Neckarradweg Etappe 2

Neckarradweg bei Nürtingen2. Etappe: Von Rottenburg bis Bad Cannstatt

Gleich am Anfang diese zweite Etappe des Neckartal-Radweges gibt es schon zwei kulturelle Glanzlichter mit den Städten "Rottenburg" und "Tübingen".
Der Radweg führt zunächst im recht breiten Tal zwischen dem Schönbuch und den Ausläufern der Schwäbischen Alb.
Hinter "Kirchentellinsfurt" beginnt eine Seenplatte, die sich bis vor "Nürtingen" hinzieht.

Der Radweg weicht teilweise auf die Hügel aus, beschert dadurch aber schöne Blicke auf die Schwäbische Alb und das Neckartal.
"Nürtingen" selbst liegt auf einem Umlaufberg mitten im sonst ebenen, breiten Tal. Ein weiteres Highlight ist der mittelalterliche Kern in "Nürtingen".
Auf dem weiteren Weg liegen "Köngen" mit römischen Resten und "Plochingen", das Moderne und Mittelalter gekonnt vereint.
Hier zweigt der Filstalradweg nach Osten ab.
Äußerst sehenswert ist auch "Esslingen" mit schöner, erhaltener mittelalterlicher Altstadt.
Hier beginnt auf der Hohenzollernradweg, der bis zum Bodensee führt.

Von "Esslingen" aus verläuft der Radweg wieder in der Talsohle des Neckartales bis "Bad Cannstatt".
Auf dem Weg kann auch in die Landeshauptstadt "Stuttgart" abgezweigt werden.

Streckenlänge: 94,5 km
Höhenmeter flussabwärts: 190 m
Fahrzeit: ca. 5 bis 6 Stunden


Übernachten auf der Tour

Hier finden Sie die Übernachtungsliste

Karte

Karte_Neckar2_960NeckarradwegVon Rottenburg nach Bad CannstattCopyright:www.fahrrad-tour.deNeckarFilsSchönbuchRottenburgLustnauKusterdingenKirchentellinsfurtPliezhausenMittelstadtNeckartenzlingenNeckarhausenNürtingenWendlingenKöngenWernauPlochingenDeizisauAltbachMettingenObertürkheimUntertürkheimBad CannstattStuttgartEsslingenTübingenNeckarNeckarOberboihingenA8A8
Tipp: Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet.

Höhendiagramm

Höhendiagramm
Höhenmeter: m

Karte mit GPX-Track

Dargestellt mit GPX_viewer von Jürgen Berkemeier

 

 


Orte am Weg - Entfernungstabelle

000,0 km Rottenburg
abseits -> Wurmlingen
006,5 km Hirschau
013,0 km Tübingen
016,5 km Lustnau
021,5 km Kirchentellinsfurt
028,0 km Pliezhausen
031,5 km Mittelstadt
036,0 km Neckartenzlingen
040,5 km Neckartailfingen
045,0 km Neckarhausen
049,5 km Nürtingen
054,5 km Oberboihingen
056,5 km Wendlingen
058,5 km Köngen
063,5 km Wernau
068,0 km Plochingen
abseits -> Deizisau
071,5 km Altbach
079,0 km Esslingen
084,5 km Mettingen
086,5 km Obertürkheim
089,0 km Untertürkheim
abseits -> Stuttgart
094,5 km Bad Cannstatt

→ Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
← Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
⊗ ⇐ Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
⇒ ⊗ Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

 

 

Rottenburg Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Hirschau: 6,5 km, ← Rottenburg: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 94,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

SEHENSWERT: Dom St. Martin, historische Innenstadt, Reste der Stadtbefestigung, Römerbad und weitere römische Reste

INFO: Rottenburg besitzt eine lange Geschichte. Bereits im 8.-3. Jh. v. Chr. bestand dort eine frühkeltische Siedlung im Bereich des "Lindele".
Um 85 nach Christus wird Sumelocenna, an der römischen Fernstraße Bad Cannstatt - Schweiz gelegen, gegründet.
Mitte des 2. Jahrhunderts wird Sumelocenna Hauptort einer Civitas, die sich über das gesamte mittlere Neckarland erstreckt.
Das befestigte römische Rottenburg zählte zu den bedeutendsten Siedlungen in der römischen Provinz Obergermanien.

INFO: Im 13. Jahrhundert wurde in der "Sindelfinger Chronik" die Erbauung der "neuen Stadt" Rottenburg erwähnt. 1330 gründete Graf Rudolf von Hohenberg bei der "St. Moritzkirche" ein Chorherrenstift.
Ab 1381 gehörte Rottenburg Herzog Leopold III. von Österreich; Rottenburg bleibt bis 1806 Herrschafts- und Verwaltungszentrum der Grafschaft Hohenberg.
Zwei große Stadtbrände vernichteten einen Großteil der alten Bausubstanz. Im Jahre 1735 wurden 464 Häuser zerstört, noch im gleichen Jahr ist Baubeginn des neuen Rathauses.
Zur Bischofsstadt wurde Rottenburg 1828 durch die Inthronisation des ersten Bischofs, die Kirche St. Martin wird zum Dom.

INFO: Heute besitzt Rottenburg eine hübsche historische Innenstadt und sehr schöne alte Häuser.

