Hohenzollernradweg Tuttlingen Bodensee

Hohenzollernradweg: Etappe von Tuttlingen bis zum Bodensee
Diese letzte Etappe des Hohenzollernradweges führt von Tuttlingen steil bergauf zur Wittohhöhe.
Von hier oben gibt es eine phantastische Aussicht zum Bodensee und in Richtung Alpen.
Danach radeln Sie 400 Höhenmeter entspannt auf kleinen Straßen bergab durch eine waldreiche Landschaft.
Schöne Orte mit Burgen und Schlössern liegen am Weg.
Das nächste Ziel ist Ludwigshafen am Bodensee.
Wir empfehlen den Hohenzollernradweg auch für Weitfahrer aus Holland als Nord-Süd Verbindungsstrecke vom Neckartal über das Doanutal zum Bodensee. Den Übergang vom Neckartal ins Donautal fahren Sie auf dem Radweg Rottweil - Spaichingen - Tuttlingen.
Er ist eine Alternative zum Heidelberg - Schwarzwald - Bodenseeradweg.
Es gibt in Tuttlingen auch Wegweiser mit der Beschilderung "Bodensee". Dieser Radweg führt alternativ der B14 entlang nach Liptingen, kommt dann bei Eigeltingen wieder zum Hohenzollernradweg. Dieser Weg ist einfacher, lässt aber die landschaftlichen Höhepunkte aus.
Streckenlänge: 41,0 km,
Fahrzeit ca. 3 bis 4 Stunden, vergessen Sie die Besichtigungszeiten nicht!
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Hohenzollern-Radweg Karte
Hohenzollern-Radweg Höhendiagramm
Hohenzollernradweg Karte mit GPX-Track
Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier
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Hohenzollern-Radweg Orte am Weg - Entfernungstabelle
000,0 km Tuttlingen
006,0 km Witthoh
020,0 km Eigeltingen
022,0 km Aach
028,0 km Langenstein
030,5 km Orsingen
034,0 km Wahlwies
037,0 km Espasingen
041,0 km Ludwigshafen
→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt
Tuttlingen
Entfernungen: → Witthoh: 6 km, ← Tuttlingen: 00 km
⊗ ⇐ Ziel: 41 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 00 km
SEHENSWERT: St. Peter und Paulkirche, Marktplatz
INFO: Tuttlingen ist eine alte württembergische Amtsstadt.
Überragt wird sie von der Ruine der 1645 zerstörten Burg Honburg.
Die Geschichte Tuttlingens geht aber weiter zurück: Grabungsfunde eines römischen Kastells beweisen dies.
797 wurde sie urkundlich erwähnt, litt dann aber sehr unter den Attacken der Reichsstädte. Ein gewaltiger Stadtbrand zerstörte die Innenstadt anfangs des 19. Jahrhunderts.
Streng klassizistisch wurde der Wiederaufbau geplant. Der alte Stadtkern weist immer noch diese regelmäßigen Strukturen auf.
INFO: Die Innenstadt ist heute verkehrsberuhigt, zahlreiche Plätze mit markanten Häusern laden zum Verweilen ein. Sehr dominant wirkt die Jugendstilfassade der evangelischen Stadtkirche.
INFO: Beim Wiederaufbau von Tuttlingen nach 1803 wurden die meisten Häuser im gleichen Stil erbaut. Umso erfreulicher, dass es zumindest nach der Aufbauzeit wieder individuelle Häuserformen gab.
ROUTE: Von der Voretappe oder dem "Donauradweg" erfolgt der Einstieg in den "Hohenzollernradweg" in der Stadtmitte von Tuttlingen.
Bei der Evangelischen Kirche finden Sie die gelbe Beschilderung "Hohenzollernradweg".
Auf dem Marktplatz folgen Sie der "Oberen Hauptstraße" nach Süden.
An der folgenden Kreuzung überqueren Sie die "Stockacher Straße" und folgen ihr etwa 300 Meter.
