es dem Handel.
Besonders sehenswert ist der Malerwinkel nahe dem Maintor.
Aber auch sonst lohnt ein Rundgang durch die Stadt.

ROUTE: Von Marktbreit aus gibt es zwei Varianten zur Weiterfahrt. Die Route am rechten Ufer führt über den schönen Weinort Frickenhausen, ist aber etwas bergiger.
Die Route am linken Ufer führt mit Sicht auf Frickenhausen direkt nach Ochsenfurt.

Der letztgenannte Radweg verlässt Marktbreit und führt unter der hohen Autobahnbrücke der A7 hindurch. Er folgt zunächst der Landstraße, führt dann aber hinunter zum Main.
Auf diesem Weg sieht man die wehrhaften Tore des Winzerortes Frickenhausen jenseits des Flusses.

ROUTE: Der Radweg durchquert nun bewaldete Mainauen und erreicht bald unter einer steinernen Brücke die Stadt Ochsenfurt.

Ochsenfurt


Entfernungen: → Sommerhausen: 6,5 km, ← Marktbreit: 6 km
⊗ ⇐ Ziel: 18,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 42 km

SEHENSWERT: Stattliche Festungstürme, Rathaus, historische Altstadt, Spitalkirche

INFO: Bis heute besitzt die historische Altstadt von Ochsenfurt eine nahezu vollständig erhaltene, mittelalterliche Befestigungsanlage mit Toren und Türmen. Besonders auffällig ist das gotische Rathaus mit der kunstvollen Figurenuhr und dem sogenannten Narrenhäuschen.
In der Innenstadt gibt es zahlreiche Straßenzüge mit Fachwerkhäusern.


ROUTE: Zur Weiterfahrt überqueren Sie den Main und fahren auf der alten Mainbrücke nach Kleinochsenfurt hinüber.
Hier war früher eine Furt, also eine Flachstelle des Mains, durch die der Handelsverkehr auf von Ochsen gezogenen Wagen stattfand.

Direkt am Main entlang folgen Sie zunächst einem Kleingartengebiet und passieren dann eine der zahlreichen Staustufen des Mains.
Danach bleibt der Radweg direkt am Main und Sie haben eine schöne Sicht auf die den Main begleitenden Weinberge.

Das kleine ummauerte Weinstädtchen Sommerhausen kommt nun in Sicht.

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Entfernungen: → Randersacker: 7 km, ← Ochsenfurt: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 12 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 48,5 km

SEHENSWERT: Sommerhauser Schloss, historischer Kern, kleinstes Theater Deutschlands im Torturm.

INFO: Liest man in Reiseführern, wird Sommerhausen oft das "Worpswede Frankens" genannt. Ursache ist das von Luigi Malpiero gegründete Torturm-Theater in dem nur etwa 50 Sitzplätze sind.
Der Ort selbst ist sehr liebevoll restauriert und geschmückt. Man fühlt sich sofort heimisch und ist begeistert. Die Wehrhaftigkeit des kleinen Ortes hat ihm den Spitznamen "Wehrhafter Zwerg" eingetragen.

ROUTE: Der Fahrradweg bleibt weiterhin am Main, doch gleich daneben verläuft die mit Schallschutzmauern abgeschottete B13, die den Blick nach rechts einschränkt.

Bald passieren Sie nahezu unbemerkt Eibelstadt und erreichen nach der Unterquerung der A3 den aus den Staumeldungen bekannten Ort Randersacker.

Randersacker


Entfernungen: → Würzburg: 5 km, ← Sommerhausen: 7 km
⊗ ⇐ Ziel: 5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 55,5 km

SEHENSWERT: Spätromanische Kirche St. Stephan, ehemaliger Zehnthof, Rathäuser, reiche Weinhöfe

INFO: Die Winzergemeinde Randersacker ist für ihren köstlichen Wein bekannt. Durch diesen Wein, vor allem aus den Lagen Sonnenstuhl, Lämmerberg und Pfülben kam auch Reichtum nach Randersacker.
Zahlreiche Weinhöfe und die drei Rathäuser aus verschiedenen Epochen zeugen vom Reichtum des Ortes.

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Entfernungen: → Würzburg: 0 km, ← Randersacker: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 60,5 km

SEHENSWERT: Die Festung Marienberg, die Residenz (UNESCO-Weltkulturerbe), Dom St. Kilian, das Neumünster, u.v.a.m.

INFO: Würzburg war durch die strategisch günstige Lage schon früh besiedelt. Reste einer keltischen Fliehburg aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend belegen dies.
Urkundlich tritt Würzburg bereits im 7. Jahrhundert auf. Die "Frankenapostel" Kilian, Kolonat und Totnan christianisierten das Gebiet.
"Würzburg" wurde schon früh Bischofssitz und schon Anfang des 15. Jahrhunderts wurde der Vorläufer der Universität gegründet.
Die Stadt entwickelte sich rasch und kam zu Wohlstand.
Leider zerstörte das Bombardement am Ende des zweiten Weltkrieges viel historische Substanz.
Glücklicherweise wurden wichtige Bauten wiederhergestellt, so dass "Würzburg" auch heute eine wunderschöne sehenswerte Stadt ist.

Dominant liegt die Festung Marienburg oberhalb von "Würzburg". An dieser strategisch wichtigen Stelle hatten die fränkischen Führer bereits im 8. Jahrhundert eine Burg erbaut. Die heutige Form prägte Julius Echter, der die Burg im Jahre 1573 zum Renaissanceschloss umgestaltete.

INFO: Der Kiliansdom wurde in salischer Zeit in romanischem Stil erbaut.
Nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche im ursprünglichen Stil wieder hergestellt. Auffallend ist die helle Innengestaltung.

INFO: Die Residenz wird als Hauptwerk des süddeutschen Barockstils genannt. Geplant wurde es von Balthasar Neumann.
Das Schloss ist Weltkulturerbe der UNESCO.

INFO: Der Marienberg war schon früh befestigt. Heute steht dort die Festung "Unser Frauen Berg".

INFO: Von der Festung Marienberg überblickt man die ganze Altstadt von Würzburg. Die Türme der zahlreichen Kirchen überragen die städtische Bebauung.


INFO: Unbedingtes Muss ist zumindest eine äußere Besichtigung der Würzburger Residenz. Das Schloss gilt als eines der schönsten Europas und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe ernannt.

ROUTE: Vom Zentrum aus radeln Sie gut beschildert in Richtung Fluss und überqueren den Main auf der "Alten Mainbrücke".

INFO: Die alte Mainbrücke soll schon im zwölften Jahrhundert die damalige Furt ersetzt haben. Von ihr hat man einen schönen Blick auf das Rathaus, den Dom und die Festung Marienberg.