Inn-Radweg Etappe 8

Donauradweg8. Etappe: Von Ering bis Passau

Die Innradweg Etappe von Ering bis Passau ist landschaftlich geprägt:
Von "Ering" aus radeln Sie weiter entlang des Naturreservates "Unterer Inn" durch eine traumhafte Fluss- und Seenlandschaft.
Die deutsche Seite des Inns ist voll der Natur gewidmet, als größere Gemeinde liegt "Bad Füssing" etwas entfernt vom Radweg.
Auf der österreichischen Seite reihen sich sehenswerte Städte wie "Obernberg", "Reichersberg" und "Suben" auf.
Auf der rechten Seite mündet auch die Salzach mit dem Tauernradweg in den Inn. Bald erreichen Sie die "Barockstadt Schärding", die ebenfalls in "Österreich" liegt.
Bis "Wernstein" mit seiner Burg radeln wir auf österreichischer Seite.
"Neuburg" liegt wieder auf deutscher Seite und ist die letzte größere Sehenswürdigkeit vor der traumhaften "Dreiflüssestadt Passau".

Tipp: Bustransfer und Reiseveranstalter www.innradweg.ch Radtransport / Radtransfer / Radbustransfer & Gepäckservice - Inn-Bike&Bus ... mehr dazu

Ausgangspunkt: Ering
Ziel: Passau
Fahrstrecke: ca. 62,0 km,
Summe aller Steigungen: 188 m
reine Fahrzeit: ca. 4 bis 5 Stunden (bei lockeren 16 km/h)


Übernachten auf der Tour

Hier finden Sie die Übernachtungsliste

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Karte

Inn-RadwegEtappe: Von Gars bis EringEringAigenObernbergBad FüssingReichersbergSubenBad SchärdingNeuburgWernsteinPassauInnInnDonau

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


Orte am Weg - Entfernungstabelle

000,0 km Ering
012,0 km Aigen
020,0 km Obernberg
032,5 km Suben
041,0 km Schärding
048,5 km Wernstein
061,5 km Passau

→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

 

Ering


Entfernungen: → Aigen: 12 km, ← Ering: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 61,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

SEHENSWERT: Schloss, Kirche

INFO: "Ering" ist ein kleiner Ort mit langer Geschichte. Im Jahre 725 wurde es erstmals erwähnt.
"Heinrich der Löwe" soll hier schon Gericht gehalten haben.
Mitten im Ort gibt es ein Rokoko-Schloss. Es gehörte den "Herren Esterhazy". Momentan ist es nicht zu besichtigen.
Die gotische Kirche stammt aus dem Jahre 1400 und ist Maria Himmelfahrt geweiht.

In "Ering" gibt es ein Infozentrum über das "Naturreservat Unterer Inn".

ROUTE: Zur Weiterfahrt nehmen Sie den Radweg in Richtung "Urfar". Er führt erst durch Felder und zweigt dann nach rechts in Richtung "Asperl" ab. Von dort folgt er einem Altwasser bis "Urfar".

ROUTE: Weiter geht es über "Biberg" erneut an einem Altwasser entlang nach "Aufhausen".
Ein schöner Fahrweg führt direkt nach "Aigen".

Aigen


Entfernungen: → Obernberg: 8 km, ← Ering: 12 km
⊗ ⇐ Ziel: 49,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 12 km

SEHENSWERT: Wallfahrtskirche St. Leonhard, Stadtkirche St. Stephan, Schloss Neuriedenburg

INFO: Bereits im Jahre 1010 wird "Aigen" an das "Frauenstift Niedernburg" verschenkt. Die Wallfahrt entsteht im 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gehört "Aigen" zum "Hochstift Passau".

INFO: Um 1500 werden die "Leonardikirche" und die Pfarrkirche erbaut.
Im Jahre 1704 wird das "Schloss Neuriedenburg" erbaut.

INFO: Von der Ortsmitte folgen Sie der Beschilderung "INN".

ROUTE: Zuerst erreichen Sie einen Altarm des Inns und kommen dann direkt auf den Hochwasserdamm zu.

Es geht kurz steil nach oben, dann können Sie ungestört dem Dammweg folgen.

INFO: Auch dieses Gebiet gehört zum "Europareservat Unterer Inn". Es entstand quasi als Abfallprodukt der zahlreichen Flusskraftwerke.
Die verminderte Fließgeschwindigkeit des Inns begünstigt Auenbildung mit kleinen, langsam fließenden Gewässern. Hier siedelten sich auch seltene Bäume an, gleichzeitig sind sie Rückzugsgebiet für fast 300 Vogelarten.
Im Frühjahr und Herbst rasten hier eine Viertelmillion Zugvögel aus Nordsibirien und dem Balkan beim Zug von und nach Süden.
Viele seltene Vögel sind hier heimisch: Kormorane, Milane, Seidenreiher, Weißflügelschwalben und selbst der seltene Seeadler.