Hier zweigt gut beschildert der Radweg nach rechts in die ruhige "Freiburgstraße" ab.
Bergauf erreichen Sie die "Kreuzstraße" von der nach links die "Witthohsteige" abzweigt.
Die Straße steigt recht kernig an und erreicht die Bebauungsgrenze mit schönem Ausblick auf die Stadt.
Von dem steilen Weg "Hochstraße" bietet sich ein schöner Blick auf das im Donautal liegende Tuttlingen.
ROUTE: Der asphaltierte Wirtschaftsweg führt nun mit ordentlicher Steigung fast 2 km bergauf. Hier heißt es: Kräfte einteilen, denn die Steigung übersteigt teilweise die 10%-Marke.
In "Tuttlingen" waren Sie noch auf einer Höhe von 645 m ü.d.M., nach dem Anstieg fahren Sie auf einer Hochebene auf etwa 850 m ü.d.M. weiter.
INFO: Dieser Weg war früher der Reise- und Handelsweg von Tuttlingen zum Bodensee und nach Schaffhausen. Zahlreiche Fuhrleute verdienten gutes Geld mit dem Unterstützen der schweren Transporte über den Witthoh mit zusätzlichen Pferdewagen und Gespannen.
ROUTE: Ein wunderschöner, allerdings steiler Waldweg bringt Sie am "Wenigsbronner Hof" vorbei.
Hier wird der Anstieg wieder flacher und Sie radeln am "Lohhof" entlang weiter.
INFO: Weithin sichtbar ragt ein Fernmeldeturm über dem jetzt 850 m hohen Bergrücken auf, der zur "Hegaualb" gehört.
Fahren Sie auf jeden Fall zu diesem Turm auf dem "Witthoh". Die Aussicht auf alle Seiten ist beeindruckend.
Witthoh

Entfernungen: → Wasserburger Tal: 9 km, ← Tuttlingen: 6 km
⊗ ⇐ Ziel: 35 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 6 km
INFO: Eine grandiose Aussicht auf das gesamte Voralpenland liegt vor Ihnen.
Man überblickt vpn der Wittoh-Höhe den Hegau und hat bei guter Sicht ein prächtiges Alpenpanorama vor sich.
Davor liegt weit ausgebreitet der Bodensee.
Traumhaft schön ist der Blick auf den Überlinger See und den Gnadensee.
INFO: Nach Westen überblickt man den Hegau.
Links beginnend mit dem Allgäu, dem Bregenzer Wald, den Vorarlberger Alpen, dem Säntismassiv, dem Bündner Rätikon bis nach rechts zu den bizarren Vulkanbergen des Hegaus.
Es lohnt sich, hier zu Verweilen und sich sattzusehen.
INFO: Zum Greifen nah scheinen die markanten Bergspitzen der Alpen, teils aufgereiht wie die Zähne eines Gebisses, teils stolz und markant als Einzelmassiv.
ROUTE: Wieder zurück auf dem Hohenzollernradweg passieren Sie bei der Kreuzung eine Gaststätte und fahren ein Stück auf der Straße K5923 in Richtung "Emmingen".
Nach gut fünfhundert Metern zweigt der gut beschilderte "Hohenzollernradweg" nach rechts ab und durchquert leicht hügelig die Felder
INFO: Leicht bergab erreichen Sie eine sehenswerte Besonderheit: Mittelalterliche Pestkreuze.
Um den Ort Emmingen stehen an vier Stellen die markanten Kreuze aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurden wahrscheinlich aufgestellt um vor der hier herrschenden Pest zu warnen und um Hilfe zu bitten.
Auf ihnen steht: "Wanderer flieh! Hier haust die Pest"
ROUTE: Gegenüber des Aussichtspunktes mit den Pestkreuzen geht die ausgeschilderte Streckenführung des "Hohenzollernradweges" auf einem Wirtschaftsweg längs der B491 weiter. Nach 400 Metern verlässt sie die Bundesstraße schließlich und verläuft auf einer kleinen, unbenannten Straße in Richtung "Lazer Hof".<
Eine Traumabfahrt auf der kleinen Kreisstraße ins "Wasserburger-Tal" bringt Sie durch schöne Wälder an einem kleinen Bach entlang ins Tal. Zahlreiche Serpentinen - diesmal bergab - sind die Belohnung für den Aufstieg bei Tuttlingen.