INFO: Im Stadtteil Ehingen, auf der Südseite des Neckars, gibt es noch ein erhaltenes Stadttor aus dem 14. Jahrhundert: Das Kapuzinertor.

INFO: Von der Radlerbrücke bietet sich ein schöner Blick auf die Altstadt mit den zahlreichen bischöflichen Gebäuden.

ROUTE: Der Radweg verlässt Rottenburg vom Marktplatz aus auf der "Stadtlanggasse" und führt entlang historischer Häuser gut beschildert auf die "Gartenstraße".
Entlang der "Gartenstraße" verlassen Sie das Zentrum und radeln parallel zum Neckar weiter. Die Straße geht in die "Siebenlindenstraße" über.
Sie führt auf die Osttangente zu und überquert sie in ein Industriegebiet.
Nach den Industrieanlagen durchradeln Sie ein Gartengebiet und folgen dem gut beschilderten Radweg durch die Neckarauen.

Alternative: Der Radweg nach Wurmlingen ist gut beschildert. Parallel zur L372 erreicht er Wurmlingen.

Wurmlingen


Entfernungen: → Ort: 0 km, ← Ort: 0 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 0 km

Abzweigung zum Ammertal oder zur Wurmlinger Kapelle möglich - > Ammertal

SEHENSWERT: Wurmlinger Kapelle

INFO: Auf der linken Talseite sehen Sie auf dem Berg die aus der Dichtung bekannte "Wurmlinger Kapelle".

"Hoch droben stehet die Kapelle .." so beschreibt Uhlands bekanntes Volkslied die Wurmlinger Kapelle. Diesen Eindruck bestärkt die Sicht aus dem hier recht breiten Neckartal.

INFO: Auf dem Wurmlinger Berg steht die von Uhland erwähnte bekannte Kapelle. Erstmals wurde sie von den Calwer Grafen als romanischer Bau um 1050 erbaut. Heute steht dort eine barocke Kapelle auf der romanischen Krypta. Von oben hat man eine beeindruckende Aussicht auf das Neckartal.



TIPP: Wer weiter entlang der "Ammer" nach Herrenberg fahren will, fährt in Wurmlingen weiter über den Hügel nach Unterjesingen und weiter über Poltringen in Richtung Herrenberg.
(Link zum Abstecher)

12 km entfernt:

Herrenberg Hotels, Gaststätten, Unterkünfte

NORMALE ROUTE: Die Straße im rechten Teil des Industriegebiets ist als Sackgasse ausgewiesen, sie endet in einem Wirtschaftsweg.
Hier bitte Vorsicht: Am Ende eines Wäldchens stößt von links ein Weg von Wurmlingen auf die Route, geradeaus führt der richtige Neckartal-Radweg.

ROUTE: Der Radweg führt im Industriegebiet von Hirschau auf dem "Rittweg" vor und zweigt an dessen Ende gut beschildert nach links auf die "Industriestraße" ab.

Hirschau


Entfernungen: → Tübingen 6,5 km, ← Rottenburg: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 88 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 6,5 km

SEHENSWERT: Friedhofskapelle

INFO: Hirschau war im 14. Jahrhundert durch seinen Wein ein reicher Ort.
Zu gleicher Zeit erbaute man die Wallfahrtskapelle, die heute noch als Friedhofskapelle erhalten ist.

ROUTE: Der Radweg erreicht die Durchgangsstraße und folgt jetzt einem separaten Radweg. Entlang dem Friedhof von Hirschau passieren Sie das gotische "Kirchle".

ROUTE: Der Neckarradweg folgt der Straße L371 auf einem separaten Weg. Er überquert den Neckarkanal und gleich darauf den Neckar. Dann zweigt er nach links ab auf den asphaltierten Radweg.
Auf dem Uferweg geht es auf Tübingen zu.

INFO: Rechts auf dem Berg liegt das Schloss Tübingen. Es wurde schon Anfang des 11. Jahrhunderts erbaut. Im 14. Jahrhundert verkauften die Pfalzgrafen von Tübingen ihre Burg an Württemberg.

ROUTE: Der Radweg führt am Freibad vorbei und durchquert den Park zwischen Neckar und Neckarkanal.

ROUTE: Auf der "Alleenbrücke" überqueren Sie nach links Neckar und Neckarkanal und erreichen den Rad/Fußgängertunnel durch den Burgberg.
Auf der anderen Seite erreichen Sie den Platz "Vor dem Haagtor" und radeln gut beschildert auf der "Ammergasse" ins Zentrum von Tübingen.

Der offizielle Neckarradweg umgeht die Innenstadt von Tübingen und führt auf der "Uhlandstraße" rechts der Neckarinsel vorbei. Er überquert den Neckar auf der "Mühlstraße" und folgt dann rechts der "Gartenstraße".

Tübingen Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Lustnau: 3,5 km, ← Hirschau: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 81,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 13 km

SEHENSWERT: historische Altstadt, Schloss, Stiftskirche, Kornhaus, Eberhard Karls Universität

INFO: Ein Vorgänger der Tübinger Burg bestand schon im 11. Jahrhundert. Sie kam 1342 zu Württemberg.
Anfangs des 17. Jahrhunderts wurde die Burg weiter ausgebaut und kurz darauf im dreißigjährigen Krieg kampflos an die Franzosen übergeben.
Heute ist im Schloss ein Museum der Universität Tübingen untergebracht.

