Hohenzollernradweg Esslingen Bebenhausen

Kloster Bebenhausen

Die erste Etappe startet in Esslingen und führt links des Neckars flussaufwärts.
Gleich darauf geht es über den Neckar an den Blumenbeeten des früheren Kloster Sirnau vorbei.
Der Hohenzollern-Radweg wendet sich nach rechts und folgt der L1204 durchs lang gezogene Körschtal.
Es geht ständig leicht bergauf. Am "Aicher Bühl" zweigt der Radweg nach links ab, folgt dem Tal unter dem Autobahnviadukt hindurch und wird im Wald steiler.
Nach drei Kilometern erreichen Sie den Scheitel zwischen Neuhausen und Denkendorf und radeln auf dem Hügelkamm weiter.
Links sieht man beeindruckend über den Wald des Schönbuchs hinweg auf die Schwäbische Alb.
Der Radweg führt nun gut beschildert an Bauernhöfen vorbei hinunter nach Grötzingen.
Vor Neuenhaus zweigt der Hohenzollernradweg nach links ab und folgt der Schaich. Wunderschöne kleine Seen, teils mit Seerosen besetzt, liegen am Weg.
Vor Dettenhausen zweigt der Radweg nach links ab und führt sehr steil auf die Höhe.
Am Neubaugebiet Sauwasen vorbei erreichen Sie den Radweg neben der K6912. Wieder geht es bergauf, dann überqueren Sie auf der Höhe die B464 über einen Kreisverkehr.
Durch ein Holzgatter geht es ins Naturschutzgebiet Schönbuch und Sie folgen einem sehr schönen Radweg hinunter zum Wanderparkplatz Bebenhausen.

Streckenlänge: 49,0 km
Höhenmeter: ca. 434 m
Fahrzeit: ca. 3 bis 4 Stunden

Hohenzollernradweg Übernachtungen

Hier finden Sie die Übernachtungsliste

An- und Abfahrt mit der Bahn

Reiseauskunft DB

Kartenmaterial:



Hohenzollernradweg Karte

Von Esslingen bis Bebenhausen Neckar Neckar Esslingen Grötzingen Bebenhausen Dettenhausen Denkendorf Tübingen Neuenhaus Wolfschlugen Aich

Kartenmaterial:

Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet.

Tipp: Wir empfehlen 

Bücher und Karten Karten: Karte Donau-Bodensee-Radweg

Hohenzollernradweg Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: + 434 m

Hohenzollernradweg Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

Download GPX-File

Hohenzollernradweg Orte am Weg - Entfernungstabelle

000,0 km Esslingen
023,0 km Grötzingen
038,0 km Dettenhausen
049,0 km Bebenhausen

→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

Esslingen Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Grötzingen: 23,0 km, ← Esslingen: 0,0 km
⊗ ⇐ Ziel: 49,0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0,0 km

SEHENSWERT: Historische Altstadt, Dicker Turm, St. Dionys - Kirche, Münster St. Paul, Frauenkirche, Teile der Stadtbefestigung

INFO: Sehenswertes gibt es nicht nur im Stadtzentrum. Schon die aus dem 13. Jahrhundert stammende Pliensaubrücke ist das Werk der Staufer. Ziemlich sicher trug sie zum Reichtum der Esslinger wesentlich bei.
Die Innenstadt von Esslingen ist mit zahlreichen Kanälen durchzogen. Früher brauchten die Handwerksbetriebe diese Wasserkraft. Heute schafft das eine richtige Idylle.
Esslingen liegt herrlich zwischen Weinbergen. Typisch für uns Schwaben findet man hier kleine Einzelparzellen, weil das Erbrecht "halt jedem Bua ebbes gibt".

Oberhalb Esslingens finden Sie die alte Burg. Anders als der Name sagt, war die "Burg" keine Wohnstätte, sondern Teil der Stadtbefestigung. Die Mauern und der prächtige "Dicke Turm" sind noch gut erhalten. Leider ist der Turm seit 2011 geschlossen.
Die Burgsteige wurde zum Schutz der Stadt erbaut - mit Erfolg, sie konnte den Angriff der Württemberger im 16. Jahrhundert abwenden.

INFO: In der Stadt gibt es zahlreiche schöne Gassen mit renovierten, gepflegten mittelalterlichen Häusern.
Besonders sehenswert ist auch der frühere Hafenmarkt mit noch erhaltenen Häusern aus dem 13. Jahrhundert.

Das Esslinger Alte Rathaus ist ein prächtiger Fachwerkbau aus dem Jahre 1420. Es gilt als eines der Hauptwerke alemannische Fachwerkhäuser.
Den Giebel mit Turm setzte Schickard später an. Das Rathaus hat eine Uhr und ein Glockenspiel.