Im Tal radeln Sie an Pferdekoppeln vorbei und erreichen die Kreuzung mit der K6177.
Wasserburger Tal

Entfernungen: → Eigeltingen: 5 km, ← Witthoh: 9 km
⊗ ⇐ Ziel: 26 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 15 km
ROUTE: Der Radweg erreicht die K6177 und zweigt nach links auf die K6119 ab. Der Hohenzollernradweg verläuft bis Eigeltingen auf der wenig befahrenen Straße.
Leicht bergauf geht es nun im Haslertal in Richtung Eigeltingen. Nach einem Sattel erreichen Sie den sehenswerten Ort.
Eigeltingen
Entfernungen: → Langenstein: 2 km, ← Wasserburger
Tal:: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 21 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 20 km
SEHENSWERT: Schloss Hegi, Schloss Langenstein, Fasnachtsmuseum, Lochmühle
INFO: Der Ort entstand wahrscheinlich schon im 4. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde er 764 in einer Schenkung an das Kloster St. Gallen.
Wenig später wurde es an das Kloster Reichenau weiter verschenkt.
So wechselte der Ort noch mehrmals seinen Besitzer.
Pankratz von Stoffeln erbaute 1548 das Schloss Hegi in der Ortsmitte. Zwischenzeitlich war es mal eine Brauerei. Während dieser Zeit veränderte man viel und riss Bausubstanz ab.
Der neue Besitzer restauriert das Schloss akribisch in den Stand des 16. Jahrhunderts.
INFO: Eine schmucke Kirche und zahlreiche Fachwerkhäuser schmücken die Ortsmitte. Heute ist Eigeltingen ein sehenswerter Ort mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten.
ROUTE: Auf der Straße am Sportplatz (K6119) erreichen Sie Eigeltingen und zweigen nach links auf die B19 in Richtung Ortsmitte ab.
Zur Weiterfahrt fahren Sie - von außerhalb kommend - vor dem Schloss Hegi nach rechts auf die "Langensteiner Straße".
Nach einem Kilometer erreichen Sie den steinbewehrten Eingang zum Schloss Langenstein.
Bergab radeln Sie zu dem prächtigen Schloss, das von einem Golfplatz umgeben ist.
Langenstein
Entfernungen: → Orsingen: 2,5 km, ← Eigeltingen: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 13 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 28 km
SEHENSWERT: Schloss Langenstein, Fasnachtsmuseum
INFO: Das Schloss Langenstein entstand als Bergfried schon im 11. Jahrhundert.
Im 16. Jahrhundert wurde es zum Schloss umgebaut und der Turm entstand.
Heute ist das Schloss in Privatbesitz und noch bewohnt.
Führungen und der Besuch der Museen sind aber möglich.
Schön liegt das riesige "Schloss Langenstein" über dem kleinen Tal.
TIPP: Im Inneren des Schlosses ist ein Fasnachtsmuseum untergebracht.
ROUTE: Der Radweg passiert das Schloss und zweigt, nach einer kleinen Talfahrt, noch vor der Brücke nach links ab.
Ein asphaltierter Wirtschaftsweg bringt Sie an einigen "Löchern" vorbei, die aus der Eiszeit stammen. Die Felswände sind Reste eines geologisch interessanten Trockentales.
ROUTE: Der Hohenzollernradweg überwindet vor dem "Stockfelder Hof" gemeinerweise noch die letzte, steile Erhebung vor dem Bodensee. Danach führt ein schöner Weg bergab hinunter nach Orsingen.