Eine traumhafte Innenstadt und ein quirliges Leben erwarten Sie in Tübingen.
Sehr schön restaurierte Häuser und Kirchen, ein Schloss auf dem Berg und zahlreiche sehenswerte mittelalterliche Häuser, zum Teil repräsentative Pflegehöfe oder das Kornhaus, lohnen, besichtigt zu werden.
Die Stiftskirche wurde 1470 bis 1483 mit der Übersiedlung des Chorherrenstiftes Sindelfingen erbaut. Grund des Umzuges war die Gründung der Universität Tübingen. Sehr schön erhaltene Fachwerkhäuser finden Sie in der Münzgasse, der Sie zunächst von der Stiftskirche aus folgen. An der nächsten Kreuzung wenden Sie sich nach rechts und erreichen auf der Kronenstraße die Kirchgasse.
Herrliche Fachwerkhäuser umgeben den idyllischen Marktplatz. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde Tübingen glücklicherweise auf Initiative des Standortarztes Theodor Dobler kampflos an die Franzosen übergeben. Nachträglich noch ein Bravo!
Sonst könnten wir heute nicht das mittelalterliche Flair genießen.

INFO: Das Wilhelmstift wurde auf den Grundmauern des früheren Franziskanerklosters errichtet, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde. In den Straßenzügen stehen zahlreiche historische Fachwerkbauten.

INFO: Der Tübinger Marktplatz ist von zahlreichen, sehr gut erhaltenen Fachwerkhäusern umgeben.

INFO: Das Tübinger Rathaus ist eines der meist fotografierten Motive in der Stadt. Es wurde Anfang des 15. Jahrhunderts zunächst auch als Markthalle für die Bäcker und Metzger erbaut. Eine astronomische Uhr mit Glockenspiel verziert den Giebel.
Auf der Fassade sind drei Allegorien und sechs bekannte Tübinger aufgemalt.

INFO: Wunderschöne gepflasterte Gassen durchziehen die historische Stadt. Kein Haus gleicht dem anderen und viele Häuser beherbergen ein Gasthaus oder einen kleinen Laden.

INFO: Eines der bekanntesten Fotomotive in Tübingen ist das Neckarufer mit dem Hölderlinturm. Hölderlin verbrachte im Haus mit dem Turm seinen Lebensabend.

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie entlang der "Gartenstraße" zur Uferpromenade. An der Jugendherberge vorbei passieren Sie das Stauwehr, bleiben dann direkt auf dem Neckardamm und umfahren so den Österberg.
Zahlreiche Pappeln säumen den romantischen Weg, bis Sie, nach der Brücke der B27, den Ortsrand von Lustnau erreichen.

Alternative: Ein zweiter Weg führt aus der historischen Innenstadt auf der Nordseite des Österberges auf die "Schlachthausstraße" und dann immer der Ammer entlang. Er mündet nach der Brücke der B27 beim Neckar auf den offiziellen Neckarradweg.

Lustnau


Entfernungen: → Kirchentellinsfurt: 5 km, ← Tübingen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 78 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 16,5 km

ROUTE: Nach der Zusammenführung beider Radweg-Alternativen bleibt der Neckarradweg zunächst auf der linken Seite des Neckars.

ROUTE: Bei der Mündung der "Ammer" in den "Neckar" umfahren Sie das Mündungsgebiet über eine Brücke und radeln dann wieder nach rechts in das Industriegebiet von "Lustnau".
An einer stillgelegten Fabrik vorbei erreichen Sie eine Brücke, auf der Sie den Neckar überqueren.

Wenige hundert Meter nach der Brücke zweigt der "Neckartal-Radweg" nach links auf einen kerzengeraden Wirtschaftsradweg ab. Vorbei an der Kläranlage radeln Sie auf einer absolut planen Ebene.
Auf dem weiteren Weg unterqueren Sie die vierspurige B27/B297, die Tübingen mit der Autobahn verbindet.

ROUTE: Einen reichlichen Kilometer nach der Brücke mündet der Radweg auf die Straße von "Kusterdingen" (K6903) und erreicht das im Tal gelegene Industriegebiet von "Kirchentellinsfurt".

Kirchentellinsfurt


Entfernungen: → Pliezhausen: 6,5 km, ← Lustnau: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 73 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 21,5 km

SEHENSWERT: Schloss in der Ortsmitte auf dem Berg

INFO: Die Ortsmitte von Kirchentellinsfurt liegt auf dem Berg. Falls Sie das historische Zentrum besichtigen wollen, radeln Sie auf der K6910 in Serpentinen den Berg hinauf. Die Strecke ist nicht sonderlich steil, sie zieht sich aber fast über einen Kilometer.
Fast auf dem "Pass" weist nach rechts ein Schild "Zum Schloss".
Falls Interesse besteht, gibt es auch ein Schlossmuseum.

ROUTE IM TAL: Sie radeln an der nächsten Kreuzung mit der L379 nach links und überqueren auf dem Radweg den Neckar und gleich darauf die B27.
Der Radweg führt nach rechts weiter in Richtung "Einsiedel".
Sie verlassen die Straße gut beschildert und folgen der Beschilderung "Neckarradweg" bzw. "Baggersee", bis zur Abzweigung zum Parkplatz des Baggersees.