INFO: Auch bei den Kirchen bietet Esslingen Superlativen: Aus dem 8. Jahrhundert stammt die romanische St. Dionys - Kirche, die ursprünglich als Basilika erbaut und später hochgotisch umgebaut wurde. Sehenswert sind auch die Kirchenfenster.
Eigentümlich sieht die Brücke zwischen den Türmen aus. Sie dient der Stabilisierung der Türme.

INFO: Die Frauenkirche gilt als eine der ersten gotischen Hallenkirchen Süddeutschlands.

INFO: Am Wasserhaus wird der Zufluss des Kanalsystems geregelt. Früher wurde zahlreiche Mühlen in der Esslinger Altstadt vom Wasser des Neckars angetrieben.

INFO: Das Münster St. Paul entstammt dem 13. Jahrhundert und war eine Kirche des Bettelordens. Seine Schlichtheit spiegelt sich auch noch heute in der architektonischen Einfachheit wieder.

In Esslingen finden Sie eine Stadt die Rottenburg, Tübingen und Nürtingen an Sehenswürdigkeiten ebenbürtig ist. Nicht zu vergessen: Der historische Weihnachtsmarkt im Advent.

ROUTE: Sie unterqueren gut beschildert die "Adenauerbrücke" und radeln weiter bis zur Brücke auf die "Neckarinsel". Hier überqueren Sie den Neckar und radeln auf der "Insel" weiter. Sie folgen nun dem "Nymphaeweg" bis zum Ende der Insel und überqueren den anderen Arm des Neckars auf der "Sirnauer Brücke".

INFO: Auf der rechten Seite des Neckars sehen Sie die Reste des Klosters Sirnau.
Das Kloster Sirnau wurde im 13. Jahrhundert von Dominikanerinnen gegründet. Mit der Zeit zogen die frommen Frauen in die Stadt, ließen den Hof aber bestehen. Heute werden im Hofgut Pflanzen gezogen und gehandelt.

ROUTE: Nach der Überquerung der B10 verläuft der Hohenzollern-Radweg der Fahrradspur längs der Straße zur K1215.
An der Kreuzung folgen Sie dem Radweg längs der K1215 nach links.
Nach 1,5 Kilometern erreichen Sie die Kreuzung mit der L1204.
Sie überqueren die Landstraße und folgen dem Radweg auf der linken Straßenseite.
Leicht bergauf geht es nun durch das "Körschtal" in Richtung "Denkendorf".
Kurz vor der Bebauungsgrenze führt der Radweg auf der "Robert Bosch Straße" weiter und überquert nach links den kleinen Bach. Dann folgt er der "Köngener Straße", überquert die L1200 und führt auf der anderen Seite weiter bergauf.
Auf der "Passenhalde" führt er zunächst noch asphaltiert weiter und dann weiter als Waldweg unter dem "Sulzbachviadukt" hindurch.

INFO: Das Sulzbachviadukt ist Teil der A8. Die Brücke ist 365 Meter lang und überspannt den Sulzbach in 42 Meter Höhe.

ROUTE: Auf den nächsten drei Kilometern steigt der Hohenzollern-Radweg 170 Höhenmeter im Wald stetig an.
Der Radweg hat eine mineralische Oberfläche und ist sehr gut zu befahren.

ROUTE: Oben, am Ende des Waldes, erreicht der Hohenzollernradweg die L1202 zwischen "Wolfschlugen" und "Neuhausen/Filder".
Er führt nach links auf einem Radweg neben der Straße, zweigt dann nach rechts in die Felder ab und folgt zunächst der Hochebene.

ROUTE: Nach der Überquerung der L1205 verläuft der Radweg auf dem Bergrücken und führt idyllisch mit Sicht auf die "Schwäbische Alb" auf dem Kamm weiter.

ROUTE: Der Hohenzollernradweg berührt einige landwirtschaftliche Anwesen und wendet sich dann bergab auf "Grötzingen" zu.
Steil bergab auf der "Lindenstraße" erreicht er die historische Stadt von Götzingen
. Er überquert die L1185, die Durchgangsstraße" und umfährt auf der Straße "Am Weiherbach" die Altstadt.

Grötzingen


Entfernungen: → Dettenhausen: 15,0 km, ← Esslingen: 23,0 km
⊗ ⇐ Ziel: 26,0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 23,0 km

SEHENSWERT: Historische Altstadt, Reste der Stadtmauer
Museen: Heimatmuseum, Schulmuseum, Bäckermuseum

INFO: Grötzingen war schon in der Jungsteinzeit besiedelt.
Urkundlich erscheint es im Zusammenhang mit dem Kloster Hirsau im Jahre 1075.
Im 13. Jahrhundert entstand eine Wasserburg und die Ansiedlung wurde ummauert, zur Stadt wurde es im Jahre 1304 erhoben.
Zahlreiche alte Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter sind in Grötzingen noch erhalten. Das Fachwerkensemble am Ende der Straße zeigt das ehemalige Pfarrhaus und die ehemalige Schule.

INFO: Die Stadtmauer wurde in Grötzingen abgebrochen, aber man sieht den Verlauf der Mauer noch deutlich. Fragmente wurden auch wieder aufgebaut.