Orsingen
Entfernungen: → Wahlwies: 3,5 km, ← Langenstein: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 10,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 30,5 km
SEHENSWERT: Römische Funde, römische Siedlung
INFO: Kelten, Römer und Alemannen wohnten hier schon und hinterließen Reste.
Urkundlich erscheint Orsingen im 9. Jahrhunderte als Besitz des Klosters Reichenau.
ROUTE: Auf der "Langensteiner Straße" erreichen Sie Orsingen.
Sie folgen erst der "Hauptstraße", danach der anschließenden "Wahlwieser Straße".
Nach dem Ort beginnt ein separater Radweg neben der Straße. Sie folgen ihm etwa 500 Meter, dann zweigt er nach rechts ab und führt zu einer kleinen Kapelle.
ROUTE: Gleich danach unterqueren Sie die Autobahn A98 und radeln an der Trasse entlang zum Radweg entlang der K6117 in Richtung "Wahlwies".
Nach der Autobahnbrücke bietet sich ein schöner Blick auf den Bodanrück.
Die Straße führt weiter an Obstplantagen vorbei bergab nach "Wahlwies".
Wahlwies
Entfernungen: → Espasingen: 4 km, ← Orsingen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 7 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 34 km
SEHENSWERT: Kirche und Ortsmitte
INFO: Der Ort wurde im 9. Jahrhundert schon erwähnt. Er wechselte oft den Besitzer. Später waren es die Herren von Bodman.
ROUTE: Über den Bahnübergang erreichen Sie die Ortsmitte und radeln entlang der K6165. Dann zweigt der Radweg nach rechts auf die Straße "Im Winkel" ab.
Gut beschildert geht der Radweg im Tal weiter und folgt kurz dem "Aachgrund", dann geht es nach links im Tal weiter.
Durch das landschaftlich schöne Tal der "Stockacher Aach" mit Blick auf den Bodanrück radeln Sie vollkommen flach weiter.
Entlang der Eisenbahnlinie geht es weiter nach "Espasingen".
Espasingen
Entfernungen: → Ludwigshafen: 3 km, ← Wahlwies: 4 km
⊗ ⇐ Ziel: 3 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 37 km
SEHENSWERT: Schloss Espasingen
INFO: Espasingen ist schon sehr alt. Die Grafen von Bodman errichteten hier ein Schloss. Nach dem Neubau des Schlosses in Bodman verließen sie es.
Das Schloss wurde zwischenzeitlich zur Brauerei umgebaut.
ROUTE: Sie verlassen den Ort auf dem Radweg neben der B34.
Nach 1,5 km mündet der Radweg auf den Bodensee-Radweg.
INFO: Neben der Straße führt der Weg mit sehr schöner Sicht auf den Bodanrück und den Überlinger See nach "Ludwigshafen". Schon bald können Sie den Bodensee sehen und die heißen Füße in das kalte Nass legen.
Ludwigshafen

Entfernungen: → Ludwigshafen: 00 km, ← Espasingen: 3 km
⊗ ⇐ Ziel: 00 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 41 km
SEHENSWERT: Schiffsanlegestelle und Zollhaus
INFO: Ludwigshafen hieß früher Sernatingen. Erst 1826 wurde es zu Ehren von Großherzog Ludwig von Baden, der hier seinen Hafen bauen ließ, in Ludwigshafen umbenannt.
Heute ist Ludwigshafen mit Bodmann zusammen und bieten viele touristische Angebote.
INFO: Regelmäßig werden Künstlermärkte an der Schiffslände abgehalten. Wie man sieht, gibt es hier ideereiche Angebote.
ROUTEO: Zur Weiterfahrt bieten sich die sehr gut ausgeschilderten Routen des Bodenseeradweges oder auch ins Hinterland an.
Anschlusstouren
Etappe 1: Von Esslingen bis Bebenhausen
Etappe 2: Von Bebenhausen nach Balingen
Etappe 3: Von Balingen nach Tuttlingen
Etappe 4: Etappe Tuttlingen bis Ludwigshafen
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