INFO: Gleich nach der Abzweigung passieren Sie ein ehemaliges römisches Grab.
Das Grabmal stammt wahrscheinlich aus dem zweiten Jahrhundert und stand an der Straße Rottenburg - Köngen. Ursprünglich war das Grab mehrere Meter hoch. Allein die Figur des Mannes maß 3,5 m.
Heute steht hier ein Holzmodell in halber Originalgröße und einige Fragmente der Funde.

ROUTE: In einer Unterführung kreuzen Sie die B27 und radeln dann direkt auf der Südseite auf den Baggersee zu.
Im Sommer und bei gutem Wetter ist hier wirklich die Hölle los!

ROUTE: Der Radweg zweigt nun nach links ab und folgt dem Weg zum zweiten Seenabschnitt entlang der parallel verlaufenden B297.
Bald unterqueren Sie die hoch über Ihnen liegende filigrane Brücke der B464.

Auf der rechten Seite passieren Sie eine Fabrikhalle. Kurz darauf zweigt nach rechts eine Straße mit Brücke nach Altenburg ab.
Der Fahrradweg unterquert auch diese Brücke und folgt danach dem Neckar in Richtung Pliezhausen.

Auf der rechten Seite des Neckars überragt die Kirche von Oferdingen die Uferbewachsung.

Pliezhausen Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Mittelstadt: 3,5 km, ← Kirchentellinsfurt: 6,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 66,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 28 km

SEHENSWERT: St. Martinskirche aus dem 12. Jahrhundert

INFO: Das Gebiet um Pliezhausen war schon sehr früh besiedelt. Man fand hier eine Siedlung aus der Jungsteinzeit von 5000 v. Chr.
Der bedeutendste Fund ist die "Reiterscheibe" aus einem Frauengrab. Sie ist im Landesmuseum Stuttgart zu sehen.

ROUTE: Der Radweg passiert die Schleusenanlage und unterquert dann die Neckarbrücke. Hier könnten Sie nach Pliezhausen abzweigen.

Der Radweg beschreibt jetzt einen 90°-Kehre und verläuft weiter im Tal.
Nach wenigen hundert Metern radeln Sie auf einer herrlichen Teilstrecke unter alten Bäumen direkt am Neckar entlang.

ROUTE: Auf einer "Blauen Brücke" erreichen Sie nun das rechte Ufer des Neckars und berühren bald wieder das Ufer des Flusses.

ROUTE: Ruhig wie ein See liegt der Neckar durch das nahe Wehr der Mittelstädter Mühle.

Mittelstadt


Entfernungen: → Neckartenzlingen: 4,5 km, ← Pliezhausen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 63 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 31,5 km

SEHENSWERT: Wasserkraftwerk von 1908, historische Häuser, Mühle

INFO: Mittelstadt entstand aus einer römischen Siedlung, die seinerzeit die Alemannen übernommen hatten.
Sehr idyllisch liegt die Klostermühle unter der weithin sichtbaren Kirche.
Sie gehörte ursprünglich als Lehenmühle zum Kloster Pfullingen.
Wer möchte, kann die schönen Fachwerkhäuser erkunden, muss aber auf dem Gehweg steil bergauf in die Ortsmitte radeln.

ROUTE: Der Radweg überquert gut beschildert den Neckar und führt dann auf der linken Seite weiter.

Sie radeln zwischen B297 und Neckar auf "Neckartenzlingen" zu und überqueren einen Werkkanal des Neckars.



Neckartenzlingen


Entfernungen: → Neckartailfingen: 4,5 km, ← Mittelstadt: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 58,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 36 km

SEHENSWERT: Neckarburg, Mühle, Zehntscheuer, Kirche

INFO: Neckartenzlingen war schon in der Römerzeit besiedelt. Die Alemannen eroberten das Gebiet im 5. Jahrhundert.
Der Ort stammt wahrscheinlich aus dieser Zeit. Später gehörte der Ort zum Stift Oberhofen, dem es laut Urkunde 1448 geschenkt wurde.
Die Zehntscheuer ist aus dieser Zeit noch erhalten.

Die Steinburg wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert an einen Spengler aus Tübingen verkauft.
Heute wirkt dort eine Kleinkunstbühne.

ROUTE: Der Neckartal-Radweg führt entlang der B297 bis zum Kreisverkehr.
Nach der Brücke über den Werkkanal zweigt er nach rechts in die historische Ortsmitte ab.

Die Kirche, das Pfarrhaus und schöne Fachwerkhäuser machen die Ortsmitte von Neckartenzlingen aus. Unweit davon steht die Zehntscheuer, in dem der Ort die "Steuer" in Form von Naturalien lagern musste.

ROUTE: Der "Neckarradweg" durchquert den Ort an der historischen Kirche vorbei und steigt leicht an bis zu einer Schule.
Dann führt er auf einer Asphaltstraße bergauf, überquert die "Erms" und führt an der "Altdorfer Straße" entlang.
Dann zweigt er zum Neckar hin ab und folgt ihm.
Eine schöne Strecke entlang des strudelnden Neckars führt Sie durch das naturnahe Neckartal.

Nach der Unterführung unter der B312 beginnt die herrliche Natur- und Freizeitanlage "Aileswasen".
Herrliche naturbelassene Seen bieten den Erholungssuchenden die Möglichkeit, in Naturseen zu baden oder sich in der schönen Landschaft zu erholen.