ROUTE: Der Radweg bleibt auf dem Damm und Sie haben beidseits gigantische Ausblicke auf Fauna und Flora.
Mit etwas Glück entdecken Sie eine Biberkolonie.

INFO: Links des Radweges liegt Bad Füssing.
Die dortigen Heilquellen wurden gefunden, als man 1938 Erdöl suchte.
Es sprudelte zwar, aber es war nur Wasser. Dafür aber ein Gutes.
Der Heilbrunnenbetrieb startete schon 1950.

Abstecher vom Radweg:

Bad Füssing Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: -> über die Innbrücke etwa 1,0 km

INFO: Bad Füssing verdankt seine heutige Bekanntheit eigentlich der Erdölsuche.
Im Jahre 1938 wurden bei Erdölbohrungen kein Öl, aber dafür Thermalquellen gefunden. Bei der Gemeindereform wurde aus den Gemeinden "Safferstetten", "Egglfing am Inn" und "Würding" die neue Gemeinde "Bad Füssing".

Die Heilquellen der Gemeinde sind so nützlich und bekannt, dass hier jährlich über 2 Millionen Menschen übernachten.
Entsprechend groß ist das Angebot an Hotels, Pensionen und anderen Kureinrichtungen.

Obernberg


Entfernungen: → über die Innbrücke etwa 1,0 km

Entfernungen: → Suben: 12,5 km, ← Aigen: 8 km
⊗ ⇐ Ziel: 41,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 20 km

SEHENSWERT: Marktplatz, Rathaustor, Burg

INFO: "Obernberg" liegt auf der rechten, österreichischen Seite des Inns.
Sie können "Obernberg" über die Innbrücke erreichen und auf der rechten Innseite weiter fahren.

INFO: Die Stadt hat einen beeindruckenden Marktplatz. Er gilt als einer der schönsten Marktplätze des ganzen Landes. Sehenswert sind auch die Häuser mit Stuckarbeiten von "Johann Baptist Modler", das Rathaustor, der ehemalige Schüttkasten, die Burg mit Falknerei und vieles andere.

ROUTE: Sie bleiben aber nach wie vor auf der linken Innseite und durchradeln das Europareservat Unterer Inn.

INFO: Am Weg finden sich Sanddornsträucher mit den gesunden gelben Früchten. In den Altarmen tummeln sich Fische, Enten und Schwäne. Natur pur!

ROUTE: Auf dem linksseitigen Innradweg ist fast kein Verkehr, wenige Fernfahrer, ab und zu ein paar Jogger.
Dafür sind Naturschönheiten und der Fischbestand in Schautafeln erklärt.

Bald unterqueren Sie die Inntalautobahn A3/E56.

Suben


Entfernungen: → auf der rechten Innenseite

Entfernungen: → Schärding: 8,5 km, ← Obernberg: 12,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 29 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 32,5 km

SEHENSWERT: ehemaliges Stift Stuben

INFO: Auf der rechten Seite des Inns sehen Sie das weithin sichtbare, ehemalige "Stift Suben", das schon 1126 gegründet wurde.

INFO: Es entstand 1050 aus dem Umbau einer Burg. Ursprünglich gehörte es den "Augustiner-Chorherren", deren Kloster aber 1787 aufgehoben wurde. Seither dient es als Gefängnis.

ROUTE: Der Radweg bleibt auf der linken Innseite und führt noch gut zwei Kilometer weiter. Dann zweigt er vor der "Staustufe Schärding-Neuhaus" nach links ab und führt an einem Altarm entlang.
Wieder zwei Kilometer weiter wendet sich der Fahrradweg nach rechts und überquert auf einer interessanten überdachten Holzbrücke die "Rott".

ROUTE: Nach der Brücke fahren Sie auf einer kleinen Landstraße hinunter nach "Neuhaus am Inn."
Sehenswert ist das "Schloss Neuhaus".

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie wieder ein Stück zurück auf der Landstraße und zweigen dann nach links ab.
Ein Naturweg führt wieder hinunter zum Inn und weiter zur Brücke in Richtung "Schärding".
Auf der "Innbruckstraße" fahren Sie ins Zentrum von "Schärding".

Schärding


Entfernungen: → Wernstein: 7,5 km, ← Suben: 8,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 20,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 41 km

SEHENSWERT: Stadtplatz mit Bürgerhäusern, barockisierte "Silberzeile", Stadttore und Kirchen

INFO: "Schärding" war schon zu Römerzeiten besiedelt und wurde auch schon 804 als Passauer Wirtschaftshof erstmals urkundlich erwähnt.
Durch seine günstige Lage wurde "Schärding" Handelsplatz für Salz und Wein.
Im Jahre 1364 wurde "Schärding" durch "Rudolf IV. von Habsburg" zur Stadt erhoben und bald darauf mit wehrhaften Toren und einer Stadtmauer ausgestattet. Ein Teil davon ist noch erhalten.