ROUTE: Von der "Hindenburgstraße" zweigen Sie nach rechts ab und radeln an den Sportanlagen weiter.
Die "Aich" ist hier wunderschön renaturiert. Entlang dem Wasser erreichen Sie den Radweg neben der L1185 und radeln bergauf, bis vor dem Viadukt der B312 der Radweg wieder hinunter zum Fluss führt.
Am kleinen Bach entlang erreichen Sie den Ort "Aich" auf der Straße "Bruckenwasen".
Sie überqueren die kreuzende "Neckartailfinger Straße" und fahren halblinks weiter auf die Straße "Mühläcker".
Erst noch flach, dann leicht bergauf geht es nun in ein Wäldchen.
An der Kreuzung fahren Sie nach links in Richtung "Schaichtal" bzw. "Rottenburg".

TIPP: Von rechts her kommt der "Museumsradweg" aus dem Aichtal, der von der Kepler-Stadt Weil der Stadt nach Nürtingen führt.

ROUTE: Der Hohenzollernradweg folgt nun im "Schaichtal" einem leicht ansteigenden Waldweg. Der Wald ist recht dicht.

INFO: Viele Seen, teilweise sogar mit Seerosen, machen das acht Kilometer lange Schaichtal zu einem beliebten Wanderziel.
Das Schaichtal ist Naturschutzgebiet. Anerkanntermaßen ist es eine der naturnahesten Fließgewässerlandschaften Baden-Württembergs.
Selten gewordene Pflanzen und schon ausgestorben geglaubte Tiere findet man im Schaichtal. Nicht umsonst gehört es zum NATURA2000-Schutzgebiet.

ROUTE: Bei den "Mühlwiesen" kurz vor "Dettenhausen" zweigt der Hohenzollernradweg gut beschildert nach links ab und folgt dem mineralischen Weg in Serpentinen bergauf.
Auf dem Weg "Mühlhau" radeln Sie gut 60 Meter bergauf und erreichen den Ortsrand von "Dettenhausen" auf dem "Schwarzer-Hau-Weg".

Dettenhausen


Entfernungen: → Bebenhausen: 11,0 km, ← Grötzingen: 15,0 km
⊗ ⇐ Ziel: 11,0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 38,0 km

SEHENSWERT: Schönbuchmuseum, Kathreehäusle

ROUTE: Der Hohenzollernradweg erreicht die "Pfrondorfer Straße", die nach links abzweigt und an Sportanlagen weiter bergauf führt. Sie mündet nach 500 Metern in die K6912. Der Radweg führt auf der anderen Straßenseite der K6912 weiter bergauf und erreicht auf der Höhe den Kreisverkehr an der B464.

ROUTE: Der Radweg überquert den Kreisverkehr geradeaus und folgt kurz noch der K6912.
Gut beschildert zweigt er etwa 100 Meter nach dem Kreisel nach rechts ab und führt durch eine große Holztüre in den Naturpark.
In engen Serpentinen führt er jetzt bergab durch die wunderschönen engen Täler im Laubwald des Schönbuchs.

ROUTE: Idyllisch geht es fünf Kilometer bergab. Der Radweg folgt meist kleinen Bachläufen des "Kirnbaches", die talabwärts zum "Goldersbach" fließen.

ROUTE: Sie erreichen das offene Tal an einem Wanderparkplatz. Der Radweg führt unter der L1208 hindurch und dann auf dem Radweg neben der Straße in Richtung "Bebenhausen".

Bebenhausen Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Bebenhausen: 0,0 km, ← Dettenhausen: 11,0 km
⊗ ⇐ Ziel: 0,0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 49,0 km

SEHENSWERT: Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert, später Schloss Bebenhausen

INFO: Das Kloster Bebenhausen wurde von Pfalzgraf Rudolf von Tübingen als Grablege seiner Familie gegründet. Dazu ließ er Ende des 12. Jahrhunderts erst Prämonstratenser, dann Zisterzienser ansiedeln.
Das Kloster wurde mächtig und der Abt hatte sogar einen Sitz im württembergischen Landtag.
Nach der Reformation diente die Anlage als Jagdschloss. Nach dem 1. Weltkrieg war es Wohnsitz des abgedankten Königs.
Heute ist im Schloss ein Museum untergebracht.

INFO: Der Torturm in Bebenhausen war der Haupteingang zum Kloster, er heißt auch Schreibturm. Seine Fassade ziert eine Kreuzigungsgruppe aus Stein. Im Innern des Turmes befindet sich das Informationszentrum des Naturparks Schönbuch.

INFO: Im überdachten Innenhof des Klosters sieht man die ehrwürdigen Balken, die schon viele Jahrhunderte unversehrt überstanden haben.

INFO: Die ehemalige Klostermühle in Bebenhausen wird von den Bächen des Schönbuches gespeist. Die Fachwerkbauten sind wunderschön erhalten.