ROUTE: Der Radweg führt zwischen den Seen durch und mündet nach den Parkplätzen am Rande von Neckartailfingen.
Wer einfach weiterfahren will folgt der Beschilderung "Neckarradweg".
Ein lohnenswerter Abstecker führt über die Radlerbrücke ins gegenüber liegende historische Zentrum von Neckartailfingen.

Neckartailfingen


Entfernungen: → Neckarhausen: 4,5 km, ← Neckartenzlingen: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 54 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 40,5 km

SEHENSWERT: Basilika, Fachwerkhäuser in der Ortsmitte

INFO: Eine aus der Ferne unscheinbare romanische Basilika im Zentrum von "Neckartailfingen" aus dem 12. Jahrhundert bietet hier einen wohltuenden Kontrast zu der seitherigen Natur- und Hügeltour.
Im Innern entpuppt sich die Basilika als wahres Schmuckstück: Reine romanische Architektur mit aus dieser Zeit typischer flacher Holzdecke.

INFO: Wenn Sie vor dem Kirchturm stehen sehen Sie richtig: Der Turm ist schief. Ein ungeeigneter Untergrund lässt den Turm immer mehr dem schiefen Turm von Pisa ähnlich werden.
Laut den Annalen wurde die Bauweise als Basilika von den Hirsauer Mönchen gefördert.

ROUTE: Zur Weiterfahrt radeln Sie über die Radfahrer-Neckarbrücke zurück und folgen dann der "Reutlinger Straße".
Der Radweg verlässt Neckartailfingen auf der Bahnhofstraße nach links.

Hinter den letzten Häusern führt er an Gärten vorbei nach links, auf einen Wirtschaftsweg weiter in Richtung der Reithalle.

INFO: Völlig unberührt ist der Natursee "Beutwangsee". Als ausgewiesener Natursee müssen sich selbst Angler den auferlegten Beschränkungen beugen.

ROUTE: Auf Naturwegen führt der Radweg weiter bis zu einem Reithof und zweigt dann nach rechts ab.

Direkt am Neckar radeln Sie von hier ab in Richtung Nürtingen. Auf der Ihnen abgewandten Neckarseite liegt Neckarhausen.

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Entfernungen: → Nürtingen: 4,5 km, ← Neckartailfingen: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 49,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 45 km

SEHENSWERT: Reste einer römischen Villa

INFO: Neckarhausen lag früher an der Römerstraße Rottweil nach Köngen (lateinisch: Arae Flaviae bis Grinario) .
Reste einer römischen Villa sind noch erhalten.

ROUTE: Der offizielle Neckarradweg überquert zusammen mit der "Metzinger Straße" den Neckar. Auf der "Wörthbrücke" erreichen Sie das linke Ufer und radeln gut beschildert weiter.

ALTERNATIVE: Der Radweg führt von hier aus sehr idyllisch in einer Pappelallee direkt am Neckar weiter.
Die imposante gotische Kirche von Nürtingen ist schon von Weitem sichtbar.
Über den Uferweg erreichen Sie die Innenstadt von Nürtingen.

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Entfernungen: → Oberboihingen: 5 km, ← Neckarhausen: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 45 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 49,5 km

SEHENSWERT: historische Altstadt, Marktstraße, Kirche St. Laurentius

INFO: Gönnen Sie sich den Weg zur hochgelegenen Kirche. Die gesamte historische Altstadt liegt etwas erhaben auf einem kleinen Bergkegel über dem Neckar.

INFO: Der Schlossberg, auf dem die Kernstadt liegt, bot sich als strategisch wichtige Erhebung (geologisch ein Umlaufberg) zur Stadtgründung an.

INFO: Heute sind in der Innenstadt zahlreiche schöne Winkel zu besichtigen.
Wunderschön ist die Marktstraße mit ihren konkurrierenden Baustilen aus dem Barock und dem Mittelalter, der spätgotischen St. Laurentius Stadtkirche, der vielen einzelnen, meist blumengeschmückten Fachwerkhäuser und den Resten der Stadtbefestigung.

Die wunderschöne Marktstraße von Nürtingen. Auf der rechten Straßenseite sind die meisten Häuser im Barockstil, auf der linken entstammen sie dem Mittelalter.

INFO: Sehr idyllisch sitzt man in den historischen Gaststätten, die Hervorragendes aus ihren Küchen zaubern.

ROUTE: Der Radweg überquert den Neckar und führt auf der linken Flussseite nach Zizishausen.
Alternativ kann auch die ausgeschilderte Strecke rechts des Neckars über Oberboihingen gewählt werden.

Unterensingen


Entfernungen: → Wendlingen: 2 km, ← Nürtingen: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 40 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 54,5 km

SEHENSWERT: St. Michaels Kirche

INFO: Unterensingen gehörte früher den Grafen von Teck.
Die St. Michaels Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

ROUTE: Auf der linken Neckarseite radeln Sie auf dem Begleitweg der K1219 weiter an "Unterensingen" vorbei. Über eine Holzbrücke können Sie nach "Oberboihingen" und "Wendlingen" wechseln.
Hier finden Sie eine große Mühle, die vom Neckarwasser gespeist wird.