INFO: Im Napoleonischen Krieg wurde die Stadt niedergebrannt und später im Stil des Barock wieder aufgebaut.
Heute gibt es wunderschöne, farbenfrohe Häuser im Stil des Barock. Besonders interessant ist die barocke Silberzeile.

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie zum unteren Stadtplatz und folgen dann dem Radweg direkt am Innufer.
Zuerst geht es unter der Innbrücke hindurch, dann umgeht der Radweg ein Industriegebiet und führt etwas landeinwärts der "Pram".
Über eine Brücke geht es zur anderen Flussseite und danach in Richtung Inn.

Bitte aufpassen: Der Radweg zweigt bald nach rechts oben auf den Bahndamm ab. In einer Unterführung unterqueren Sie die Bahnlinie und fahren dann rechts der Gleise weiter.
Falls Sie das versäumen, wird es später mühsam.

INFO: Bei der "Vornbacher Enge", liegt die ehemalige "Benediktinerabtei Vornbach". Sie wurde etwa 1050 gegründet. Das Kloster hatte seit dem 12. Jahrhundert eine ruhmreiche Schreibschule.
Nach der Säkularisierung kam das Kloster in Privatbesitz und wurde zum Schloss umgebaut. Heute sind die Schlossgärten sehenswert.

ROUTE: Der Innradweg führt auf der österreichischen Seite im Wald weiter und bald sehen Sie auf der linken Seite auf einem Berg das "Schloss Neuburg".
Auf der rechten Seite erreichen Sie "Wernstein".

INFO: Die "Burg Neuburg" wurde schon 1050 erbaut und wechselte in ihrer Geschichte sehr oft die Besitzer. Heute gehört sie dem Landkreis Passau. Im Schloss gibt es ein 4-Sterne-Hotel mit bekanntem Restaurant.

Wernstein Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Passau: 13 km, ← Schärding: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 13 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 48,5 km

SEHENSWERT: Burg Wernstein

INFO: "Wernstein" besitzt eine Burg, die ebenfalls schon im Jahre 1050 als Vorwerk zur "Burg Neuburg" erbaut wurde.
Sie liegt auf einem Felsplateau direkt am Inn. Heute erstrahlt sie in perfekt renoviertem Äußeren.

ROUTE: Auf einer modernen Stahlbrücke - extra für Radfahrer und Wanderer - überqueren Sie den Inn und fahren auf der linken (deutschen) Seite weiter.

INFO: Das Tal ist eng und stark bewaldet. Hier beginnt eine sehr schöne, naturnahe Etappe auf dem "Ziehweg" bis Passau.
Oft ragen Felsen aus dem Boden. Kleine Seitentäler führen steil in die umliegenden Berge. Hier gibt es auch seltene Vögel.

ROUTE: Der Radweg erreicht schließlich das "Innstauwerk Ingling". Hier beginnen schon die ersten Ausläufer von "Passau".

Passau Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Passau: 0 km, ← Wernstein: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 61,5 km

SEHENSWERT: Dom, historische Altstadt, Altes Rathaus, Plätze, Paläste der Fürstbischöfe, Veste Oberhaus, Veste Niederhaus

INFO: Unvergleichlich liegt "Passau" am Zusammenfluss dreier Flüsse. In der Mitte die "Donau", von links die "Ilz" mit ihrem schwarzen Wasser, von rechts, wasserreicher als die Donau selbst: der grüne "Inn". Strategisch äußerst günstig gelegen, war Passau schon vor mehr als 2000 Jahren besiedelt. Keltisch hieß es "Boiotro", römisch "Bojodurum", lateinisch "Passavia", im Mittelalter "Bazzawa" und heute "Passau". Seit 739 ist es Bischofssitz.

INFO: Durch das "weiße Gold" - gemeint ist das Salz - reich geworden, regierten die allmächtigen Fürstbischöfe, deren Bistum teilweise bis nach Ungarn reichte, bis zur Säkularisierung 1803.
Kein Wunder, dass hier so viele Superlativen verwirklicht werden konnten.

INFO: Oft waren es teure italienische Architekten, die die Gebäude planten und bauten. Heute sind wir froh, dass das "Venedig des Nordens" so viele Sehenswürdigkeiten beherbergt.

INFO: Der "Dom St. Stephan" besitzt die mit 17 388 Pfeifen und 231 Registern ausgestattete größte Orgel der Welt.
In der fast mediterran anmutenden Altstadt sind die "Alte Residenz" und die "Neue Residenz" sehenswert, das Rathaus, der Exerzierplatz, die vielen Kirchen, die "Veste Oberhaus", die "Veste Unterhaus" und die vielen Plätze und Gassen. 

Auf einem Felsgrat hoch über der Stadt liegt die "Burgruine Hals".

INFO: Die Bischöfe liesen die Stadt rundum befestigen. Der Vorgänger der Veste Niederhaus soll schon im 8. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie steht am Zusammenfluss von Donau und Ilz.

 

 

 

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