INFO: Eine Alternative folgt der rechten Neckarseite entlang der Bahnlinie

ROUTE: Wieder gibt es zwei Alternativen:
Auf der rechten Neckarseite radeln Sie durch das beginnende Industriegebiet in Richtung "Wendlingen".
Auf der linken Seite radeln Sie direkt am Neckar entlang weiter bis zur "Ulrichsbrücke", wo Sie wieder die Seite des Neckars wechseln können.

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Entfernungen: → Köngen: 2 km, ← Oberboihingen: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 38 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 56,5 km

SEHENSWERT: Kleine Reste der ehemaligen Stadtbefestigung, moderne Schulstadt, neue Stadtmitte

INFO: Wendlingen ist eigentlich sehr alt und hatte eine Stadtbefestigung mit Türmen und Toren. Diese wurde aber abgetragen.

Als 1599 die alte Brücke über den Neckar bei Hochwasser zerstört wurde, erbaute der Hofbaumeister Schickhardt eine neue, viel höhere Brücke. Der Name der Brücke ist Herzog Ulrich gewidmet, der sich nach einem Roman von Wilhelm Hauff hier mit seinem Pferd von der Brücke stürzte.

INFO: Freuen Sie sich schon auf das nahe gelegene Naturschutzgebiet.
Mehrere rekultivierte Baggerseen sind sehr schön als Erholungsgebiet "renaturiert". Viele seltene Vögel nutzen die teils schwer zugänglichen Riedseen als Futterstätte und Brutgebiet.

ROUTE: Der Radweg führt durch das Naturschutzgebiet durch und begleitet dann die B313. Ein nur gewalzter Alternativradweg bleibt am Neckar und führt bis zur Abzweigung nach "Wernau" direkt am Fluss entlang

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Entfernungen: → Wernau: 5 km, ← Wendlingen: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 36 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 58,5 km

SEHENSWERT: römische Funde, Kirche mit Sauglöckle

INFO: Die alte Römerstadt Köngen umradeln Sie normalerweise, falls Sie Interesse für die Ausgrabungen und Funde haben, erreichen Sie die Stadt durch mehrere ausgeschilderte Abzweigungen.
Köngen war unter den Römern als "Vicus Grinario" bekannt.

Sehenswert ist auch die Kirche der Stadt Köngen, die auf einem Hügel liegt.

ROUTE: Nun führt der Radweg über die von Schickart erbaute Brücke wieder auf die linke Seite und führt in Richtung B313. Entlang der Schnellstraße und dem rechts davon gelegenen Naturschutzgebiet radeln Sie bis zum Badezentrum Wernau.

Hier überquert der Radweg die Straße nach Wernau nach links und führt durch einen Wiesenbereich bis zum Gewerbepark Wernau.
Sie unterqueren nun das Straßenkreuz aus B10 und B313.

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Entfernungen: → Plochingen: 4,5 km, ← Köngen: 5 km
⊗ ⇐ Ziel: 31 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 63,5 km

SEHENSWERT: Naturschutzgebiet

INFO: Die Stadt Wernau wurde 1938 zwangsweise aus den Orten Pfauhausen und Steinbach gebildet. Der eine war historisch bedingt katholisch, der andere typisch württembergisch evangelisch.
Nach dem zweiten Weltkrieg spielte Wernau eine große Rolle bei der Ansiedlung von Heimatvertriebenen.
Die ehemaligen Baggerseen im Tal sind renaturiert und als 45 ha großes Naturschutzgebiet ausgewiesen.

ROUTE: Der Radweg folgt der L1250 in Richtung Plochingen und kreuzt den Kreisverkehr.
(Alternativ kann auch direkt am Neckar entlang gefahren werden. Der Radweg erreicht das Gartenschaugelände auf der Ostseite)

Dahinter beginnt das 1997 angelegte Gartenschaugelände Plochingens.
Durch diese sehr schönen Anlagen radeln Sie auf die markante neue Rad-/Fußgängerbrücke zu.

ROUTE: Beeindruckend glänzt das Hundertwasserhaus schon aus der Ferne: Goldkuppeln zieren den modernen Stadtkern.

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Entfernungen: → Altbach: 3,5 km, ← Wernau: 4,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 26,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 68 km

SEHENSWERT: St. Blasiuskirche, Ottilienkapelle, historische Häuser, Fachwerk-Rathaus, Hundertwasserhaus

INFO: Plochingen ist eine recht alte Neckarstadt.
Ursprünglich schon von den Römern besiedelt, kam der Ort nahtlos in die Hände der Alemannen.
Weithin sichtbar steht die St. Blasiuskirche auf dem Kirchberg. Die mit einer Wehrmauer umfriedete Kirche steht auf dem Platz einer früheren heidnischen Kultstätte, die im Jahre 620 mit einer Holzkirche christianisiert wurde.
Die heute sichtbare Kirche stammt ungefähr aus dem Jahre 1480.

INFO: Das älteste, erhaltene Gebäude ist die Ottilienkapelle aus dem Jahre 1328.
Als Kontrast zum modernen Hundertwasserhaus lässt die mittelalterliche Innenstadt nichts an Attraktivität aus.

INFO: In der Stadtmitte findet man ein schönes Ensemble aus Fachwerkhäusern, vor allem das Rathaus aus dem Jahre 1530. Während der Sanierungsarbeiten wurde es vom Neckarufer auf das heutige Niveau hochgehoben und die historischen Häuser an neuer Stelle wieder aufgebaut.

INFO: Im frühgotischen Stil wurde die Ottilienkapelle im Jahre 1328 erbaut. Sie ist das älteste Gebäude in Plochingen und zeigt im Inneren noch Szenen der Ottilienlegende.

INFO: Während der Neugestaltung der Altstadt gelang es der Stadt Plochingen den Wiener Künstler "Friedensreich Hundertwasser" für das Projekt "Regenturm" zu gewinnen. Er gestaltete ein Zentrum am Neckar, das öffentlich zugänglich ist und trotzdem markant wirkt.

TIPP: In Plochingen kann auf den Filstalradweg abgezweigt werden

ROUTE: Der Radweg begleitet die L1192 durch die Innenstadt. Vorbei an Neubausiedlungen radeln Sie in dichter Bebauung weiter auf einem Radweg neben der Straße nach Altbach.

INFO: Links im Tal stehen die hohen Kamine des Kraftwerkes Altbach.

Auf der anderen Seite des Neckars ->

Deizisau

Altbach


Entfernungen: → Esslingen: 7,5 km, ← Plochingen: 3,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 23 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 71,5 km

SEHENSWERT: Die hohen landschaftsbestimmenden Kamine des Kraftwerks

INFO: Das Äußere des Ortes wird ganz beherrscht von den hohen Kaminen der Kraftwerke.
Umso einfallsreicher scheinen die Bürger zu sein: Kaum ein Haus gleicht dem anderen.
Holzhäuser wechseln mit Siedlungshäusern, der Italienfan schmückt sein Haus mit Skulpturen, selbst aus tristen Siedlungshäusern hängen Fahnen der momentan spielenden Fußballvereine.

ROUTE: Der Radweg führt in Altbach nach links in den Neckarpark.
Durch eine schöne, restaurierte Parklandschaft radeln Sie unter der Kulisse der gewaltigen Schornsteine - abseits des Verkehrs - auf einer Halbinsel weiter. Eine Radlerbrücke bringt Sie auf die rechte Uferseite des Neckars.

ROUTE: Direkt am Ufer radeln Sie an Oberesslingen vorbei und erreichen die mittelalterliche Stadt Esslingen.

Richtig städtisch wird der Radweg in Esslingen: Erst folgen Sie den normalen ausgewiesenen Radwegen längs der Straßen, dann zweigt die ausgeschilderte Tour zum Neckar ab und folgt ihm bis zur Pliensaubrücke.

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Entfernungen: → Mettingen: 5,5 km, ← Altbach: 7,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 15,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 79 km

SEHENSWERT: Historische Altstadt, Dicker Turm, St. Dionys - Kirche, Münster St. Paul, Frauenkirche, Teile der Stadtbefestigung

INFO: Sehenswertes gibt es nicht nur im Stadtzentrum.
Schon die aus dem 13. Jahrhundert stammende Pliensaubrücke ist das Werk der Staufer.
Ziemlich sicher trug sie zum Reichtum der Esslinger Wesentliches bei.
Esslingen liegt herrlich zwischen Weinbergen. Typisch für uns Schwaben findet man hier kleine Einzelparzellen, weil das Erbrecht "halt jedem Bua ebbes gibt".

INFO: Oberhalb Esslingens finden Sie die alte Burg. Anders als der Name sagt, war die "Burg" keine Wohnstätte, sondern Teil der Stadtbefestigung. Die Mauern und der prächtige "Dicke Turm" sind noch gut erhalten.
Leider ist der Turm seit 2011 geschlossen.

INFO: Die Burgsteige wurde zum Schutz der Stadt erbaut - mit Erfolg, sie konnte den Angriff der Württemberger im 16. Jahrhundert abwenden.

INFO: In der Stadt gibt es zahlreiche schöne Gassen mit renovierten, gepflegten mittelalterlichen Häusern.
Besonders sehenswert ist auch der frühere Hafenmarkt mit noch erhaltenen Häusern aus dem 13. Jahrhundert.

Das Esslinger Alte Rathaus ist ein prächtiger Fachwerkbau aus dem Jahre 1420. Es gilt als eines der Hauptwerke alemannische Fachwerkhäuser.
Den Giebel mit Turm setzte Schickard später an. Das Rathaus hat eine Uhr und ein Glockenspiel.

INFO: Auch bei den Kirchen bietet Esslingen Superlativen: Aus dem 8. Jahrhundert stammt die romanische St. Dionys - Kirche, die ursprünglich als Basilika erbaut und später hochgotisch umgebaut wurde. Sehenswert sind auch die Kirchenfenster.
Eigentümlich sieht die Brücke zwischen den Türmen aus. Sie dient der Stabilisierung der Türme.

INFO: Die Frauenkirche gilt als eine der ersten gotischen Hallenkirchen Süddeutschlands.

INFO: Am Wasserhaus wird der Zufluss des Kanalsystems geregelt. Früher wurde zahlreiche Mühlen in der Esslinger Altstadt vom Wasser des Neckars angetrieben.

INFO: Das Münster St. Paul entstammt dem 13. Jahrhundert und war eine Kirche des Bettelordens. Seine Schlichtheit spiegelt sich auch noch heute in der architektonischen Einfachheit wieder.

In Esslingen finden Sie eine Stadt die Rottenburg, Tübingen und Nürtingen an Sehenswürdigkeiten ebenbürtig ist. Nicht zu vergessen: Der historische Weihnachtsmarkt im Advent.

ROUTE: Der Radweg führt entlang der "Bahnhofstraße" zur "Südtangente". Auf einer Brücke überqueren Sie die Bahnlinie und folgen dem "Färbertörlesweg" direkt am Fluss neckarabwärts.

Mettingen


Entfernungen: → Obertürkheim: 2 km, ← Esslingen: 5,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 10 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 84,5 km

SEHENSWERT: Weinberge

ROUTE: Der Radweg bleibt gut beschildert am Neckar und führt am Daimler-Gelände vorbei.

INFO: Auf der rechten Seite erheben sich Weinberge, die in voller Südlage die Sonne "abschöpfen". Hier wachsen gute Tropfen.

ROUTE: Neben der "Hafenbahnstraße" zweigt der Radweg gut beschildert nach rechts ab und verlässt den Neckar, um die Hafenanlagen zu umfahren.
Er erreicht die Trasse der Bahnline und folgt ihr.

Obertürkheim


Entfernungen: → Untertürkheim: 2,5 km, ← Mettingen: 2 km
⊗ ⇐ Ziel: 8 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 86,5 km

SEHENSWERT: Lage am Neckar

ROUTE: Sie überqueren die "Bruckwiesenstraße" und radeln auf dem Radweg links der Straße weiter. Auf der Straße "Zum Ölhafen" erreichen Sie die Brücke der "Benzstraße" und folgen dem begleitenden Radweg nach rechts an der S-Bahnstation vorbei.

INFO: Auf den Bergen rechts des Neckars sieht man förmlich den guten Wein wachsen. Obwohl Sie im Tal mitten in Industriegebieten radeln, beginnen hundert Meter weiter die fruchtbaren Südhanglagen der Weinbauern.

Untertürkheim


Entfernungen: → Bad Cannstatt: 5,5 km, ← Obertürkheim: 2,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 5,5 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 89 km

SEHENSWERT: Mercedes-Benz-Museum

ROUTE: Entlang dem Werksgelände von Daimler-Benz radeln Sie weiter und unterqueren Sie B14.
Auf der anderen Seite stehen Sie förmlich vor dem Mercedes-Benz-Museum.

INFO: Im Mercedes-Benz-Museum finden Sie 125 Jahre Automobilgeschichte. Vom Daimler "Reitwagen", dem ersten Motorrad, über die "Motorkutsche", dem Silberpfeilen, zahlreichen Prototypen bis zu legendären Bussen werden hier ausgestellt.

INFO: Der Radweg führt jetzt wieder direkt am Neckar entlang am "Wasen" vorbei.
Nach einer Schleuse zweigt der Radweg ins Zentrum von Bad Cannstatt ab.




Abstecher

Stuttgart


SEHENSWERT: Auf einem Radweg durch den Schlossgarten können Sie nach Stuttgart abzweigen.

Bad Cannstatt Hotels, Gaststätten, Unterkünfte


Entfernungen: → Bad Cannstatt: 0 km, ← Untertürkheim: 5,5 km
⊗ ⇐ Ziel: 0 km, ⇒ ⊗ Ausgangspunkt: 94,5 km

SEHENSWERT: Cannstatter Mineralquellenbäder, Salucci-Schloss, historische Altstadt, Wilhelma

INFO: Als selbstständigster und ältester Stadtteil Stuttgarts hat sich Bad Cannstatt sein Eigenleben bewahrt.

Bereits die Römer wussten um die strategisch günstige Lage der Stadt. Hier kreuzten in der Römerzeit zwei wichtige Militärstraßen.
Unter den Württembergern zog Bad Cannstatt gegenüber den Stuttgartern den Kürzeren: Das Schloss wurde in Stuttgart gebaut.

Erst im 19. Jahrhundert erhielt Bad Cannstatt das "Salucci-Schloss".

Das Klösterle wurde 1463 als Kranken- und Armenhaus der Beginen erbaut. Es gehört zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern in Stuttgart.

INFO: Schöne Gassen mit historischen Häusern und Wirtschaften findet man noch in Bad Cannstatt.

INFO: Die Stadtkirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil erbaut. Als einzige Kirche hat sie den Zerstörungen des 2. Weltkrieges stand gehalten.

INFO: Weit berühmter wurde Bad Cannstatt durch seine Heilwasser.
Über 22 Millionen Liter bestes Mineralwasser fließen täglich aus der Quelle. Diese Wassermenge macht die Cannstatter Mineralquelle zur zweitgrößten Europas.

Anschlusstouren

Etappen:
1. Etappe: Schwenningen bis Rottenburg Länge: 102,0 km
2. Etappe: Rottenburg bis Bad Cannstatt Länge: 94,5 km
3. Etappe: Bad Cannstatt bis Bad Wimpfen Länge: 102,0 km
4. Etappe: Bad Wimpfen bis Mannheim Länge: 120,5 km

Abzweigmöglichkeiten:
ins Donautal bei Rottweil,
ins Filstal bei Wendlingen,
ins Enztal bei Walheim, Besigheim oder Ludwigsburg
ins Jagst-Kochertal bei Jagstfeld und Bad Wimpfen
ins Murrtal bei Marbach
ins Remstal bei Remseck
ins Zabergäu bei Lauffen
ins Burgenradweg bei Heilbronn

Tourenüberblick Neckarradweg

 

 

 

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